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obliveon :: WERKRAUM

WERKRAUM
Liebeserklärung an die Musik
„Early Love Music“, das neue Album Werkraums, ist musikalisch nicht nur ein Album, dass der (Neo)Folkszene neue musikalische Wege aufzeigt, indem es sich durch die überlieferten Melodien und Texte auf althergebrachte Traditionen besinnt, sondern vor allem das Gemeinschaftsprodukt eine Reihe absolut fantastischer Musiker. Neben Axel Frank haben Nicholas Tesluk und Robert Taylor (beide CHANGES), Chris und Nick Nedzynski (LADY MORPHIA), Herr Wind und Max Percht (beide STURMPECHT) sowie die fantastische Sängerin Antje Hoppenrath dazu beigetragen, dass „Early Love Music“ über alle Ländergrenzen eine musikalisch universelle Sprache spricht, und dies mit soviel Hingabe und soviel Begeisterung, dass dieses Werk nur jedem Liebhaber folkloristischer Klänge ans Herz gelegt werden muss. Gemeinsam mit Axel Frank, dem kreativen Kopf WERKRAUMS widemten wir uns zunächst der Frage, wie der Kontakt zu all den Musikern zustande kam und sich die Zusammenarbeit aufgrund der zum Teil grossen räumlichen Distanz überhaupt gestaltet.
>> Meine Sängerin Antje kenne ich schon ein halbe Ewigkeit. Sie gehört fast zur Familie, unsere Kinder sind eine Zeitlang quasi miteinander aufgewachsen. Sie hatte schon professionelle Gesangserfahrung, bevor ich überhaupt an musikalische Aktivitäten meinerseits in der jetzigen Form denken konnte. LADY MORPHIA und WERKRAUM waren anfangs zusammen auf einigen Compilations vertreten. Wenn, retrospektiv gesehen, aus diesen Releases wenigstens etwas Positives hervorging, dann ist es unsere Freundschaft, die irgendwann auch auf die Musik zurückgewirkt hat. Nicholas Tesluk und Robert Taylor habe ich etwas später in Deutschland getroffen. Ich war damals Co-Organisator der Flammenzauber-Festivalreihe. Wir hatten CHANGES für ein Konzert eingeladen und nebenher gab es dort schöne private Momente, lange Fahrten durch Thüringen und viele Gespräche. Seitdem besteht ein enger Kontakt. Ich habe selten so rührende und nette Menschen getroffen.
Na, und die STURMPERCHTs – seit ich 2005, zunächst als Livemusiker bei ihnen eingestiegen bin, haben die mich assimiliert und dafür waren sie mir etwas schuldig ... na ja, nicht wirklich. Ich spiele ja dort sehr gern die Gitarren und lauter Zeug. Die Arbeit mit ihnen bedeutet mir viel. Und so habe ich mir gewünscht, sie auch in WERKRAUMs Musik integrieren zu können. Unsere Lieder entstehen direkt am „heimischen Herd“ oder über den Ozean hinweg. So verhielt es sich schon mit der „Kristalle“-EP und so war es bei der „Early Love Music“ auch. Es werden Ideen ausgetauscht, Arrangements hin- und hergesandt, entweder bei mir oder jeweils vor Ort aufgenommen und teils schon vorgemischt. <<


In wie weit können sich die Musiker selbst einbringen, sowohl in Bezug auf die Kompositionen wie auch in Bezug auf das Einspielen ihrer Parts?

>> Die Mitmusiker sollen, sie müssen sich sogar in die Kompositionen einbringen. Was hätte es sonst für einen Sinn? Beim neuen Album ist über die Hälfte der Stücke eine wirkliche Gemeinschaftsarbeit. Wir haben quasi als „Band“ funktioniert. „Sanctiy and Steel“ z.B., einer der „ersten“ Songs“ überhaupt, der zum Album entstand, haben Nick und ich hier in Berlin geschrieben und auch gleich die Basics aufgenommen. Anderes kam dann später hinzu. Bei den meisten Stücken hat das so funktioniert. Die gegenseitige musikalische (Zu)Arbeit ist immer etwas sensibles und ich versuche jedem aus dem „Kollektiv“ sein unverkennbares Gewicht zu geben bzw. zu erhalten. Gleichzeitig bleibt es aber immer WERKRAUM. Darum liegen die abschließenden Arrangements meist auch in meiner Hand. <<

Wie wichtig sind diese Kollaborationen für das Konzept und die Musik von Werkraum? Was nimmst du für dich persönlich mit aus diesen Kollaborationen?

