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MARKUS ECK
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Im Bereich der freien Journalisten des Genres gibt es sie noch, die echten Charakterköpfe, Idealisten, jene, die auch einmal unbequeme Wege gehen, mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg halten. Und häufig sind es eben solche, die die ganze Strecke für eine Sache zur Not auch alleine marschieren, ohne vom genannten Weg abzuweichen. Markus Eck ist einer davon, Metaller mit Leib, Niveau und Seele, jemand mit dem Auge für das Detail, einer, der den Schädel unter dem Fleisch erkennt, bekannt als Mastermind von Metalmessage.de, leidenschaftlicher Naturfotograf und noch vieles mehr. Aktuell hält der Kreativkopf den Metalmessage Sampler Vol. 5 in den Händen, die neuste Ausgabe seiner limitierten Pagan-Kompilation, einem echten Highlight auf dem Sektor und wieder einmal das Ergebnis einer Menge Arbeit. Lest nun, was Freigeist Markus über dieses Liebhaberstück, die Szene, über sich selbst und den unschätzbaren Wert eines Mnemic-Logos berichtet.
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Gratulation zu Metal Message Sampler „V“, großes Lob! Wie viel Arbeit steckt eigentlich dahinter?
Markus: >> Ich danke dir! Solche Veröffentlichungen nach eigenen Wunschvorstellungen zu realisieren, das dauert. An „V“ beispielsweise saß ich circa eineinhalb Jahre, in der Regel täglich. Viele machen sich gar keine Vorstellung davon, worauf man alles achten muss beziehungsweise bis endlich alles zusammengebracht ist dafür. Zum Glück habe ich einen hervorragenden Grafiker fürs Layout meiner Veröffentlichungen, mit dem ich seit Längerem wirklich exzellent zusammenarbeite. <<
Worauf hast Du besonderen Wert gelegt?
>> Auf bei „V“ war wie an jeder Metalmessage-Kompilation auch ein Pinselkünstler beteiligt, welcher das Frontcover nach meinen zugrunde liegenden Ideen dazu gestaltet. Ich versende ja immer haufenweise Review-Exemplare an viele einschlägige Metal-Medien, wobei ich nicht müde werde, die Rezensenten vorab immer wieder drauf hinzuweisen, bitte auch etwas übers Frontcover etc. zu schreiben. Und wichtig war mir ganz besonders, dass meine Naturbilder im Booklet gut zur Stimmung der enthaltenen Songs passen. <<
Wie ist die Resonanz auf diese CD soweit? Wie wird die gesamte Serie aus deiner Sicht wahrgenommen?
>> Insgesamt mache ich mir wirklich keinerlei Illusionen: Meine Sampler sind primär reine Liebhaberstücke. „Gebraucht“ werden sie im eigentlichen Sinne nicht. Andererseits, ich mache dabei, was ich eben meine machen zu müssen. Es müssen ja nicht alle Metal-Fans nur noch den ganzen Tag über ihre lieb- und identitätslosen überfüllten MP3-Dateiordner hin und her hasten, und sich mit Mausklicks ihre Player abfüttern. Ich hingegen liebe die gute alte Schule des Genres, also, beim Hören von persönlich aus ehrlichen Motiven favorisierter Musik immer auch einen realen Tonträger in den Händen halten zu wollen. Wenn ich manchmal in ein Gespräch über Spartenmusik verwickelt werde, höre ich leider immer öfter das hilflose Statement: „Der Song war ja so geil! Aber keine Ahnung, wie die Band oder der Song hieß oder was das Frontcover des Albums war, ich hab’ den Track halt als MP3 halt bei mir auf dem Rechner in irgendeinem meiner vielen Ordner. Hab’ da ja sowieso schon keinen Überblick mehr drüber.“ (…) Also, Leidenschaft, Tiefgang und Hingabe definiere ich persönlich im Metal jedenfalls anders. Nicht zuletzt eben auch ein massiver Antriebsfaktor für die Metalmessage-Reihe, die da genau dagegen ansetzt! Im Namen der Leidenschaft! <<
Wenn Du jemandem ein Kochrezept für einen Sampler geben müsstest, wie sähe es aus?
>> Man nehme: Eine Riesenportion an eigenem Idealismus, die besten Bands aus einem möglichst homogen klingenden Genrebereich, die man zu dem Zeitpunkt dafür kriegen kann, ein gekonnt gemaltes Frontcover mit hohem Wiedererkennungwert und feinste grafische Layout-Leistungen. Das alles lasse man dann zusammen in sehr heißblütiger Weise auf höchster Hingabestufe aufkochen. Fertig ist die wohlschmeckende Sampler-Veröffentlichung! <<
Wie gehst Du speziell bei der Auswahl der Protagonisten vor? Wer kommt auf wen zu und warum?
>> Selbstverständlich muss für mich als bekannt tiefgründigen Szenemenschen eine ganze Reihe Kriterien erfüllt werden, damit ich eine Band überhaupt erstmal als interessant beziehungsweise geeignet erachte, um auf einem Metalmessage-Sampler zu partizipieren. Und mit den Jahren bin ich immer anspruchsvoller geworden – ein nur natürlicher Vorgang, denke ich. Also, zuallererst mal muss mich das musikalische sowie optische und ideelle Gesamtbild einer Band 100%ig ansprechen. Nach den ersten Anläufen in der gegenseitigen Kommunikation muss mir die Band dann auch unbedingt positive Eigenschaften wie beispielsweise Seriosität, Korrektheit, Aufrichtigkeit, Souveränität und Zuverlässigkeit zu vermitteln wissen. Ja, und hochgradig leidenschaftlich sollten sie hinter ihrer Kunst stehen. Manche Gruppen schreiben beziehungsweise antworten ja nur alle paar Wochen mal, mit solcherlei halbherzigen Metierakteuren will beziehungsweise kann ich nicht kooperieren. <<
Eine klasse Mischung bevölkert „V“. Warum sind es dieses Mal eben gerade diese Bands geworden?
