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obliveon :: PRONG & DEW-S ....

PRONG & DEW-SCENTED, 01.09.2018, Bochum – Rockpalast




Im Vorprogramm: DEW-SCENTED, die nach circa zweieinhalb Dekaden ihre Abschiedstournee spielen. Wahrscheinlich ist Sänger / Mainman Leif Jensen einfach die wechselnden Besetzungen, Aushilfsgeschichten etc. leid. In Bochum jedenfalls treten die Thrasher ohne Bassisten auf, können dieses Manko aber mit zwei punktgenau agierenden Klampfern, einem mehr als versiert klöppelnden Trommler und einem erfahrenen, szenenahen Frontmann sehr gut auffangen. Leif schafft es jedenfalls auf sympathische, nicht anbiedernde Art und Weise die Leute nach vorne zu bewegen, betont das eine oder andere Mal den Fakt der letzten Show im Ruhrgebiet und hinterlässt mit seiner norddeutschen Ruhrpott-Holland-Connection eine gut angeheizte Menge. Immer wieder schön: „Cities Of The Dead“.

Der belgische Hardcore-PRONGie-Hans kann heuer leider nicht am Start sein, hat sich allerdings um unsere Gästeliste via Neu- bzw. Wieder-Trommler Aaron Rossi (schwang 2007 auf der „Power Of The Damager“-Scheibe die Stöcke) gekümmert. Danke dafür. Steamhammer / SPV waren auch so nett, aber doppelt hält bekanntlich besser. Apropos Rossi: der mittlerweile zum Koloss angewachsene Drummer vertritt Art Cruz, der momentan mit Lamb Of God durch die Staaten tourt, und verpasst PRONG einige Groove-Pluspunkte. Smarter, rockiger, mehr Swing, mehr Studiotempo. So lässt mich der Opener „Ultimate Authority“ gleich ungewollt in Bewegung kommen. Du musst, denn der Groove ist unwiderstehlich und unmittelbar vorhanden. Lass Dich also treiben. „For Dear Life“ und „Beg To Differ“ folgen. Besser kann es eigentlich schon nicht mehr werden. Findet Metal Blade-Reissi neben mir ebenso und meine Stimme wird auch schon rauer. „You make the right moves, I beg to differ. Rather be a fool and see things clearer.” Es gibt Songs, die altern keinen Millimeter und so geht es Schlag auf Schlag weiter, denn hier wird ein Feuerwerk aus Klassikern und aktuellen Tracks abgebrannt: „Another Wordly Device“, „Rude Awakening“, „Whose Fist Is This Anyway”, „Revenge...Best Served Cold”, „Unconditional”, „Power Of The Damager, “Divide And Conquer”, “Prove You Wrong”, „Snap Your Fingers, Snap Your Neck"…dieser Wahnsinn führt nicht nur dazu, dass ich wider Erwarten den gesamten Gig vor Tommy Victors Mikroständer stehend headbange, sondern dass Kumpel Macke beim letztgenannten Song die Bühne als einziger Diver des Abends entert und formvollendet verlässt. No standing, just diving.

Basser Jason Christopher wirkt wie immer latent neben der Spur und dabei ultracool. Einmal mehr erinnert er an eine abgefuckte, aber tapsige Version von Brad Pitt als Serienkiller im 93er-Roadmovie „Kalifornia“. Ergo: Band regiert, Setlist regiert, 100 Minuten Vollgas und die rund 150 Besucher im ’Rockpalast’ danken diesem Dienst am Fan mit zuckendem Enthusiasmus. Tommy Victor gebührt jedenfalls Dank für eine der besten Clubshows des Jahres. Anfang der 90er waren PRONG auf den Bühnenbrettern wohl Industrial-lastiger und maschineller wirkend unterwegs, besser und mitreißender als an diesem Abend waren sie in dieser Blütephase aber auch nicht. Und DAS ist nach so vielen Jahren ein wahrlich großes Kompliment.
Christoph Lücker - Pics: Christoph Lücker


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