>> Es sind wesentlich mehr als nur „Kollaborationen“. Es ist ein kleines multikulturelles Projekt persönlicher Verbindungen, wenn Du so willst. In dieser Offenheit erhält die Musik erst ihren Charakter und Charme. Das gilt generell, und so suche ich nicht mal eben jemanden, der gerade, und sei es der Publicity oder des Werbeeffekts halber, von Nutzen wäre. Es gehört Vertrauen dazu und Kenntnis voneinander. Es liegt etwas Alchimistisches darin ... Außerdem ist z.B. Antjes Stimme unverzichtbar für meine Lieder. Mit Nick (LADY MORPHIA) zusammen bildet sie im Grunde den „Stamm“ WERKRAUMs, seitdem ich Ende der Neunziger, nach dem Bruch mit meinem damaligen Line-up, mit ernsthafteren Ambitionen ganz von vorn begonnen habe. <<
Wie siehst du selbst die musikalische Entwicklung Werkraums, vor allem dann, wenn man z.B. „Kristalle“ und „Early Love Music“ miteinander vergleicht.

>> Dass wir uns hörbar entwickeln, hat sicherlich mit meinem Verständnis von Musik generell sowie der Hinwendung zu mehr und mehr traditionellen Liedern zu tun. Ich glaube zudem nur noch an Musik, die einen „inneren“, nennen wir es spirituellen, aber auch „äußeren“, sichtbaren Weg abbildet. Während „Unsere Feuer brennen!“ zumindest schon den inneren absteckte, empfinde ich die „Kristalle“ als einen Schritt auf dem sichtbaren Weg. Die „Early Love Music“ schließlich ist der Beginn eines radikalen Bekenntnisses. Bestimmte progressivere Elemente, z.B. elektrische Gitarren, waren WERKRAUM außerdem noch nie fremd. Am neuen Album aber ist die konzentriertere Umsetzung und die Rückbesinnung auf eine bewusste Positionierung vielleicht der wesentliche Punkt. <<

Was verbindest du mit dem Begriff der „Early Love Music“, vor allem auch im Hinblick auf die Verbindung zwischen dem Titel des Albums und den verwendeten Fremdtexten? Haben die Gastmusiker einen Einfluss auf die Wahl der Texte?

>> “Early Love Music” ist der Slogan zur Musik und das “Bekenntnis”, von dem ich weiter oben sprach. Zunächst war es eine etwas saloppe Entlehnung vom Begriff der Alten Musik. Renaissance und Barockeinflüsse im frühen Folk, ich denke nur an das Paradebeispiel von Shirley und Dolly Collins mit David Munrow und dessen Early Music Consort auf der “Anthems in Eden” oder “Amaranth”, sind natürlich nicht neu und somit auch nicht an mir spurlos vorrübergegangen. Die Idee zu einer eigenen “Love Music“ entstand, als ich gemerkt habe, welche meiner Leidenschaften und Musen am stärksten auf die eigene Arbeit wirken. So war die “Early Love Music” geboren, die dasjenige bündelt, was man liebt und geliebt hat. Sie handelt von der ersten Liebe und den letzten Dingen, den frühen Erinnerungen und den dunklen Ahnungen. In dieser Form spiegeln das auch die Texte auf dem Album wieder. Sie rufen die “Memorabilia in Mind” auf, ein Begriff, der zuerst von Mark Andrews und Nicholas Tesluk in einem Interview von PHASE II in den späten siebziger Jahren verwendet wurde. Ich finde ihn sehr bewahrenswert. Und ja, die Mitmusiker hatten hier natürlich ihren Einfluss, vor allem, wenn doch einige Texte aus ihrer Feder stammen. <<

Worin liegt dieser lange Zeitraum zwischen den Veröffentlichungen von „Kristalle“ und „Early Love Music“ begründet?

