Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

Specials :: Vergessene Pe ....

Vergessene Perlen: I - BETWEEN TWO WORLDS (2006)
I
BETWEEN TWO WORLDS (51:24 min.)
NUCLEAR BLAST / WARNER

Obwohl beim Branchenprimus erschienen, ging dieses Nebenprojekt einiger (damals so richtig) prominenter norwegischer Black-Metal-Musikanten 2006 etwas unter. Warum? Ich habe nicht den allerblassesten Schimmer! Das hier ist nämlich so ziemlich the real shit, wenn es um authentische, verschiedene Strömungen der 80er kongenial verbindende Mucke geht. Traditioneller Heavy Metal, Proto-Black Metal (frühe Bathory, Venom), Epic Metal, und punkiger Rotz der Motörhead-Schule (der hier röhrende Abbath huldigt Lemmy bekanntlich regelmäßig mit einer Tribute-Band) gehen auf diesem Wunderwerk eine vollkommen zwanglose Symbiose ein. Irgendwo in den norwegischen Karpaten, so scheint es, entsprang zu jener Zeit eine besonders ergiebige Quelle der Inspiration, von der die Protagonisten offenbar ausgiebig naschten. Schon der eigentümliche, gleichsam klirrend kalte und honigsüß warme, Gitarrensound, lautmalerisch, von Demonaz´ Texten befeuert, Bilder bizarrer Berglandschaften vor dem geistigen Auge erscheinen lassend, nimmt den Hörer umgehend gefangen. Zudem hat Ice Dale (Enslaved, Audrey Horne etc. pp.) auf "I" locker einige der besten Licks und Soli seiner Karriere verewigt - wirklich durchgängig so richtig fantastisches Zeug! Star des Albums sind jedoch die herrlichen Songs: Ursprung der genannten Quelle war Quorthon ("Far Beyond The Quiet" ist ein schlicht ergreifender Tribut!), und tatsächlich hat Abbath hier meines Erachtens einige der wunderbarsten Bathory-Riffs der letzten 30 Jahre aufs Band genagelt, diesen jedoch mitunter eine herrlich erfrischende Immortal-Frischzellenkur injiziert. So wird etwa aus dem Herzstück des Albums, "Mountains", ein majestätisches, erhabenes Stück Musik. Aber auch "Warriors", der Titeltrack und der jedem DJ Freudentränen in die Augen treibende Monsterbanger "Battalions" (wieder mit fettem Immortal-Break) lassen Freunde zu gleichen Teilen asozial rödelnder und den Intellekt ansprechender Mucke durchdrehen. Auch wenn die furztrockenen Rocker "The Storm I Ride" und "Days Of North Winds" I von einer eingängigeren Seite zeigen, so steht eben, wie bereits erwähnt, doch die Symbiose der genannten Inspirationsquellen stets im Vordergrund. Die Songs driften nie ins esoterisch-epische ab, ein "Ace Of Spades" gibt es hier jedoch auch nicht zu bebangen. Jedes einzelne Stück wurde mit unglaublich viel Liebe zum Detail ausgearbeitet und Mehrdimensionalität zum Credo erhoben. Was dabei entstand und bei jedem neuen Hören entsteht, ist denn auch, trotz der der deutlich vernehmbaren Einflüsse, beeindruckend eigenständig! Vielleicht das beste Album, das Enslaved leider nicht geschrieben haben, und das sogar Twilight Of The Gods oder Ereb Altor lässig in der Pfeife raucht. Ohne Frage eines der packendsten Echtmetall-Alben der 00er Jahre. Kaufst Du im Digipak, und zwar sofort! (Einer der wenigen Fälle, bei denen wir uns mal wieder einig sind....LL)

10/10 PM.


[ Zurück zum Index ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler