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LORDI 22.11.2018, Bochum – Matrix
Bochum – Matrix

22.11.2018
Es gibt nicht viele Bands, die mich zu einem Konzertbesuch bewegen können, wenn man am nächsten Morgen arbeiten muss, aber für LORDI habe ich gerne eine Ausnahme gemacht. Erfreulicherweise war ihr vorletzter Gig der „Sexorcism“-Europa-Tour es voll und ganz wert, die Reise nach Bochum anzutreten.

Als erste Vorband überraschten an diesem Abend Silver Dust aus der Schweiz mit einer guten, optisch ansprechenden Warm-Up-Show. Zu sehen war ein Hauch von Tim Burtons Horror-Szenarien, eine kräftige Prise Steampunk und eine gekonnt in Szene gesetzte Projektionswand im Spiegelrahmen, auf der unter anderem eine rotäugige, schwarz gekleidete Gestalt umgeben von Flammen zu sehen war. Das Quartett begleitete LORDI bereits zum zweiten Mal bei einer Tour und ihr düsterer Rock, der irgendwo zwischen Metal und Gothic verankert ist, war deshalb einigen Besuchern nicht unbekannt. Lord Campbell, Tiny Pistol, Kurghan und Magma nutzten erfolgreich die Chance, um ihr aktuelles drittes Album „House 21“ vorzustellen. „The Witches Dance“ blieb als tanzbares Stück besonders positiv in Erinnerung.


Der zweite Support Act Follow The Cipher aus Schweden, hatte es deutlich schwerer, das Publikum bei der Stange zu halten. Der ehemalige Sabaton Co-Komponist und Aushilfsgitarrist Ken Kängström, der das Projekt 2014 gründete, trug auf der Bühne sein Gesicht verhüllt und wirkte dadurch eher distanziert. Die rothaarige Sängerin Linda Toni Grahn hatte zwar Ausstrahlung und eine sexy Stimme, aber musikalisch zündeten die Songs des Debütalbums „Follow The Cipher“ nicht richtig. Das Quintett war sichtlich bemüht seinen elektronisch angehauchten Power Metal an den Mann beziehungsweise die Frau zu bringen, ihnen fehlte jedoch die Band-Zusammengehörigkeit. Optisch OK, musikalisch durchschnittlich, so rangierte dieser Auftritt unter ferner liefen..


Nach einer Umbaupause mit langer Wartezeit, in der das Licht zuerst aus- und dann wieder anging, war es endlich soweit. Das Intro startete erneut und LORDI eröffneten ihr Set stilvoll mit „Sexorcism“. Zum ersten Mal konnte ich die Monstermasken, das Markenzeichen der Finnen, und die ausgefallene Kostümierung aus der Nähe bewundern – einfach nur geil. Die Frage des zweiten Liedes „Would You Love A Monsterman?“ können wir getrost mit Ja beantworten. Das im Schnitt recht junge Publikum, vereinzelt mit Gesichtsbemalungen oder ebenfalls maskiert unterwegs, reagierte begeistert auf die opulente Bühnenshow. Bei der Teufelsaustreibung wurde die erste Reihe gleich mitexorziert und später beim Massaker mit Kunstblut bespritzt. Die deutsch-englische Interaktion klappte hervorragend und Mr. Lordi hatte das Publikum voll im Griff. Auch Mana, Hella, Ox und Amen absolvierten ihr jeweiliges Schlagzeug-, Keyboard-, Bass- und Gitarren-Solo mit Bravour. Ausnahmsweise empfand ich diese Einlagen mal nicht als langweilig, denn man nahm immer wieder neue Details wahr auf der kleinsten Bühne der Tour, wie Mr. Lordi anmerkte. So flog „Charlene“ aus dem Geisterhaus und aus einem Totenschädel quoll Nebel zu „It Snows In Hell“. Der Hit „Naked In My Cellar“, begleitet vom Kreischen einer Kreissäge, wurde singend und tobend abgefeiert. Das ganze Konzert gestaltete sich als grandiose Party bis hin zur zweiten Zugabe „Hard Rock Hallelujah“. Mein Fazit getreu des 2006er Mottos für den Eurovision Song Contest: „Vote For LORDI“!
Setlist:
1. Sexorcism
2. Would You Love A Monsterman?
3. Missing Miss Charlene & House Of Ghosts
4. Your Tongue´s Got The Cat
5. Blood Red Sandman
6. It Snows In Hell
7. She´s A Demon
8. Slashion Model Girls
9. Naked In My Cellar
10. Hug You Hardcore
11. Evilyn
12. The Riff
13. Frankenstein
14. Who´s Your Daddy?
Zugabe:
15. Devil Is A Looser
16. Hard Rock Hallelujah
Birgit Kuklinski - Pics: Tatjana Krupka


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