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obliveon :: HOUND

HOUND

SETTLE YOUR SCORES (63:07 min.)

METALVILLE / ROUGH TRADE
Es knarzt die Hammond, es lockt der Bluesrock, es groovt im Musenhain. Natürlich, die 70ies haben mal wieder eine Band zum Musizieren animiert, und diesmal weht die Schlagbuxe im schönen Niedersachsen. Hound verbinden einen zupackenden Gitarrenansatz (sehr hardrockig, mitunter gar metallisch anmutend – "The Perilous Realm") mit dem hysterischen Sex-Appeal von Rival Sons-Röhre Jay Buchanan ("Thoughts & Prayers" oder "Flesh & Bone") und dem Kauzfaktor von The Answers Cormac Neeson (Sänger Wanja Neite klingt in etwa wie eine Mischung aus beiden). Nach zwei EPs segelt nun der erste Longplayer im Stile eines entfesselten Kroos-Freistoßes durch die Republik, und das durchaus mit einigem Rückenwind, wenn auch noch etwas orientierungslos. Was an Hound gefällt ist der von der ersten Sekunde hörbare Wille, trotz aller Vorbilder eigene Klangfarben zu kreieren. Unkonventionelle, um die Ecke gedachte Riffs wie jenes von "Jim Vance" werden mit schrägen Orgelsounds verknüpft, von den saftigen Grooves jedoch stets zusammengehalten. Allerdings stoßen sich die Pole ‒ die kraftstrotzende Instrumentalität und Neites zerbrechliches Organ – nicht selten noch etwas zu sehr ab, der geschmeidige Beischlaf findet eher in ruhigerem Material der Sorte "Cursed Place" statt. Zudem hätte man die Spielzeit deutlich straffen (weg z. B. mit "The Poacher" oder "Grit") und dabei, wie bei Newcomern eben so üblich, auch an den Arrangements zurren dürfen. Zudem fehlen die absolut zündenden Hooks. So bleibt unterm Strich ein sympathisches Debut mit viel Verve und Drive, jedoch ohne die rechte songschreiberische Klasse. Ein fähiger Produzent könnte hier in Zukunft das vorhandene Potenzial einfangen helfen. Durchwachsenes Album mit Tendenz nach oben.
6/10 - PM.


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