>> Wenn man bedenkt, dass „die Kristalle“ im Spätherbst 2005 herauskamen, aber erst Anfang 2006 so richtig wahrgenommen wurden, haben wir schon mal etwas Zeit gespart ... Hinzu kommt, dass ich in der Zwischenzeit musikalisch vielerorts aktiv war. STURMPERCHTs „Geister im Waldgebirg“, die zwischendrin erschien, und deren Entstehen und Umsetzung ich zu großen Teilen mit viel Herzblut und Engagement mitgetragen habe, hat als vollwertiges Album viel Zeit beansprucht. Auch standen familiäre Verpflichtungen an, kurz, es brauchte schlicht seine Zeit. Manches war auch noch nicht reif. Ich denke, der Zeitpunkt war jetzt genau der richtige, auch wenn ich nie zufrieden bin. Aber das ist ein grundsätzliches Problem bei mir, von dem Max (Steinklang) sicher ein Lied singen kann ... <<

Du hast für das Album ein sehr psychedelisch anmutendes Artwork gewählt. In wie weit spielen Einflüsse des Psychedelic Rock für dich und Werkraum eine Rolle?

>> Die Marke „Psychedelic“ erscheint mir heute fast schon wieder zu abgegriffen. Beinahe jeder halbwegs ‚bewussteinserweiterte’ Musiker, der sich im Trend sieht, ordnet sich da viel zu schnell und gern ein. Gaz Cobain von FSOL hat das kürzlich schon treffend angemerkt, wo er doch selbst in dieser Sparte schon sehr aktiv ist. Dennoch existiert eigentlich kein treffenderes Wort ... Jedenfalls bin ich noch unsicher, ob die Einflüsse, die Du ansprichst, bei uns wirklich so stark sind. Die „Early Love Music“ hat etwas (wieder) zum Vorschein gebracht, was mich seit jeher beeinflusst hat, sei es durch meine Mutter oder meine Großeltern, später die alpinen Reisen. Das ist gar nicht ausschließlich diese Prog-/Psychedelic-Schiene. Viel Alte Musik ist darunter, oder die frühen CLANNAD oder OSSIAN usw. Das Artwork entstand erst kurz vor der Fertigstellung des Albums. Es unterstreicht das exotisch-phantasiehafte hinter der Musik, bewusst auch auf ganz naive, träumerische Weise. Einen schönen Zusammenhang lieferte auch Roberts Vers „South of our Hearts, West of our Souls .::“, der wie ein metaphorischer Kompass zu „East of the Sun, West of the Moon“ wirkt, dem Märchen, aus dem das Titelbild stammt. <<
Du verwendest auf „Early Love Music“ ausschliesslich Fremdtexte, zum Teil aus der klassischen Literatur, zum Teil traditionellen Ursprungs. Warum verwendest du keine eigenen Texte?

>> Das brachte einfach die Auswahl der Lieder mit sich. Außerdem reizt es mich immer, mit solchen frühen und bereits bestehenden Texten zu arbeiten. Bei manchen Liedern ging es auch darum, sie erstmals mit Musik zu verbinden. Das Tagelied Dietmars (Slâfest du, vriedel ziere?) ist so ein Beispiel. Es lag mir schon seit langem am Herzen, und ich glaube, es existierte bis dato kaum eine bekannte Bearbeitung. Bei anderen, „berühmteren“ Versen war das entscheidende, dass sie einfach wunderbar zum Thema passten. Ich wollte und musste hier gar nicht noch etwas hinzudichten. <<

Beinhaltet „Early Love Music“ ein durchgängiges Konzept, oder ist das Album viel mehr eine Ansammlung einzelner Songs. Wie stehst du einer musikalisch wie lyrisch inhaltlichen konzeptionellen Arbeit gegenüber?

