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Georg Hösler-Weiß Brauner Filz im schwarzen Schafspelz Die brauenen Schafe der schwarzen Szene :: DER COUCH REB ....

DER COUCH REBELL - Streifzüge durchs wahre Leben

FRANK SCHÄFER

HERDER

192 Seiten / € 14,99 EUR
Obschon Schwermetallern gerne die Lesekompetenz abgesprochen wird, versucht Frank Schäfer, der selbst Heavy-Metal-Fan und -Musiker ist, ein ums andere Mal, eben jene Zielgruppe mit seinen Veröffentlichungen anzusprechen. Bislang waren diese immer gebunden und leicht am konsensfähigen Lemmy-Cover erkennbar, während diesmal eine stilisierte Pommesgabel samt Hirschgeweih das Taschenbuch verzieren. Über Schäfers Gründe vom bekannten Corporate Design abzurücken, kann man nur spekulieren. Vielleicht verstehen sich seine letzten drei Bücher als abgeschlossene Trilogie, vielleicht ist es aber auch mit seinem Wechsel von Schwarzkopf & Schwarzkopf zum Herder Verlag zu erklären. "Majordeal, wa Fränk?!" mag man ihm plump vorhalten, zumal sein letztes Werk "Metal Antholögy" im Vergleich zu den beiden Vorgängern ziemlich abstank - ein Phänomen, das ja auch bei so mancher Metalkapelle direkt vor oder unmittelbar nach dem Wechsel von einem Independent- zu einem Major-Label zu beobachten ist. Glücklicherweise knüpft "Der Couch Rebell - Streifzüge durchs wahre Leben" eher an Schäfers Referenzwerk "111 Gründe, Heavy Metal zu lieben" an und stellt somit wieder eine klare Steigerung dar. Sein Erfolgsrezept bleibt unverändert: Der gebürtige und bekennende Braunschweiger erzählt mehr oder weniger interessante Schwänke aus seinem Leben und vermischt diese geschickt mit Zoten aus der Welt des Rock `n` Roll. Als Hobbyschreiber fühlt man sich ob seines gehobenen Schreibstils und seiner übermächtigen Eloquenz phasenweise ziemlich unzulänglich, um oftmals schon auf der nächsten Seite über eine Asi-Story aus Franks Jugend zu schmunzeln. Als Leitthema hat er diesmal das Rebellentum auserkoren, das er aus vielerlei Blickwinkeln beleuchtet, zuweilen auch sehr persönlich und emotional. Vielleicht kommt man bei der Lektüre sogar dem Rebellen in sich selbst auf die Spur oder entdeckt ihn wieder. Wer ab und zu Schäfers Beiträge im ROCK HARD oder ROLLING STONE liest und dadurch Lust auf mehr bekommen hat, sollte dieses durchaus unterhaltsame und jeder Zeit sympathische Büchlein ebenfalls anchecken.

http://www.herder.de
AF.


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