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obliveon :: SPIRIT ADRIFT

SPIRIT ADRIFT

CURSE OF CONCEPTION (46:47 min.)

20 BUCK SPIN / SOULFOOD
Man muss so ein Intro, das sich an "Master Of Puppets" (oder meinetwegen auch "The Hellion") anlehnt, ja auch erst mal hinkriegen, ohne peinlich zu klingen. Wenn man daran wie selbstverständlich ein von "The Skull" geklautes Riff anschließt, hat man eigentlich schon gewonnen. Und tatsächlich ist "Curse Of Conception" offenbar gerade aufgrund der etwas gewagten bildlichen Abwendung von der schwarz-weiß Ästhetik der ersten beiden VÖs hin zum bunten Kitsch der eigentlichen Metal-Schule (Joe Petagno hat sich nicht eben selbst übertroffen) ein Superalbum geworden. Nathan Garrett, Herz und Seele dieses Projekts (eine echte Band kann ich leider noch nicht ausmachen), hat sich mal wieder die echten Klassiker des Metal einverleibt und ein entsprechendes Manifest herausgehauen, bis der Einfluss-Detektor Anschlag meldet. Neben den genannten Bands sind dies (selbstredend) Black Sabbath über klassischen US Power Metal (die Gitarren-Harmonien sind hier teilweise überirdisch geil – Titeltrack!) und Celtic Frost ("uh", you know...) bis hin zur hardcorigen Crowbar-Schule ("Onward, Inward"), und in dieser Schnittmenge haut der Mann nach den eher esoterischen Vorgängern unvermittelt ein klassisches Doom METAL-Manifest der Extraklasse heraus, welches auch durch keinerlei Kritik an dem halligen (aber packenden!) Gesang angefochten wird. Doom darf (anti-Dio)Kauz, jawoll – zumal der Cliff Burton-Arzt hier das Rezept verschrieben hat! Die (angenehm bürstig produzierten) Riffs sind allesamt allererste Sahne (das Ding walzt mich in der Tat derart platt, dass ich vollkommen hin und absolut hinweg bin!), die Dynamik ist wunderbar und dennoch emotional überzeugend (hört Euch mal das unorthodox-durchdachte Break in "Starless Age" an – ich geh kaputt!), und die neue Epic-Schule im Stile Visigoths geht auch ("Graveside Invocation" – schon wieder diese Harmonien, da macht Papa sich auch bei "Spectral Savior" in die Hose, ohne sich zu schämen!!). Garrett drückt einfach immer genau auf den richtigen Knopf, der jeden echten Doomfan zur Raserei bringt: neben zupackendem Gedöns steht hier die entblößte menschliche Seele, die Tränendrüse im Vordergrund. Allein wegen dieser unbekümmerten Chuzpe ab sofort neben (oder gar vor?) Khemmis und Pallbearer the hottest shit in American Doom Metal. Ein Weltklassealbum, in dessen Verlauf das Klischee immer mehr zur Kunstform erhoben wird! Und all das mit der besten (da jenseits aller technischen Perfektion unbekümmertsten) Gitarrenarbeit seit langer Zeit... Oder schlicht: Doom in Vollendung, und zwar trotz aller Reminiszenzen ohne jede Anbiederung. Live will ich dieses Zeug ganz schnell auf deutschen Bühnen sehen. Der Underground wird wie so oft staunen und es nicht raffen...
9,5/10 - PM.


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