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obliveon :: EDENBRIDGE

EDENBRIDGE

MYEARTHDREAM (52:09 min.)

NAPALM / SPV
Mächtige, mit Nebel umwobene Berge, grüne, verträumte Wiesen... Regt die österreichische Landschaft nicht ungemein zu einem episch-bombastischen Symphonic Metal an? Genau den nämlich liefern Edenbridge ab, und die sind aus Österreich!
Von der Band gehört haben dürfte man das erste Mal anno 2000, als das Quartett das Debüt „Sunrise in Eden“ vorlegte und gleich im Anschluss mit Axxis und Pink Cream 69 durch die Gegend tourte. Spätestens mit dem hitverdächtigen „Shine“ sollten aber die Gourmets des Epic/Symphonic Metals auf den Geschmack gekommen sein! Nach einer Tour mit Angra folgte das 5.Studioalbum „The Grand Design“ und jetzt schiebt man Numero sechs hinterher, „MyEarthDream“. Inspirationsquelle war für Songwriter Lanvall diesmal nicht nur die österreichische Natur, sondern auch die Tatsache, dass nun ein echtes Orchester zur Verfügung stand: das Tschechische Film Orchester.
Mit dem kriegen wir es bereits im Intro zu tun: „The Force Within“ türmt sich von filigranen Flöten und verträumten Streichern auf zu einem Höhepunkt mit Pauken und Trompeten, dass man sich erst mal fragt, ob man sich nicht vielleicht in die Hintergrundmusik eines Tolkien-Films verirrt hat.
Dann brettern einem mit „Shadowplay“ saubere, rockige Gitarrenriffs um die Ohren, und man weiß: ja, Edenbridge sind am Werk!
Sofort wird klar: das Orchester wird komplett ausgenützt! Trotzdem büssen weder Klavier noch Gesang oder gar Gitarren und Drums etwas ein. In den härteren Parts fährt man Streicher & Co. vielleicht etwas zurück, aber an sich scheinen Edenbridge den Vorsatz gehabt zu haben: ALLES, und zwar in JEDEM Song! Also Bombast und Dramatik pur! Nightwish sehen fast schon alt dagegen aus!
Edenbridge packen in jeden Track ein sauberes Gitarrensolo, ein verspieltes Klavier, das komplette Orchester, Chor und Sabines erfrischende, satte Stimme.
Die Gitarren kommen mal schwungvoll daher wie in „Undying Devotion“, mal wird ein Brett nach dem anderen abgeliefert, alles in allem mit straighten, nicht zu rasanten Tempo.
Auch an Stimmungen gibt es eine breite Paillette. So schwanken einzelne Songs zwischen Melancholie, Verträumtheit, Verzweiflung und einem Hauch Mystik.
Catchige, vorwärtstreibende Refrains und ein monumentaler Chor sind weitere Merkmale von Edenbridge. Eingesungen wurden die Chorparts von Robby Valentine, so fragt man sich zu Recht, wo denn die Frauenstimmen sind. Zwar gibt es dann nicht soviel Bombast wie mit einem kompletten Chor, jedoch wird dem geschmackvollen Wechsel Sabine – Chor ein angenehmer Touch verliehen.
Kleine Ausnahme ist die zeitlose Ballade „Whale Rider“, hier wird´s etwas ruhiger angegangen. Eine bittersüßliche Melodie in den Flöten und im Klavier, dann die Antwort des ganzen Orchesters, schön melancholisch, bis die Stimmung verträumt und entspannt wird und Sabine nur mit einem vor sich hin perlendem Klavier begleitet wird. Romantik ohne Kitsch, fast filmmusik-mäßig. Schön!!!
So wirklich kurz ist kein Track (neben dem Intro ist „Remember Me“ mit 3:40 das kürzeste!), das Finale „MyEarthDream“ überfordert einen mit seinen 12 Minuten dann aber doch, selbst wenn es noch mal in sechs Parts unterteilt ist. Man wird nach einiger Zeit des Hörens müde, und das ist eigentlich schade, da die einzelnen Teile teilweise echt gelungen sind!
„MyEarthDream“ strotzt vor feurigen Energien und Power pur. Epik, Bombast und Dramatik sind die Eckpfeiler, an denen sich die Band orientiert. Teilweise erinnert das Album zwar doch sehr an „Shine“, aber warum ein Konzept ändern, wenn es doch echt genial ist? So enttäuschen Edenbridge niemanden, weder alte noch neue Fans!
Ach ja... Jippie! Edenbridge haben zu Napalm Records gewechselt! Nein, ich freu mich grad nicht über den super-erdigen Sound oder das echte Orchester, ich freu mich, dass ich meinen alten Freund nicht länger missen muss, die Stimme aus dem Off, die mich ständig daran erinnert, dass ich grad Edenbridge hör (Nein, wirklich?? Hätt ich echt vergessen!) und die CD ab Track 5 verschandelt. Wenigstens weiss ich jetzt, was „Tracks contain voice-overs“ heisst!
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