>> Danke für die Blumen. Ich habe einige Zeit lang gesucht beziehungsweise in Erwägung gezogen etc. – und die vertretenen Gruppen sind gleichzeitig die qualitativsten und verlässlichsten gewesen, mit denen es sich in der Vorbereitungsphase von „V“ zusammenarbeiten ließ. Daher kamen sie mit drauf. <<
Was ist die Geschichte hinter dem Frontcover, inhaltlich gesehen aber auch in Verbindung mit der Frage warum Du gerade auf diesen Künstler gekommen bist.
>> Der große Ed Repka versteht sein Handwerk perfekt. Ja, wer kennt nicht „Peace Sells…“ oder „Rust In Peace“ von MEGADETH beispielsweise oder „Spiritual Healing“ von DEATH? Ich bin absoluter Fan seiner Werke. Dem guten Ed habe ich über die Jahre immer wieder meine riesige Begeisterung über seine wirklich wunderbaren Arbeiten geschrieben, von daher kennen wir uns schon länger. Sein bewundernswert zeitloser Stil ist absolut unnachahmlich, so wie er weiß wahrlich keiner mit den Präsenzgewichtungen von leuchtenden Kolorierungen umzugehen. Mit dem Frontcover von „V“ bin ich mehr als zufrieden, er hat besonders die beiden Höhlentrolle genau nach meinen Vorstellungen umgesetzt. Ich will für meine Sampler stets Frontcover haben, die ich mir auch in 20, 30 Jahren noch verdammt gerne ansehen werde. Diesmal wollte ich gar ein wenig weg von all den mittlerweile so fest in der Coverszene eingefahrenen Gestaltungsklischees, die ganzen Wikinger beziehungsweise die Szenarien darum herum sehen ja schon seit einiger Zeit immer ähnlicher aus. Mordsdüster muss es da überwiegend unbedingt sein, und farblich möglichst desolat. Das ist aber nicht so sehr mein Ding. Ich dachte mir, „warum nicht mal ein typisches Heavy Metal-Frontcover?“ Ich wollte diesmal weg von den mittlerweile üblichen grafischen Stereotypen beziehungsweise der ärgerlich uniformen Pagan- und Viking Metal-Vereinsmeierei. Ich selbst gehe jedenfalls nach Möglichkeit stets folgendermaßen vor: Ich übermittle dem jeweiligen Künstler meine Vision bezüglich des Motivs beziehungsweise wie ich mir das fertige Bild am Ende vorstelle. Nach der Übersendung einer ersten groben Skizze an mich kommuniziere ich die weitere Arbeit daran entsprechend aus. So geht es im Idealfall Stück für Stück weiter bis zum fertigen Resultat, kleine partiell von mir gewünschte Abänderungen am Bild inklusive – so komme ich mit dem Künstler am besten und am konstruktivsten voran. Was dabei absolut vermieden werden sollte, ist, in aller Gelassenheit bis auf das Endergebnis zu warten – denn das kann enttäuschend sein und Ärger für beide Seiten mit sich bringen, wenn es dem Kunden gar nicht gefällt. <<
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Wenn Du zurück schaust – welche Ideen steckten einst hinter Sampler „Vol. I“? Was ist geblieben, was hat sich eventuell verändert?
>> Eigentlich hat sich bis heute nichts geändert. Ich bin sehr gerne linientreu. Neben der Musik an sich haben mich die oftmals prächtig und detailliert gemalten Frontcover beziehungsweise grafischen Gestaltungen der Veröffentlichungen aus dem Metal-Bereich schon seit jeher vollauf fasziniert. Nicht selten kaufte ich Platten nur wegen dem Cover, obwohl die Musik darauf mir selbst gar nicht so gut gefiel. Irre. Aber so sind sie eben, die Großsammler - mit Hingabe am Werk. Im Zuge dessen störte es mich auch schon immer sehr, dass so mancher wirklich geniale Coverzeichner im Gegensatz zur jeweiligen Band fast nichts von all dem Ruhm abbekam, welcher so manchen Metal-Releases heftig zuteil wurde. Eines Tages hatte ich die konstruktive und ergiebige Idee, selbst Sampler zu kreieren, welche sowohl Bands als auch den beteiligten Covermalern eine probate Supportmöglichkeit bieten sollten – und das ist bis heute gleich geblieben. <<
Spürbar viel Herzblut steckt hinter der Sache – was ist heute deine Motivation dazu? Und dabei das wichtigste Ziel vielleicht?
>> Kontakte zu „exotischen“ Truppen stelle ich von Anfang an immer ganz besonders gerne her, mich reizen fremde Kulturen und Ansichten sehr! Ich bin der Auffassung, dass jedes noch so kleine Land auf der Welt in der Historie eine ganz eigene Kultur, einen ganz eigenen naturnahen Spiritualismus und daraus resultierend auch eine ganz ureigene religiöse Weltsicht hatte – zumindest, bevor sie von den großen „Weltreligionen“ ihrer Identität beraubt wurden. Leider fielen der Machtgier und der Grausamkeit genannter Weltreligionen fast alle Naturvölker zum Opfer – ich denke da beispielsweise primär an die einstigen und heute verbliebenen Ureinwohner Amerikas oder Australiens, denen ganze Kontinente brutal geraubt wurden und die heute ein erbärmliches Schattendasein gegenüber den „zivilisierten“ Usurpatoren führen müssen. Es gibt viele sehr interessante Bücher zu diesem Kontext. An dieser Stelle möchte ich auch noch die so genannten „Entwicklungsländer“ ansprechen, welche ja vor ihrer kulturellen Zerstörung allesamt über Jahrtausende entstandene blühende Hochkulturen waren – ja, bis ihren altspirituellen Traditionen und Glaubensauffassungen eben „im Namen des Herrn“ der Garaus gemacht wurde. Doch zurück zum eigentlichen Thema: Wenn also Bands aus solchen Bereichen der Erde ihre ganze eigene Art von Pagan Metal kreieren und damit ihren Ahnen beziehungsweise deren ruhmreichen Taten und Überlieferungen mit allem Stolz huldigen, so empfinde ich das schlicht gesagt als großartig! Mir persönlich kann es ehrlich gesagt eigentlich gar nicht exotisch und fremdartig genug sein. Am liebsten habe ich es sogar, wenn dann auch noch alttraditionelles Instrumentarium zum Einsatz kommt. Ich hoffe daher sehr, dass noch viel mehr Bands aus abseits entfernten Regionen des Planeten die vielen wunderbaren Ausdrucksmöglichkeiten des heidnischen Metal für sich entdecken und die Fans mit hochgradig künstlerisch eigenständigen Musikwerken beglücken werden. Bislang gibt es nämlich gerade einmal eine brauchbare Melodic Black Metal-Horde aus Ägypten – doch ich kann mir da soviel mehr vorstellen. Gerade die altägyptische Mythologie mitsamt all ihren herrlichen Mysterien bietet doch einen unerschöpflichen Fundus an Möglichkeiten für solcherlei Klänge. Ja, „heidnisch“ ging es wie gesagt ganz früher überall auf dieser Welt zu, nicht nur in Europa. Mein persönliches wichtigstes Ziel habe ich auf jeden Fall erreicht, ich habe einige aufrechte Musikherzen sehr erfreut damit und den beteiligten Bands definitiv zu größerer Popularität verholfen. <<
Was hast Du in der Vergangenheit gelernt, was du heute besser machst? Irgendwelche Fettnäpfchen, Sackgassen usw. gefunden? Was hat bei der Erstellung dieser Scheibe besser funktioniert als bei den Vorgängern?
