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CAGE, 21.05.2009, Oberhausen, "Helvete"
CAGE
DRAGONSFIRE

Oberhausen, "Helvete"

21.05.2009
Immer mehr geile Bands die nicht nur ultimativ ins Gehölz ballern, treten neuerdings im "Helvete" Club in Oberhausen auf. Leute, ich kann nur fortwährend erwähnen, daß hier für den kleinen Euro Feinstes geboten wird. Das gilt für das Venue als auch für die jeweiligen Bands. Warum für die Amis Cage, die schon einige hervorragende Alben an den Start gebracht haben, gerade mal vierzig zahlende Gäste aufschlugen, ist mir schleierhaft. Ja, es ist Festivalzeit, aber da verirren sich auch immer weniger Jecken hin, die ich kenne. Metaller sind eben oftmals auch nur Typen die viel quatschen. Mittlerweile findet alles vor der Haustür statt und dennoch bleiben sie den Gigs fern. Schande über eure Häupter. Wenn jetzt die Gema-Gebühren kräftig ins unermeßliche steigen, wird wohl kaum ein Veranstalter übrig bleiben, der es riskiert solch kleinere Gigs in seinem Laden zu schmeißen. Kein Wunder, dass viele Bands und Veranstalter sich verarscht vorkommen. Da wird über MySpace jeden Tag nachgehakt wann eine Band in unseren Gefilden spielt und dann sind mehr Presseleute als Fans da. Wie dem auch sei, im "Helvete" angekommen nahm mich Drummer Jan Müller von Dragonsfire gleich in Beschlag um ein Interview zu machen. Danach ein Fotoshooting und ein cooles Treffen mit der kompletten Truppe von Cage mit lustigen Anekdoten. Ich liebe Bands ohne Berührungsängste und besonders Menschen, die trotz Erfolg auf dem Teppich geblieben sind. Schnell noch das günstige Merchandise gecheckt, an dem die Fans sich gütig taten und dann ran an den Speck.

Etwas später als geplant kamen Dragonsfire aus dem hessischem Raum auf die Bretter und verbreiteten ihren Witz und Charme im Rahmen ihres Power Metal-Programms. Feilgeboten im voraus wurde Großes aber man sollte sich mit Aussagen über die eigene Band doch etwas im Zaum halten. Mir war das Programm völlig unbekannt und nachdem ich die Songs des aktuellen Silberlings "Visions Of Fire" live gehört habe, kann ich nicht behaupten, dass irgendetwas kleben geblieben ist. Wer auf Bands wie Iron Savior, Mob Rules, Mystic Prophecy, Manticora und ähnliche steht, wird sich mit Dragonsfire nicht überwerfen. Allerdings wandelt die Band kaum auf dem Innovations-Pfad, noch beeindrucken die Songs im Vergleich zur internationalen Konkurrenz. Klar, der eine oder andere Track ist ganz gut im Live-Rahmen und die Appel-Woi festen Trinkkumpanen brachten die nötige Live-Präsenz mit, aber das wars dann auch. Zudem durfte man sich, vorausgesetzt, man war des Englischen mächtig, etwas über die infantilen Texte amüsieren. Da haben die Jungs noch eine Menge zu lernen. Obgleich, Dragonsfire agierten als Opener, sind relativ jung, haben eine starke Gitarrenfront und die Action auf der Bühne ist, aufgrund des knapp bemessenen Raumes, tadellos genutzt worden. Da geht noch was in Zukunft. Dass man mit "The Trooper", einer Coverversion von Iron Maiden, keinen Fehlgriff gemacht hat, merkte man sichtlich an der positiven Resonanz des Publikums.
Wie eben erwähnt war im Raum vor der Bühne nicht ansatzweise Platzmangel, was Cage nicht davon abhielt ihr Programm zu präsentieren als wenn wir in Balingen auf dem "Bang Your Head"- Festival gewesen wären. Und noch eins gleich vorweg: Sänger Mr. Sean Peck ist der absolut fähigste Nachfolger von Rob Halford, ohne Wenn und Aber. Was dieser Fronter an Shouts, Screams und Vocals von sich gibt ist mit dem gleichzusetzen was Rob vor zwanzig Jahren drauf hatte. Also, Judas Priest- Fans, reinhören!!! Die "Metal-God"-Chöre der Fans waren folglich angebracht, zumal ich noch immer das letzte Judas Priest Fiasko vor Augen habe. Doch Cage ist kein Priest-Klon. Wer die Band immer noch nicht kennt, dem sei anvertraut, daß Einflüße von Metal Church, Iced Earth und Malice mit ins Programm fließen. Halt amerikanischer Metal. Cage brachten ihr neues Album "Science Of Annihilation" mit. Und zwischen großartigen Hymnen und beispiellosen Nackenbrechern wie "Hell Destroyer", "Planet Crusher" (das einem den Schädel spaltet) und "Kill The Devil" blieb Sean Zeit genug für einen Outfit-Wechsel. Coole Sau und Herr des Rampenlichts, aber kein Fronter schafft es ohne Band, und die hat es in sich. Allen voran der neue Drummer Norm Leggio (ex-Psychotic Waltz), der ständig so aussah, als wolle er sein Kit in Schutt und Asche legen. Desweiteren konnte Klampfer Dave "Conan" Garcia überzeugen, der durch ständige "Conan"-Rufe angefeuert wurde. Als das kurzweilig Spiel sein Ende fand, stand es nicht zur Debatte ob Cage eine Zugabe spielen. Ohne Zugabe wäre kein Fan heimgreist. Natürlich gaben Cage nochmal alles und bescherten uns einen formidablen Abend. Selten habe ich eine arschtighte Band so krachend in einem kleinen Club gesehen.
Steve Burdelak - Pics: Steve Burdelak


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