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:: SPIRITUAL BEG ....

SPIRITUAL BEGGARS, 02.04.2016, Essen - Turock


Essen - Turock

02.04.2016
Samstagabend und ein straff gesetzter Zeitplan, offensichtlich weil die Disco bereits um 22 Uhr starten sollte. Eintreffen konnte ich eh erst um 19:45 Uhr (offizieller Beginn laut homepage: 19 Uhr) und bekam hiernach tatsächlich nur noch die Ausläufer des zweiten der beiden namentlich unangekündigten Support-Acts mit. Macht aber zumindest im zweiten Fall nix, denn Wolvespirit hatten mich schon mal beim ’Hammer Of Doom’ gelangweilt und geändert hat sich bis dato...nix. Hard-Blues-Boogie-Rock im Fahrwasser der 60er und 70er, eher bieder und mit Provinz-Mief behaftet, aber mit durchaus viel Elan und Begeisterung vorgetragen, was aber nichts an der kuriosen, auf mich in der Tat peinlich wirkenden Performance Debby Crafts ändert. Janis Joplin, FlowerPower, I love you guys, tänzel, wink, Küsschen, one more song. Nee, besser nicht, und ich kann mir tatsächlich nicht erklären, warum die Band aus Würzburg nach Setende frenetisch abgefeiert wurde. Dass es aus Zeitplangründen nicht zur geforderten Zugabe reichte, kam mir also mehr als gelegen. 20 Uhr, zwei Vorbands durch, stramme Leistung für einen Clubabend. Die erste war übrigens Jesus Chrsyler Supercar. Das wusste ich, da sie erstens sie ihr Merch feilboten und zweitens nach Augenzeugenberichten einen „ganz coolen“ Auftritt auf die Bretter gelegt haben sollen...

Tagesschauzeit vorbei, und ein begeisternder Gig der SPIRITUAL BEGGARS rollte heran. Für satte 100 Minuten, vorbildlicher Weise in einem Block und ohne das übliche „Wir verlassen die Bühne und Ihr schreit uns für die Zugabe zurück“-Spielchen auf die Bühne gezaubert, rockten die Fünf mit jeweils stolzer Vita traumwandlerisch durch ein Set, das sowohl zahlreiche Tracks vom aktuellen „Sunrise To Sundown“ als auch eine kleine Rundreise durch die mittlerweile umfangreiche Diskographie beinhaltete. Verstärktes Augenmerk legten SPIRITUAL BEGGARS dabei auch auf „Earth Blues“, mein Lieblingswerk und das gleichzeitig erste der drei tollen Geräte mit ex-Firewind-Sänger und Wahl-Schwede Apollo Papathanasio („Return To Zero“) wurde dagegen leider ziemlich ausgespart. Kein „We Are Free“, kein „Coming Home“; schade, aber man kann bekannlich nicht alles haben, dafür aber alten, saftig reinlaufenden Stoff wie etwa „Euphoria“, „Dreamer“ oder „Wonderful World“.
Generell war es eine echte Freude diesen Profis und Vollblutmusikern zuzuschauen, denn hier präsentierten sich Spielfreude, Können und Routine Hand in Hand. Überleitungen zwischen den Songs (um z.B. Zeit zum Nachstimmen zu geben), Improvisationen zur Bandvorstellung und ein kurzes Drumsolo sorgten für typisches Siebziger-Hardrock-Feeling und insbesondere Michael Amott tat sich - hochkonzentriert und mit perfekten Sounds aufspielend - nicht nur mit gefühlvollen Soli, sondern auch mit wunderschön intonierten Melodien und Killer-Riffs der Kategorie Wartell/Franklin hervor. Besser geht’s kaum und seine Vorbilder (Schenker, Roth, Blackmore...) können echt stolz auf ihren Sprössling sein. In Sachen klassischen Hardrocks mit dezenten Doom- und Stoner-Vibes macht den BEGGARS momentan nämlich wohl niemand was vor!
Christoph Lücker - Pics: Christoph Lücker


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