>> Über die Jahre meiner bisherigen Kompilationsveröffentlichungen habe ich selbst natürlich auch nicht wenig auf diesem Sektor dazugelernt. Doch war ich von Anfang an glücklicherweise höchst vorsichtig, wen ich mir da überhaupt ins eigene Sampler-Boot holte, was mir viel Ärger und Enttäuschungen erspart hat. Mittlerweile habe ich auf diesem Sektor durch eine Vielzahl an Lernprozessen eine sehr gefestigte Vorgehensweise beziehungsweise Abarbeitungsmethodik für mich entwickelt, die das Ganze recht reibungslos ablaufen lässt. Zurück zum Thema der Frage: Alle relevanten Bands auf dieser Erde haben bis auf wenige Ausnahmen entweder ihre Homepages im Netz oder ihre Myspace-Profile – da kommt ein Kontakt mit anschließender Kommunikation in der Regel rasch zustande, was sehr erfreulich ist. <<
Was ist aus deiner Sicht das Bemerkenswerteste an dem aktuellen Sampler geworden?
>> Die musikalische Homogenität von „V“ ist diesmal sehr ausgeprägt, mehr denn je zuvor, was mich viel Zeit und Nerven gekostet hat. Dann die Aufmachung an sich im DVD-Case und die stimmungsvolle atmosphärische Dichte meiner Naturfotos, was ein in sich geschlossenes Gesamtwerk ergeben hat. <<
Neben den reinen musikalischen Aspekten hast Du eine große Leidenschaft für Naturfotografien. Inwiefern spielt das in das Projekt Sampler hinein?
>> Im Booklet zu „V“ findet der Interessierte nun erstmals Naturfotos von mir. Diese von mir selbst fotografierten Naturbilder sind zyklisch, also den Jahreszeiten entsprechend chronologisiert angeordnet. Ich habe die Bilder abschließend ausgewählt, als die Tracklist für „V“ bereits fest stand. Ich selbst liebe die Wetterextreme der jeweiligen Jahreszeiten, also frostklirrende und schneereiche Winter sowie den alles erweckenden Frühling als auch mörderisch heiße Sommer und einen farbenprächtigen und laubduftreichen Herbst. Leider kann ich meiner Liebe zu diesen geschilderten Zuständen nicht immer ausreichend frönen, denn extrem heiße und lange Sommer als auch extrem schneereiche Winter werden ja immer seltener. In der Natur läuft das Ganze eben auch zyklisch ab, das wechselt seit Anbeginn der Erde ja immer wieder. Eiszeiten, Warmzeiten – für fundierte Geologen beispielsweise ist das ein rein natürlich ablaufender klimatischer Prozess. Ob der Mensch selbst wirklich Einfluss darauf hat, ist noch immer nicht komplett bewiesen. Ich selbst bin sooft es geht, draußen in abgelegenen und stillen Regionen, wo ich Ruhe finde und mentale Kraft tanken kann. Wenn ich in schöner natürlicher Umgebung bin, beispielsweise in den Bergen, fehlt mir nichts. Ich vermisse darin dann rein gar nichts. Immer und immer wieder überwältigt mich die gigantische Schönheit und Reinheit unberührter Natur so sehr, dass ich meine Kamera hervorholen und die Eindrücke festhalten muss. <<
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Wie würdest du Markus Eck einem Außerirdischen beschreiben?
>> Spitzname: Eckbert. Der Kerl offenbart sich stets unbekümmert bereits nach einigen Verhörminuten als unverbesserlicher Vollblutmetaller und Freigeist. Als diese Person sich im zarten Alter von zwölf Jahren dazu entschloss, AC/DC für immer auf den „Highway To Hell“ zu folgen, und im Zuge dessen irgendwann auf Iron Maiden´s zeitlose „Killers“ traf, war es um seine Tauglichkeit als Radiohörer vollends geschehen. Auch sonst war bei ihm vieles danach nie wieder so wie vorher. Über die Jahre unermüdlich als abenteuerlicher Entdecker in beinahe unzähligen Substilistiken unterwegs, stieß er dabei selbst in finsterste Schwarzmetallbereiche und obskure Folklorestahl-Dunstkreise vor. So kam ihm seine Unbeirrbarkeit jedes Mal zugute, wenn die schafartigen Hörermassen von der mächtigen Tonträgerindustrie immer wieder mit allzu schnelllebigen Trends verführerisch angelockt wurden. Besondere Kennzeichen: Verfällt laut unbestätigten Quellen zufolge beim Einsetzen von HipHop-, Rap- und Technoklängen akut in anhaltende Lethargie - Selbiges wurde jedoch auch schon beim Abspielen von Schlager- oder Populärvolksmusik an ihm beobachtet. Absoluter Starrsinnsfeind - durchdringt immer wieder sämtliche Musikgeschmackklischees. Vorsicht: Macht schnell und rücksichtslos von einer eigenen Meinung Gebrauch! <<
Wie denkst Du momentan über die Pagan Metal-Szene? Was würdest du ändern, wenn du könntest? Was sollte immer so bleiben, wie es ist?
