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Video / DVD :: ANNIHILATOR - ....

ANNIHILATOR - TRIPLE THREAT (BluRay/DVD + 2CD)

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EUR
Annihilator sind eine Band, deren Scheiben ich immer wieder gerne auflege. Und leider steht genau jener einleitende Satz für das Dilemma, dem sich Jeff Waters seit Anfang der 90er ausgesetzt sieht: Das im Metal so gewichtige Wörtchen "Band" muss bei ihm leider eigentlich in Kleinbuchstaben geschrieben stehen. Gerade ein sinnstiftender Sänger (siehe auch das Schicksal von Iced Earth, das ich nicht zuletzt der wechselhaften Geschichte eines Matt Barlow zuschreibe) fehlte dem begnadeten Gitarristen im Laufe der letzten 30 Jahre - umso erstaunlicher, dass immer wieder absolute Klassealben wie "Alice In Hell", "Never, Neverland", "Set The World On Fire" oder "Carnival Diablos" erschienen.

Aus der Not eine Tugend machend, lieh Waters den von ihm mitunter im Alleingang eingespielten Alben immer wieder auch seine eigene Stimme. Und gerade das einzige durchgängig mit ihm am Mikro entstandene Machtwerk, "King Of The Kill", steht nunmehr leider für die Krux, die aus "Triple Threat" ein mehr als nur zweischneidiges Schwert macht: Schon diesem Album mangelte es, bei aller Klasse der Songs, an der Bandseele, die eine echte Klassescheibe von einem musikalisch zwar starken, aber eben nicht großartigen Wurf unterscheidet. Irgendwann schleicht sich das sterile Element des von Waters immer wieder bemühten Drumcomputers selbst ins solideste Fundament ein...

Kurzum: dieser als Lebenszeichen eines unermüdlichen Stehaufmännchens gedachte Release zeigt Annihilator mehr denn je am Scheideweg. Waters ist eben kein guter Frontmann oder gar Sänger, weshalb das Herzstück, der 2016er Gig auf dem "Bang Your Head" (sowohl auf der CD als auch der BluRay/DVD verewigt), wenig mitreißend geraten ist: die "Band" (da haben wir es wieder) quält sich durch eine angesichts der Historie Annihilators wenig repräsentative 10-Song-Setlist, und ausgerechnet der große Zampano vermag Klassiker wie "Alison Hell" oder "Phantasmagoria" vokal nicht adäquat mit Leben zu erfüllen. Selbiges gilt für den potenziell interessantesten Teil der VÖ, die "Watersound" unplugged sessions (ebenfalls sowohl auf CD als auch visuell eingefangen). Angefangen vom Gitarrensound über Waters´ erneut wenig packende Stimme bis hin zum fehlenden Feeling mangelt es diesen Aufnahmen an allen Zutaten, die einem solchen Projekt die rechte Würze verleihen könnten.

An einem ernüchternden Fazit können auch die visuellen Extras (eine kurze 2016er Tourdoku sowie Waters´ Kommentar zu den unplugged sessions) nix mehr ändern: es wird leider eng für Annihilator, so sehr ich Waters angesichts seines trotz aller musikalischen und persönlichen Rückschläge bewundernswerten Durchhaltevermögens wünschte, ich spräche von einem "Phoenix Rising"...

PM.


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