>> Nein, ein durchgängiges Konzept würde ich nicht sagen. Es sollten Lieder sein, die unterschiedliche Leidenschaften und Sehnsüchte widerspiegeln. Es war vielmehr eine Idee, eine Ahnung, wie „Early Love Music“ klingen könnte. Stichworte dazu sind u.a. besagtes „Slâfest du, vriedel ziere?“ oder „Der Schmied“ für die ganz junge, teils gesellschaftlich inakzeptable Liebe, „Santy Ano“ als Lied der Heim,- Fern-, und Glückssuche, „Die rechte Braut“ für die Treue, „The Smiling of the Rose“ für den Glauben, die Kindesliebe im „Song for Erik“ usw. Überhaupt spielt Kindheit mit ihren selbstverständlichen Wundern und Abenteuern eine große Rolle, als Metapher wie auch ganz konkret. Wirklich streng konzeptionelle musikalische Arbeiten empfinde ich meist als ziemlich anstrengend, sowohl in der Umsetzung als auch beim Hören. <<

Gibt es darüber hinaus auf „Early Love Music“ so etwas wie einen Schlüsselsong oder ein Stück, das dir besonders viel bedeutet und klar im Zentrum des Albums steht.

>> Ja, gibt es, wobei es auch zwei sein könnten. Es ist der„Song for Erik“ und das bereits erwähnte Tagelied. Zu letzterem müsste man wahrscheinlich noch einiges historisch relevantes zu Poetik, Entstehungsrahmen, Symbolen etc. anfügen. Ich beschränke mich jetzt aber nur auf das Unmittelbare der „erzählten Geschichte“, den herannahenden Morgen (das sprichwörtliche „early“), der die heimlichen Liebenden wieder trennt. Rührender und klarer ist das kaum jemals in alter Dichtung ausgedrückt worden. Es gibt keinen traurigeren Moment als diesen, wenn in den Versen Zeit und Ort zurückkehren, die für einen Augenblick überwunden schienen. Das andere Lied besitzt einen sehr persönlichen Hintergrund und erzählt von einer Vater-Sohn Beziehung. Beide Stücke bezeichnen vielleicht die beiden Kernpunkte menschlicher Liebe. <<

Würdest Du mit Werkraum auch politische und soziale Themen in den Texten aufgreifen? Sollten Musiker sich überhaupt politisch oder sozial durch ihre Kunst äussern und engagieren?

>> Das ist schwer zu beantworten. Aber was spricht dagegen? Grundsätzlich denke ich schon, dass Kunst bzw. Musik einen politischen oder sozialkritischen Aspekt besitzt und einen Standpunkt vertreten kann, wenn man es darauf anlegt. Das steht jedem natürlich völlig frei. Aber manchmal versteckt man sich leider allzu leichten Herzens im eigenen romantischen Kunstkosmos. Für mich heisst das, wenn es etwas in der einen oder anderen Form zu sagen gibt, dann werde ich dies auch tun. Jeder muss das aber für sich selbst entscheiden. <<
Du bist Multiinstrumentalist und spielst eine Vielzahl unterschiedlichster Instrumente. Bist du Autodidakt, oder nimmst du jeweils entsprechend Unterricht?

>> Ich bin weitestgehend Autodidakt und nehme so gut wie gar keinen Unterricht. <<

Bist du hauptberuflich Musiker, oder woher nimmst du all die Zeit für die unterschiedlichen Kollaborationen und Projekte, an denen du mitwirkst. Sei es STURMPERCHT, oder auch LADY MORPHIA, um nur einige zu nennen.

>> Hauptberuflicher Musiker ... herrliche Idee... Aber leider eine Illusion. Bis es soweit ist, muss ich wohl noch ein wenig irdischen Tätigkeiten nachgehen. Immerhin habe ich auch Familie. Sagen wir, ich bin „nebenberuflich“ Musiker, ansonsten war es mir, zugegeben, bisher erlaubt, einigermaßen flexibel zu bleiben. Ich würde aber liebend gern viel mehr Zeit in die Musik investieren. <<

Ich bin mir momentan keines Live-Auftrittes von Euch Werkraum bewusst. Würdest du daher sagen, dass der Fokus Werkraums auf der Studioarbeit liegt?