>> So einige Fans haben schon verstanden, worum es dabei im Eigentlichen geht: Nämlich nicht um verklärte Sichtweisen zu althistorischen Belangen und auch nicht um die übersteigerte Glorifizierung von nicht selten recht grausamen Zeiten unserer Vorväter, die es beileibe nicht immer leicht hatten. Viele aus dem Metier nennen sich aber auch „Fans“, und wollen in dieser Szene doch einzig nur ihre primitiven Triebe ausleben. Über die bisweilen höchst eigentümlichen Verhaltensarten von solchen diversen Szenegängern erlaube ich mir jedoch hier kein Urteil, und das brauche ich auch gar nicht – denn die abstoßenden Bilder ihrer Hinterlassenschaften auf den Festival-Plätzen etc. sprechen ja eine allzu deutliche Sprache. Ein Mensch aber, der sich aus aufrichtigen Motiven zum Heidentum bekennt, liebt in allererster Linie die Natur, die ihn umgibt – er respektiert sie also auch von Herzen und schändet sie nicht. <<
Wo ziehst du Deine Grenzen zwischen dem, was lapidar als Deutschtümelei abgetan werden kann und dem, was unglücklicherweise darüber hinaus geht?
>> Darauf muss man immer gut aufpassen! Dieser immens leidige Punkt macht mich immer wieder sehr traurig, denn er schadet den wirklich seriösen und wirklich ernsthaften Künstlern im Pagan Metal-Bereich doch noch immer sehr. Das wird wohl leider auch nicht aufhören, solange man damit plump und pseudoelitär provozieren kann – und eine gewisse Sorte an Menschen kann sich bekanntermaßen immer wieder für dumpfe Plumpheit roh begeistern.
Arglistig getäuscht wurde ich selbst noch nicht, da ich fast alle wichtigen und ernsthaften Szenekenner dieser Welt zu meinen guten Kontakten zähle – sollte ich mir im Zweifelsfalle also trotz meiner ganzen Recherchen noch nicht sicher sein, frage ich gegebenenfalls dort explizit und gezielt über eine Band beziehungsweise deren Dunstkreis nach, solange, bis ich 100%ig sicher bin. Als „momentan“ ist diese Problematik daher auch beileibe nicht zu bezeichnen, denn gewisse extreme Kreise mit einem ganz gewissen Aufmerksamkeitsdefizit drängen schon seit längerer Zeit in den heidnisch orientierten Metal. Das Problem an sich liegt in der Verwendung von altheidnischen beziehungsweise altnordischen Symboliken und der Runenschrift beziehungsweise deren -Zeichen, wie man als Informierter weiß. Diese wurden im bislang dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte für machthungrige Zwecke auf perfide Weise missbraucht. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis Rechtsrockgruppen und deren nebulöse Hintermänner im Pagan Metal ein neues Betätigungsfeld beziehungsweise Rekrutierungspotenzial erkannten und erwartungsgemäß entsprechend für ihre gefährlichen Ziele und Ansichten nutzen wollten. Dies führte bekanntlich dazu, dass einige Provokateure in den Reihen der Metal-Szene auch schnell von dieser neuen Möglichkeit Gebrauch machten, trotz mangelndem Talent sehr viel Popularität zu erlangen. Eine Art traurige kausale Logik. Früher war es „Satan“, mit dem man sich breiten- und gewinnträchtig im extremen Metal inszenieren konnte, doch „Satan“ in Bild, Bedeutung und letztlich Wort prangt heutzutage mittlerweile ja schon auf Kaffeetassen, Regenschirmen, Plastikbadelatschen, Unterhosen, Baseballmützen, Autoaufklebern etc. etc. etc. Damit kann also niemand mehr erschreckt werden, geschweige denn für irgendein Aufsehen bei den Scharen der Metal-Fans gesorgt werden. Heute sind es daher eben verbotene beziehungsweise geächtete Symboliken, Zeichen und Liedertexte aus dem rechten Lager. Ich selbst bin absoluter Vernunftmensch und halte daher gar nichts von extremem Gedankengut jedweder Art, denn das macht den Menschen immer zu einem Hassklumpen, der anders Denkende nicht akzeptiert beziehungsweise respektiert. So entstehen Kriege. Aber wie heißt es so schön beziehungsweise traurig: Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen. Fakt ist: Gerade, wenn man sich noch recht neu in der Szene bewegt, ist die Gefahr umso größer, unbewusst mit extremen und nicht selten kranken Gesinnungen konfrontiert zu werden. Da heißt es: So gut als möglich vorsichtig sein! Im Zweifelsfalle sollte also immer erst ausreichend recherchiert werden, mit wem man sich auf was einlässt. In der Regel gilt auch: Je extremer und aggressiver sich eine Band in Erscheinung, Songtiteln und Lyriken darstellt, desto größer ist natürlich auch die Gefahr, dass einem da ein so genannter Wolf im Schafspelz unterkommt. Metieranfänger sollten sich daher ganz einfach an die vielen Veröffentlichungen und Bands der großen beziehungsweise vollauf etablierten Labels halten, denn diese veröffentlichen ja erst gar nichts Verbotenes. <<
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Wie kam es eigentlich, dass du dich speziell auf Pagan Metal konzentriert hast? Warum nicht beispielsweise Black Metal oder andere Sub-Genres?
