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obliveon :: ONIRIC

ONIRIC
Nonkonformes Spektakel
Die Verbindung von Kabaret und gotisch-düsteren Klängen erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Die exponiertesten Vertreter dieser Kombination sind fraglos die Dresden Dolls und – mit Abstrichen - Cinema Strange. Aus Italien kommt mit Oniric nun eine weitere Formation hinzu, die sich dieser faszinierenden Symbiose verschrieben hat und mit „Cabaret Syndrome“ gerade ihr Debüt vorlegt. Bei Oniric addieren sich zudem noch Folkeinflüsse hinzu, so dass wir uns genötigt sahen bei den Italienern einmal nachzufragen, wie die Band entstand und warum sie sich gerade für diese Kombination verschiedener Kunstrichtungen entschieden hat.
>> Danke, dass ihr die Zeit mit uns verbringt und für uns ist es ein Vergnügen! Wir sind einfach nur Freunde mit der gleichen Leidenschaft. Wir haben uns nie getroffen, um eine Band zu gründen. Wir haben einfach nur Zeit mit unseren Instrumenten in einem Raum miteinander verbracht. Wir haben Demos veröffentlicht, in den ganzen Jahren vor der ersten offiziellen Veröffentlichung. Glücklicherweise haben diese Demos uns ermöglicht, jetzt das Debüt “Cabaret Syndrome” zu machen! <<

Könnt ihr uns ein wenig über das Konzept hinter Oniric erzählen, dass aus der Masse der Düsterbands schon durch Originalität und einen markanten Sound heraus sticht?

>> Wir versuchen Oniric von jedwedem Standard fernzuhalten. Wir bevorzugen es, nicht darüber nachzudenken, was unsere Musik denn nun ist. Wir haben einfach nur eine persönliche Meßlatte für unser Verständnis, ob die Musik “Oniric” ist oder nicht. Vielleicht ist es das, was es so besonders macht. <<

Das Gothic-Genre deckt ja eine weite Spannbreite an Musik ab. Wie würdet ihr euch mit drei einfachen Worten beschreiben?

>> Musik-zentriertes Leben. <<

Was bedeutet der Titel “Cabaret Syndrome”?

>> Der Titel ist ein Tribut an die Kabarett-Welt mit ihren Bühnen und Backstages. Wir beziehen uns da im Besonderen auf die Formen des Kabarett im frühen 20. Jahrhundert, vor allem das Französische Kabarett, das charakteristischer und lauter war. Die Bezeichnung “Syndrom” soll eine verausgebende, krankhafte Form anzeigen, eine Abhängigkeit von dieser Art intellektueller und nonkonformer Spektakel, eine leidenschaftslose künstlerische Tendenz zu einem Außenseiter-Lebensstil. <<

Was sind die Hauptinhalte der Stücke? Gibt es eine Art Gesamtkonzept oder ist das eine lose Sammlung von Liedern?

>> Die Lieder ins fast spontane und vorübergehende Wahrnehmungen und sind sehr unterschiedlich von Song zu Song, weil sie sich auf sehr verschiedene Momente unseres Lebens beziehen. <<

Was könnt ihr uns über den Song “Blessing” verraten?

>> Wir können nur sagen, dass wir jedes Mal wieder “Blessing” als eines der besten Beispiele für eine Natürlichkeit in der Komposition denken: Es entstand in weniger als zehn Minuten und es ist ein Meisterwerk! <<
Wie sieht denn euer Portrait von Ophelia aus? Besteht eine Verbindung zu Hamlet? Wenn ja, in welcher Hinsicht?

>> Ja, es besteht da eine Verbindung, insbesondere zu John Millais’ Ölgemälde. Wir haben uns dieses Bild nur bewegt vorgestellt und einen Soundtrack dazu geschrieben. <<

Was glaubt ihr, ist der Zweck oder die Bestimmung eines Musikers in der heutigen Zeit und Gesellschaft?

>> Das ist nicht einfach zu sagen, aber es ist nicht einfach heutzutage Musiker zu sein. Der einzige Zweck ist, unsere Eindrücke und Wahrnehmungen mit aufregenden Noten zu untermalen. <<

Ihr spielt eine Menge Instrumente – seid ihr Vollzeitmusiker und Multiinstrumentalisten oder was ist Euer Background?

>> Wir sind keine Profis, wir haben leider andere Jobs. Wir sind Studenten und Arbeiter. <<

Welche Musik hört ihr denn privat so an?

>> Wir würden uns als “tägliche Musikjäger” bezeichnen. Wir suchen immer nach etwas, das unsere Seelen befriedigt, neben unseren Ohren. So nehmen wir oft angestaubte Musik zur Hand, die uns an unsere Kindheit erinnert, damit wir längst vergangene Zeiten wieder aufleben lassen können. Daneben hören wir aber auch eine Menge neuer Musik ohne irgendwelche Stilbeschränkungen. <<

Plant ihr auch Live-Auftritte mit dem Album “Cabaret Syndrome”?

>> Natürlich! Es ist immer aufregend live zu spielen, jedes Mal wieder so, als wäre es das erste Mal! <<

Wie sehen eure Zukunftspläne aus?

>> Nun, derzeit planen wir grade unsere nächsten Auftritte für das Album. Dann werden wir wieder Material sammeln für ein neues Album. <<

Und die letzte Frage an euch: Was wollt ihr den Leuten mit auf den Weg geben? Habt ihr so etwas wie ein Credo oder etwas, worauf ihr die Menschen aufmerksam machen wollt?

>> Vielleicht morgen… werde ich euch in die Augen sehen können! Nostalgische Grüsse an alle Leser. <<
http://www.oniricband.org
Leo von Leibnitz (www.promofabrik.de)


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