>> Nein, eigentlich nicht. Ich finde live zu spielen schon toll. Mit WERKRAUM bin ich früher auch aufgetreten, und mit anderen Bands zur Zeit ja auch hier und da unterwegs. Aber für den momentanen Musikerstamm, zumindest der, der auf den Alben agiert, ist das aufgrund der persönlichen Entfernungen leider etwas schwer mit effektiven Proben für ein Konzert. Aber ich bin zuversichtlich, das sich dies ändern wird. Ich habe große Lust, die Bühne auch wieder mit WERKRAUM zu betreten. <<

Siehst Du einen Zusammenhang zwischen Werkraum und der Neofolkszene, dies vor allem vor dem Hintergrund, dass einige der Gastmusiker wie z.b. CHANGES, STURMPERCHT oder LADY MORPHIA ja dieser Szene zugerechnet werden. Zudem hast Du mit THAGLASZ. Coldspring und Ahnstern auf Labels veröffentlicht, die hier ebenfalls Teil des Neofolk-Netzwerks sind.

>> Natürlich gibt es diesen Zusammenhang. Du sprichst die Labels an. Bisher stammt auch ein Teil unserer Hörer aus dieser Szene. Allerdings nicht nur. Die Frage ist freilich, wo die Grenzen eines solchen Netzwerkes beginnen oder enden. Es hängt auch davon ab, wie sehr sich jeder Einzelne dort selbst verortet sieht. Dazu kann ich wenig sagen. Das gilt ebenso für die Mitmusiker. Ich selbst verstehe WERKRAUM stilistisch allerdings so ziemlich jenseits der ganzen Szene-Codes; und sowohl kulturell als auch musikalisch interessieren mich andere Dinge. <<

Denkst Du, dass es einer Band als Nachteil ausgelegt werden kann, wenn sie sich offen zu dieser Szene bekennt?

>> Das kann schon passieren. Aber wenn es um negative Publicity geht, waren da mitunter ein paar Leute von außen schneller, als die Bands selbst ... Bei manchen Leuten schlägt halt beim Wort „Neofolk“ gleich die Alarmglocke, andersrum fehlt es manchen Bands auch an kritischer Selbsthinterfragung. Das meine ich jetzt vor allem aber qualitativ-musikalisch. So kann man den nachteiligen Effekt ja auch sehen, wenn man ihn nicht immer auf politisch gefärbte Auseinandersetzungen um den Neofolk bezieht. Ich weiß nicht, ich möchte mich gern aus derartigen Diskussionen raushalten, da ich mich viel zu weit davon entfernt habe, um da irgendetwas einschätzen zu können. Letztlich muss wahrscheinlich jeder ernten, was er selbst gesät hat. Leg mir das jetzt aber nicht zu streng aus, bitte.... <<

Hast du schon mal über eine Wiederveröffentlichung der beiden Demo CDr’s nachgedacht?

>> Ja, in der Tat. Aber ich fürchte, es gäbe kein wirklich großes Interesse daran. Ich halte auch nicht viel davon, etwas (wieder) zu veröffentlichen, was sich eventuell nur aufgrund eines Namens dahinter verkaufen könnte. Vielleicht würden einige, die WERKRAUM heute mögen, für das alte Zeug Geld ausgeben, dann jedoch enttäuscht sein. Das wär doch für beide Seiten schade. Aber wer weiß, vielleicht käme es auch ganz anders. Ich bin da mit diesem Gedanken noch nicht ganz durch und müsste auch erstmal mit den ehemaligen Bandmitgliedern reden. <<

Siehst du für Neofolk auch die Möglichkeit visueller Arbeiten in Form von Videos?

>> Interessante Frage. Absolut. Das ist ein vernachlässigter Zweig, wie ich finde. Wenn es über Runen, dunkle Wälder und Soldatendokus hinausginge, könnte man wirklich sehr kreative Dinge anstellen. Ich mag so richtige Clips, keine Livemitschnitte, die Geschichten erzählen. Leider scheitert das bei uns an den finanziellen Mitteln. Wenn aber z.B. für WERKRAUM jemand eine schöne Idee und ein gutes Konzept dahinter hat, dann ist er oder sie herzlich willkommen. <<
http://www.werkraum.org
Michael Kuhlen


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