>> Nun, angefangen mit Metal an sich habe ich mit circa 15 Jahren. Und noch heute gibt mir diese einzigartige Musik viel mehr als sich so mancher vorstellen mag beziehungsweise kann. Musik ist mein Leben. Sie kann einem wichtige Türen zu einem selbst öffnen, wenn man es zulässt. Wenn ich all die Stunden die ich bis heute in Metalmessage beziehungsweise meine damit verbundenen Projekte gesteckt habe, zusammenzählen würde, würde eine für mich astronomisch hoch anmutende Zahl herauskommen. Daher verschwende ich daran ehrlich gesagt keinen Gedanken, ich mache einfach immer weiter. Neben all der Musik und der Auslebung meiner Passionen für Mutter Natur ernähre ich mich qualitativ möglichst hochwertig und mache sehr viel Sport: Krafttraining und Laufen im Winter, und im Sommer kommen intensives Radfahren und viel Schwimmen dazu. Als ich mit zwölf Jahren das erste Mal mit Metal in Berührung kam, war es gleich um mich geschehen. Ich hörte bei einem Kumpel die „Killers“-LP von Iron Maiden, welche ich mir sofort auf Tape zog. Das habe ich heute noch, und es läuft noch immer prächtig. Stark geprägt von einer wohl „klassischen“ Hardrock- und Metal-Laufbahn, begann ich aber sowieso so früh als möglich, den frühen Helden diverser Stilistiken begeistert zu lauschen. Dabei blieb es natürlich nicht. So kamen über die Jahre Tausende von Bands und eine stetig gesteigerte Begeisterung für harte und manchmal weniger harte Musik in mein Leben, welches gerade durch Metal – und Musik an sich – ein sehr bewusstes geworden ist. Erfreut beobachtete ich an mir die ständige eigene musikalische Weiterentwicklung, was Stilistiken und Inhalte meiner Lieblingsmusik anbelangte. Heute höre ich mir eigentlich alles an, was mich positiv berührt und habe schon längst aufgehört, Bands mein Interesse nicht in gebührender Weise zukommen zu lassen, nur weil sie in einem Genre agieren, welches mich nicht so sehr auf den Plan ruft. Simultan zu dieser Passion registrierte ich – mit ständig wachsendem Unmut – die stellenweise erschreckende Unkenntnis bei einigen Teilen der Metal-Presse sowie einen mitunter schier beängstigend anmutenden Dilettantismus, mit welchem manche Artikel oder auch gerade Kritiken über „meine“ Bands verfasst wurden und werden. Auch reicht der Wahrheitsgehalt der Berichterstattungen oftmals nicht annähernd an die Realität heran und auch der lyrische Anspruch erfüllt nur sehr selten mein ästhetisches Empfinden. Irgendwann fing ich daher an, mir meinen Enthusiasmus von der Seele zu schreiben; zuerst nur für mich und für Freunde, dann in zunehmendem Maße professioneller. Ich bemühe mich, es immer etwas anders zu machen als der Großteil der Zunft; also primär etwas mehr Begeisterung und Emotionalität in meine Artikel zu transformieren, da der Leser an sich meiner Meinung nach so zu mehr Interesse zu bewegen ist. Ich habe als Schwermetaller jedenfalls schon manche Überraschung erlebt, die mir bewies, dass die wertvollsten Perlen oft aus sehr großen Tiefen gefischt werden müssen. Ein Ende ist daher nicht in Sicht – und mich wird man wohl also auch noch als dann noch immer hoffentlich geistig bewussten Spätrentner mit meiner musikalischen Leidenschaft erleben können. Ich habe bereits eine Menge im Leben gemacht – neben zwei erlernten Berufen mit jeweiligem gutem Abschluss entdeckte ich irgendwann das Schreiben für mich. So wurde ich das, was ich heute hauptsächlich bin – freier Autor. Eine echte Leidenschaft. Metalmessage ist somit mittlerweile die wohl größte beziehungsweise an eigenen Artikeln umfangreichste Einmann-Metal-Magazin-Seite der Welt geworden. Ich jedenfalls kenne keine inhaltsreichere Seite, die von einem Einzelnen auf die Beine gestellt wurde. Für Metalmessage verfasse ich haufenweise Rezensionen, Interviews und mehr. Daneben habe ich eigens eine Seite für all meine Naturfotografien dort eingerichtet.
Zum Thema Pagan Metal: Primär gesagt empfinde ich die über viele Jahrmillionen entstandene Vollkommenheit in der Natur als einen wirklich unerschöpflichen Quell zu innerer Ausgeglichenheit, Inspiration und Zufriedenheit. In abgelegenen menschenleeren Regionen Flora und Fauna beobachten und studieren zu können, zählt daher zu meinen höchsten Freuden. Daher auch meine grenzenlos Liebe zur poetisch ausgerichteten Naturfotografie. Der 1774 in Greifswald geborene große Landschaftsmaler Caspar David Friedrich sah die Sache ganz ähnlich wie ich, anders kann ich mir den überwältigend verträumten Realismus in seinen Werken jedenfalls nicht erklären. Was die zuvor von mir angesprochene Vollkommenheit im Biosystem der Natur anbelangt: Ich denke, ich komme mit Darwins Auslegung beziehungsweise Ansicht über diesen Kontext am besten klar beziehungsweise mutet dies noch immer am meisten einleuchtend für mich an. Irgendjemand, dessen Name mir im Moment nicht einfällt, hat einmal von sich gegeben: "Wir sind so gern in der Natur, weil sie keine Meinung über uns hat." Stimmt genau. Leider aber werden den Menschen der Moderne ganz gezielt und immer deutlicher