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ARCHITECTS OF CHAOZ: LISTENING-SESSION
Wie schon zur Präsentation des Debüts „The League Of Shadows“ luden die Architects Of Chaoz die Pressemeute ins Gernhart-Studio von Martin Buchwalter nach Troisdorf, in dem auch das neue Album mit dem vielversprechenden Titel „(R)evolution“ aufgenommen wurde. Nach der Möglichkeit einer kleinen Stärkung und des Smalltalks der untereinander zu großen Teilen bekannten Meute, ging es dann in die Studioräumlichkeiten, direkt vor zwei gut tönende Boxen.

Sicherlich bin ich beim Thema Architects Of Chaoz nicht wirklich objektiv, ist doch bekannt, dass Basser Gonzo sowohl Chefredakteur unseres Fanzines als auch mein Bruder ist. Aber egal, Emotionen, egal in welcher Hinsicht, gehören definitiv zu unserer Mucke und das absolute Fan-sein ebenso.

Bevor es zu den ersten Höreindrücken kam, ließen sich Titta und Joey entschuldigen. Titta hatte den Abend vorher einen Auftritt in Italien und bekam keinen passenden Flug mehr und Joey hatte einen Trauerfall in der Familie. Zudem betonte Dom zur Einleitung nochmals, dass man sich einvernehmlich, aus gesundheitlichen Gründen, von Paul DiAnno, der auf dem Debüt für die Vocals zuständig war, getrennt habe und Paul auch nach der Trennung mit Geldern aus den T-Shirt-Verkäufen unterstützte. Die später nach außen getragenen Differenzen sind definitiv nicht der Band anzulasten. Der Rest der Band begrüßte die Presse-Meute dann aber zum Wichtigsten am heutigen Nachmittag: der Mucke von „(R)evolution“.
Los geht´s mit dem fetten Opener „Rise“, ein fetter Midtempo-Banger mit Stakkato-Riffing bzw. ein recht straighter Track mit Headbanging-Faktor und somit ein idealer Einstieg. Was sofort auffällt, ist der coole, fette Drum-Sound, der dem Song mächtig Power verleiht. Auch der neue Sänger Titta Tani zeigt hier seine Variabilität und beweist sofort, wie gut er sich in die Band integriert. Auffällig sind auch die geilen, melodischen Gitarren des Duos Andy und Joey.
Weiter geht es mit „Dead Again“, welches live auch schon auf dem ´Rock In Schroth´ seinen Einstand gab. Hier geht es nach einem kurzen, aber fetten Drum-Einstieg in einen coolen Midtempo-Part mit ordentlich Groove. Melodische Gitarren und melodische Vocals im eingängigen Refrain ergänzen sich hier super und werden durch mehrstimmige Shouts ergänzt. Metti von Perzonal War bringt sich gesangstechnisch auch noch mit ein.
„Hitman“, ebenfalls schon mal live aufgeführt, ist der nächste Track. Ein fetter, straighter Banger, der die Nackenmuskulatur zum Zucken bringt und mit melodischen Vocalparts und harmonischem Riffing glänzt, ohne die nötige Aggressivität vermissen zu lassen.
Das folgende „A Moment Of Clarity“ ist dann das genaue Gegenteil. Ein langsamer, ruhiger Songaufbau sorgt hier für die nötige Dynamik. Der Track ist eher düster und schleppend, sorgt aber für enorme Abwechslung und zeigt die Wandlungsfähigkeit und das Spektrum der Architects. Auffällig sind auch die melancholischen Vocals.


"All Play Dead“ geht dann wieder mehr ab. Der Track beginnt als fetter Banger und wechselt dann mit einem ordentlichen Tempoanzug. Purer Heavy Metal mit geilen Gang-Shouts im Refrain, die man in kürzester Zeit verinnerlicht und mitbrüllt.
Das folgende „Century Of Cancer“ ist ein schwer groovender Midtempo-Kracher. Die Nummer ist recht eingängig gehalten und variiert die Stimmung mit ihren verhaltenen Parts, die wieder für eine schöne Dynamik innerhalb des Songs sorgen. Schöne Gitarrenarbeit.
„Into The Fire“ beginnt mit einem geilen Drum-Stakkato, das durch einsetzendes Riffing ergänzt wird. Ein straighter, schnellerer Banger, der durch Tempowechsel in etwas verhaltene Parts aufgelockert wird.
Wer dann Bock hat auf einen knalligen Stampfer, der ist bei „Hollow Years“ genau richtig und kann sein hoffentlich noch vorhandenes Haupthaar einmal kräftig durchschütteln. Wieder einmal wird durch Tempovariationen für Abwechslung gesorgt. Cooler mehrstimmiger, melodischer Gesang.
„Pressure“ ist mein persönlicher Lieblingstrack des Albums und der legitime Nachfolger von „Horsemen“ vom Debüt. Ein straighter, knackiger Banger, der so richtig zum Mitgrölen einlädt und zusammen mit dem erwähnten „Horsemen“ die besten Maiden-Tracks seit ewigen Zeiten darstellt; und das obwohl sie nicht von Maiden sind. Fetter Refrain und geile Gitarren übrigens.
Das anschließende „Farewell“ bietet einen Kontrapunkt. Nach einem schönen Drum-Einstieg gibt’s hier einen leicht schleppenden Stampfer mit ordentlich Groove; auch hier wieder mit coolen mehrstimmigen Shouts.
„No Way Out“ ist ein schneller Kracher mit einem coolen Chorus und echt geilen, melodischen Gitarrenleads. Schmier von Destruction, der den Jungs von Architects Of Chaoz auch Titta als Sänger empfohlen hat, singt hier eine zweite Leadstimme.
Track Nummer zwölf, „Bloodrain Falls“, ist ein recht moderner Song und schließt fast die Lücke zur leider nicht mehr existenten Vorläufer-Band re-Vision. Cooles Stakkato-Riffing und ein ebensolcher Ausklang.
Der Rauswerfer „The Pulse Of The Sun“ ist, wie von Drummer Dom auch im Studio angekündigt, ein recht melancholischer und düsterer Ausklang der Scheibe, aber keinen Deut weniger interessant. Wer die musikalischen Vorlieben von Basser Gonzo kennt, dürfte nicht sooo überrascht sein, klingt hier doch auch unter anderem die dunkle, melancholische Seite von Nevermore durch.

Das war’s, dreizehn Tracks hinterlassen eine durchweg begeisterte und beeindruckte Hörerschaft. Die Architects haben im Vergleich zum Erstling noch mal ´ne Schüppe drauf gepackt, haben einen coolen Sänger und sind laut Dom bereit zu weiteren Schandtaten. Definitiv jetzt schon ein Highlight des Jahres 2018, dessen Erscheinungsdatum (25.05.2018) fett auf dem Einkaufszettel begeisterter Metalheads stehen sollte. Be prepared!
http://www.architectsofchaoz.de
LL.


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