erkennbar die Liebe und Pflege der sie umgebenden Natur beziehungsweise Natürlichkeit durch massenmediale Konditionierungsprogramme mehr und mehr genommen. Die allermeisten aus den nachwachsenden neuen Generationen ziehen das Falsche dem Echten vor, bevorzugen jede noch so erbärmliche Bequemlichkeit gegenüber den wahren und zeitlosen Freuden im Dasein. Dass Letztere nicht ausnahmslos materieller Natur sein müssen, wird immer weniger vermittelt. Manche der Globalisierungskritiker nennen die uns gegenwärtig umgebende Zeit auch "Plastikkultur", was es wohl auch am besten trifft. Und da nicht wenige Pagan Metal-Bands genau in diese Richtung lyrisieren, sprechen mir viele Gruppen beziehungsweise deren Songtexte direkt aus dem Herzen. Ich war schon als Kind ein ausgesprochener Naturverehrer, daher wurde ich mit Aufkommen der Subkategorie auch schlagartig Pagan Metal-Anhänger. Ich bin also sozusagen naturreligiös. Denn der Mensch kommt ja, nicht nur paläontologisch betrachtet, direkt aus der Gebärmutter von Mutter Natur – doch ist ihm mittlerweile der größte Teil der Natürlichkeit bedauerlicherweise abhanden gekommen. Was sich beispielsweise in einer Unzahl der verschiedensten Allergien bemerkbar macht. Alles wird ja beispielsweise den ganzen lieben langen Tag nur noch desinfiziert, jeder noch so kleine menschliche Duft wird weggesprüht mit synthetischen Duftstoffen, manche duschen gar dreimal am Tag mit Überdosen von Duschgels, in aller Hast reingestopft wird zum Großteil wertloser und zuckerreicher Fabrikfraß, etc. etc. Ich könnte dazu seitenlang weiter aufzählen. Und: Mit musikalischen Trends ist es ja wie so oft im Leben: Für die einen ist ein halb gefülltes Glas Wasser halbvoll, für die anderen halbleer. Ich für meinen Teil begrüße die immense Fülle an neuen Bands im Pagan Metal sehr, denn sie birgt ja auch einen höheren automatischen Anteil an feinen neuen Bands. Andererseits geht die zweite Seite der Medaille eben damit einher, dass der noch immer tendenziell inflationäre Ausstoß an Trendreitern, Plagiatoren, Kopisten und listigen Trittbrettfahrern auf Seiten der neuen Gruppen auch Unmengen von ärgerlich halbherzigen, dilettantischen und nicht selten gar grottenschlechten Horden mit sich bringt. Sich da durchzuwühlen, kostet mittlerweile wirklich Unmengen von Zeit und Nerven. Nach all den Jahren kann ich glücklicherweise bereits nach wenigen Minuten Hördurchlauf mittlerweile genau und präzise bestimmen, ob eine Band aus Könnern besteht oder nicht beziehungsweise, ob sie an ihren Vortrag auch selbst glaubt. Etwas anderes als musikalische Überzeugungstäter kommt mir ohnehin nicht auf meine Sampler. Und dass von erwähnter erdrückender Fülle an kreativen Genrerepräsentanten ein breites Publikum angesprochen wird, ist natürlich positiv für die Szene an sich zu werten – denn ich halte die von der ideell unverdorbenen Bandklientel darin vermittelten puristischen und zeitlosen menschlichen Werte an sich für sehr wichtig. Wenn also in sozial recht befremdlichen Zeiten wie diesen eine Musikgruppe voller ansteckender Überzeugung davon kündet, wie relevant die grenzenlose Liebe und Treue zur Natur und zu den Mitmenschen doch ist, kann einen das als Charaktermensch ja nur aufrichtig erfreuen. <<
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Welche sind davon abgesehen deine Favoriten zwischen „All-Time“ und „Neuzeit“? Tob´ Dich ruhig aus...
>> OK; here we go, meine ewigen Favoriten:
PAGAN METAL:
Arathorn, Adultery, Numen, Trollech, Himinbjorg, Cruachan, Primordial, XIV Dark Centuries, Aisling, Falkenbach, Fjoergyn, Gernotshagen, Hel, Helrunar, Horn, Wolfchant, Aes Dana, Belenos, Bergthron, Pagan Reign, Arafel, Skyforger, Fearlight, Arkona (Rus.), Obtest, Thronar, Hordak, Vintersorg, Alkonost, Severnie Vrata, Fir Bolg
VIKING METAL:
Moonsorrow, Ensiferum, Nomans Land, Hin Onde, Windir, Enslaved, Forlorn, Vanaheim, Helheim, Kampfar, Mistur, Ulvhedin, Einherjer, Månegarm, Runic, Amon Amarth, Forefather, Mithotyn, Thyrfing, Vrata Tmi
HEATHEN & FOLK METAL:
Korpiklaani, Rivendell, Amorphis, Irminsul, Finntroll, Turisas, Waylander, Agalloch, Yggdrasil, Dalriada
BLACK METAL:
Ceremonial Castings, Alghazanth, Catamenia, early Love Lies Bleeding, Summoning, Anaon, early Blut Aus Nord, Eikenskaden, Heathen Dawn, Dark Inversion, Thy Serpent, Tunrida, Vindsval, Argentum, Belzabet, Lacrimae, Magan, Cirith Gorgor, Suffering Down, Infestum, Avatar, Enthroned, Thurisaz, Ufych Sormeer, Miasthenia, Mayhemic Truth, Nagelfar, Ninnghizhidda, Pest, Sanity, Secrets Of The Moon, Faerghail, Sabaoth, Vesania, Negura Bunget, Darkwoods My Betrothed, Maleficentia, Ufych Sormeer, Yyrkoon, Ancalagon, Throes Of Dawn, Thyrane, Vordven, Anorexia Nervosa, Deviser, Zephyrous, Abyssum, Sear Bliss, Sólstafir, Dark Fortress, Drautran, Bishop Of Hexen, Melechesh, Dragonlord, In Ruins, Tyrant, Oathean, Sad Legend, Vintersemestre, Demoniac, Ancient, Antestor, Arcturus, Diabolical Breed, Dimmu Borgir, Mactätus, Manes, Old Man´s Child, Perished, Solefald, Svartahrid, early Taake, Tulus, Shambless, Mörk Gryning, Naglfar, Nefandus, Noctes, Sapfhier, Throne Of Ahaz, Nazgûl, Funeral Rites, Embers Of Life, Molot Vedim, Nargathrond, Rakoth, Emperor, early Gehenna, Malnátt, Veneficum, Valhalla, Dark Funeral, Dawn, Tvangeste, Arckanum, Misteltein, Argar, Asgaroth, Vinterland, Atritas, Morgart, Episode 13, early Bal-Sagoth, Hecate Enthroned, Old Forest, Anthropolatri, Holy Blood, Algol, Sword Of Darkness, Istapp
MELODIC DEATH METAL:
Divine Souls, At The Gates, Dispatched, Scar Symmetry, Slumber, Mercenary
PROGRESSIVE DEATH METAL:
Sadist, Death, Cynic, Atheist, Nile, Opeth
DARK METAL:
Sleepless, Empyrium, Orphaned Land, Novembre
GOTHIC METAL:
Cantar, Tristania, Within Temptation, Nightwish, Visions Of Atlantis, Sirenia, Evig Natt, Katra, Skyward, Amberian Dawn, Legenda Aurea, The Flaw, Penumbra
HEAVY METAL:
Accept, Talon, Artch, Cirith Ungol, Demon, Iron Maiden, Judas Priest, Manowar, early Ozzy Osbourne, Snowblind, Sacrilege, Brocas Helm, early Warrior, Manilla Road, Dark Quarterer, Heavy Load, Attack, Warlock, Griffin, Virgin Steele, Lizzy Borden, May Lynn, Adramelch, King Diamond, Mercyful Fate, Cauldron Born, Stonefield, Battle Bratt, early Def Leppard, Phantom, W.A.S.P., Cloven Hoof, Tyrant (US), Stormwitch
POWER METAL:
Omen, Gargoyle, early Iced Earth, Exciter, Warlord, Amulance, Helstar, Nocturnal Rites, Stratovarius, Onward, Sanctuary, Nevermore, early Running Wild, early Metal Church, Heretic, Taliön, Malteze, Satan´s Host, Titan Force, early Riot, early Hittman, Axel Rudi Pell, Forte, early Wolf, Firewind, Astral Doors, Wuthering Heights
PROGRESSIVE METAL:
Fates Warning, Lethal, early Queensryche, Jesters March, House Of Spirits, Gypsy Kyss, Kamelot, Visionary, Symphony X, early Dream Theater, Shadow Gallery, Saracen
THRASH METAL:
Forbidden, Agent Steel, Overkill, Intruder, Death Angel, Anacrusis, Depressive Age, Artillery, Indestructible Noise Command, early Testament, early Flotsam & Jetsam, early Exodus, early Megadeth, early Metallica, early Anthrax, Znowhite, Apocalypse, Poltergeist, Xentrix, Coroner, Pariah, Target, Onslaught, Hallows Eve, early Slayer, Cyclone, E-X-E, early Whiplash, Toxik, Hexenhaus, Despair, Heathen, Reverend
DOOM METAL:
Candlemass, Sorcerer, While Heaven Wept, Dantesco, Solitude Aeturnus, Count Raven, Avrigus, Tristitia, Morgion, Mourning Beloveth, Uaral
SPEED METAL:
Vectom, Abattoir, Apocalypse, Cellador, Savage Grace, Warrant, early Helloween, early Annihilator, early Paradox, Powermad,
MELODIC METAL:
TNT, Joshua, early Dokken, Fifth Angel, early Crimson Glory, Fate, Elikat, Talisman, Yngwie Malmsteen, Royal Hunt, Moon Of Steel
SYMPHONIC METAL:
Edenbridge, Therion, Seraphim
INDUSTRIAL METAL:
Rammstein (only "Sehnsucht" & "Reise Reise"), Megaherz (only "Herzwerk II")
HARD ROCK:
Lillian Axe, Harem Scarem, early Great White, Giant, early Bonfire, Stage Dolls, early Ratt, Warrior Soul, Nevada Beach, early Rose Tattoo, early AC/DC, Rhino Bucket, White Lion, Magnum, Billy Squier, House Of Lords, early Domain, early Europe, Ten, Icon, Britny Fox, Kingdom Come
HEAVY ROCK:
Jackyl, Dangerous Toys, early Mötley Crüe, early Sinner, early Pink Cream 69, Tesla, early Dirty Looks, Lynch Mob, Kix, Shok Paris
MEDIEVAL:
Morgenstern, Corvus Corax, Cornix Maledictum
DARK AMBIENT:
Elffor, Vinterriket, Nebelkorona
ETHNO:
Kayno Yesno Slonce, Enya, Dead Can Dance, Rajna, Shiva In Exile, Wardruna, Anouar Brahem, Yansimalar, Hagalaz´ Runedance
FOLK ROCK:
Simon And Garfunkel, Creedence Clearwater Revival, The Brandos
70s ROCK:
Nazareth, Uriah Heep, Rainbow, Whitesnake, Jethro Tull, early Scorpions, Free, Blue Öyster Cult, early Queen, Jimi Hendrix, Black Sabbath, Bad Company
CLASSICAL:
Antonio Vivaldi, Richard Wagner, Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart
POP:
ABBA, Roxy Music, Orchestral Manoeuvres In The Dark, The Alan Parsons Project, Mike Oldfield
...and countless more... <<
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Welches sind die genialsten Scheiben in Deiner Sammlung?
>> Zu empfehlende Gruppen: Auf meiner Magazinseite habe ich extra für solche edlen Hochkaräter eine eigene Rubrikseite eingerichtet, die sich „Honour“ nennt. Dort sind meine persönlichen Favoriten nach jeweiligen Herkunftsländern aufgelistet. Ein Almanach zum Nachschlagen sozusagen. In Sachen Bands gibt es so viele, die mich immer wieder glücklich machen und mein Dasein ungemein bereichern. Aber als zeitlos schöne musikalische Perlen erachte ich die jeweiligen Edelwerke von hochklassigen Repräsentanten wie beispielsweise Rivendell, Thurisaz, Vrani Volosa, Uaral, Nest, Throes Of Dawn, Zephyrus, Sear Bliss, Bishop Of Hexen, Primordial, Oathean, Sad Legend, Ringnevond, Windir, Molot Vedim, Dekadent, Chthonic, Irminsul, Molot Vedim, Istapp, Agalloch, Dalriada und Alkonost. Doch bin ich auch nach wir vor ein heißer Verehrer der Subkategorien Heavy-, Power-, Speed-, Thrash- und Melodic Metal, auch darin findet man neben all den Klassikern noch haufenweise wertvolle Perlen. <<
…und aus diesem Jahr?
>> 2009 waren da sicherlich Mistur, Fir Bolg, Hammer Horde, Tverd, Count Raven, Evig Natt, Dalriada, Iron Woods und Thundra ganz vorne mit dabei! <<
…die am meisten versprechenden Newcomer?
>> Fir Bolg, absoluter Epic Pagan Black Metal-Hammer!! Das obergeniale Demo bringt mich noch immer um den Verstand! Wenn da ein Album kommt, auf welchem der Kerl das Level vom Demo halten kann, dann steht ein Grund zum Feiern an. Auch Bifröst aus Österreich sind eine sehr starke Pagan Metal-Band. Dann habe ich noch Evig Natt als geniale Gothic Metal-Band für mich entdeckt, denen ich gerne einen Plattenvertrag bei einem deutschen Label verschafft habe. <<
…die besten Konzerte?
>> Ich war 2009 nur bei ganz wenigen Festivals und live hat mich ehrlich gesagt fast keine einzige Band beeindruckt – außer Finsterforst, deren Akkordeonist beim Ragnarök Festival eine wirklich tolle Bühnenshow mit außergewöhnlich wirksamer Körpersprache zelebrierte – er hat den Kontakt zum Auditorium wirklich bestens bewerkstelligt. Klasse! <<
…drei unvergessliche Momente für Dich als Metalmessage-Chef hinter den Kulissen?
>> 1. Tiefergehende Passagierkontrolle in den USA vor einigen Jahren auf dem Weg zu einem Studioreport in Chicago, als ich in Philadelphia von mehreren riesigen farbigen Airport-Cops aufgrund meines (zugegebenermaßen wirklich sehr schlampigen) Äußeren in die Mangel genommen wurde und nur aufgrund meiner Umhängetasche mit einem Mnemic-Logo darauf meinen Anschlussflug noch in letzter Minute erwischte … einer der (beängstigend schwer bewaffneten) Cops meinte während der „Vernehmung“ dazu, was ich denn in den Staaten denn nun eigentlich zu suchen hätte, nämlich plötzlich in aller Lässigkeit: „Great metal music, I love `em – `ey, boys, these guy’s definitely ok, let him go!“
2. Heiteres Grillfest mit den Jungs von Wolfchant und den Iren von Waylander im bayrischen Wald im Zuge des anstehenden Pagan Nights Festivals. Es war eine wirklich extreme Sauferei – der kultige Sänger von Waylander wollte irgendwann pissen gehen, fiel auf halbem Weg irgendwo im hüfthohen Gras einfach um, schlief ein – und die ganze Mannschaft musste den Rabauken stundenlang mitten in der Nacht suchen, denn es war schon ziemlich kalt in dieser Herbstnacht. Irgendwann stolperte ein Bandmitglied von Waylander über den Kerl, uff, er war gerettet!
3. Als ich im November 2006 fürs damalige Candlemass-Interview Leif Edling und Messiah Marcolin nach all den Jahren endlich auch mal persönlich traf – zwei äußerst sympathische und herzliche Gesellen mit viel Sinn für schlitzohrigen Humor, die sich menschlich leider nicht immer gut verstanden, wie man weiß. Besonders Edling soff wie ein Loch, teilweise hatte er Bierflasche und Weinglas zugleich in den Händen… Köstlich. <<
…Deine Wünsche für das Jahr 2010?
>> Da fällt mir aus Bauch und Herz heraus nur eines spontan ein, und genau das möchte ich hier wiedergeben: Folgt auf allen Wegen stets eurem purstem Innersten, lasst euch nicht durch eure eigenen charakterlichen Bequemlichkeiten zu Falschem gleich welcher Art verführen und bleibt euch und eurem Geschmack in letzter Konsequenz immer selbst vollauf treu. So halte ich es zumindest selbst mit mir. Für die Welt wünsche ich mir mehr Liebe und Frieden. Solange die profitgierige Pharmaindustrie prächtig an den neuen „Zivilisationskrankheiten“ mitverdient, werden die Lebensumstände für die Menschen global immer noch naturferner und artfremder werden. Ist ja auch so viel bequemer. Nur darum funktioniert der große Plan der ganzen Lobbyisten mit der Spezis Homo Sapiens ja überhaupt erst. Irgendwann werden wir allesamt aus Tuben unsere genetisch ausoptimierten „Lebensmittel“ nuckeln und das höchstwahrscheinlich dann auch noch lecker finden. Eine grausige Vision. Aber wenn das mit den immer mächtiger werdenden Monopolisten auf diesem Sektor so weitergeht, werden sie über kurz oder länger alles an Firmen schlucken, was kleiner ist als sie. Ein sehr interessanter und aufschlussreicher, aber auch immens bestürzender Dokumentarfilm zu diesem leidigen Kontext ist „We Feed The World“ von Erwin Wagenhofer. Nachdem man den gesehen hat, überlegt man sich zweimal, welche Nahrung man wo genau einkauft. Der antike griechische Philosoph Platon aus Athen sagte: „Nur die Toten haben das Ende des Kriegs gesehen.“ Stimmt genau, und diese zeitlose Weisheit lässt sich auch auf den vorherigen Themenkontext anwenden, denn die weltweiten findigen Food-Designer der mächtigen Lebensmittelkonzerne werden wohl niemals damit aufhören, an den Ernährungsgrundlagen der Menschheit manipulierend herum zu basteln. <<
Besten Dank für deine Worte und weiterhin alles Gute für dich und deine Projekte!
>> Besten Dank auch an dich für die gute Möglichkeit des Interviews und alles Gute & viel Erfolg auch für dich & das Obliveon Magazine! <<
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http://www.metalmessage.de
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Michael Gorray
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