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Georg Hösler-Weiß Brauner Filz im schwarzen Schafspelz Die brauenen Schafe der schwarzen Szene :: ROOTS, KARMA, ....

ROOTS, KARMA, CHAOS: MEIN LEBEN MIT SEPULTURA UND SOULFLY

MAX CAVALERA (mit Joel McIver)

I.P. Verlag

223 Seiten / 19,90 EUR
Massimiliano „Max“ Cavalera hat mit seinen beiden erfolgreichen Acts Sepultura und Soulfly den Globus x-fach umrundet und dabei unzählige Länder, Kulturen und Menschen kennen gelernt. Mit seinen Bands hat er künstlerische Maßstäbe gesetzt, wobei er häufig seinen Instinkten folgte und innovative Wege beschritt. Neben unzähligen Erfolgen musste er jedoch auch zahlreiche Entbehrungen, Verluste und Tragödien hinnehmen. Der frühe Tod des Vaters, das extreme Außenseitertum als rebellierender Musikfanatiker in seiner braslianischen Heimat, die Trennung von seinem Lebenselixier Sepultura und der sich anschließende jahrelange Bruch mit Bruder Igor (bzw. Iggor ;-)), der Verlust seines Stiefsohnes Dana oder von Weggefährten wie Dimebag Darrell, der plötzliche Kindstod seiner Enkelin und - bis dato eher unbekannt - eine jahrelange Abhängigkeit von Alkohol und Schmerzmitteln werden in der offiziellen, mit Hilfe von Joel McIver erstellten Autobiographie ebenso aufgearbeitet. Zwar versucht Max Cavalera in „ROOTS, KARMA, CHAOS: Mein Leben mit Sepultura und Soulfly“ in die Tiefe zu gehen und den bloßen „Ich erzähle Dir von meinem durchaus ereignisreichen Leben“-Erzählstil zu durchbrechen (z.B. beim Versuch die Trauer Gloria Cavaleras über den Verlust ihres Sohnes zu beschreiben oder seine äußerst schmerzhafte Trennung von Sepultura in Worte zu kleiden; häufig führt Max bestimmte Gefühle, Entscheidungen oder auch gerade seine Abhängigkeiten auf den Verlust seines Vaters und den nachfolgenden sozialen Abstieg und damit verbundene Kränkungen zurück), aber aufgrund der Fülle der Ereignisse verbleibt vieles doch eher an der Oberfläche, auch aufgrund des relativ simpel gehaltenen „Ich lade hier mal alles ab“-Schreibstils. Dieser sorgt jedoch auch dafür, dass man die 223 Seiten lässig verschlingen und dabei parallel mal wieder „Roots“, „Chaos A.D.“, „Arise“, „Primitive“ oder „Prophecy“ hören kann. Die sinnvolle Einteilung der Kapitel in spezifische Zeitabschnitte und damit verbundene Ereignisse (Beispiel: Kapitel 13 – 1997-1998: Die Geburt von Soulfly) lässt auch reibungsloses Querlesen zu. Zwischenzeitlich erscheint Max brutal ehrlich und rückt sich dabei in ein wenig gutes Licht (bspw. als er davon berichtet die Taufe seines später verstorbenen Enkelkindes ruiniert zu haben, da er sich sturzbetrunken und verschämt in einem Zimmer versteckt habe statt an der Feier zu partizipieren), oftmals thematisiert Max seine Liebe zur Musik, seinen Drang etwas zu erschaffen, Neues zu entdecken und Grenzen zu überwinden. So bald er sich zum Themenkomplex Spiritualität auslässt, bekommen seine Aussagen allerdings leicht krude Züge (Vorhersagungen zum Tod eines Kindes, merkwürdige Anrufe rund um 9/11, Seancen im Rahmen der Candomble-Religion...), aber dafür beinhaltet „ROOTS, KARMA, CHAOS: Mein Leben mit Sepultura und Soulfly“ ja auch schließlich seine persönlich gefärbte, rein subjektive Sicht des Weltenlaufs. Und natürlich kommen auch Nailbomb und die nach erfolgter Aussöhnung mit seinem Bruder gegründeten Cavalera Conspiracy zur Sprache. Ergänzt wird dies alles durch ein Vorwort Dave Grohls und zahlreiche Aussagen aus Cavaleras Umfeld (Familie, Plattenfirmen, Musiker...). Circa 32 Seiten mit zahlreichen Fotos aus den Privatarchiven kommen als Pfund hinzu. Fazit: Viel erlebt, viel zu erzählen, und zum Großteil schon sehr lesenswert. Ich habe das Teil jedenfalls ruckzuck verschlungen. http://www.ip-verlag.de

CL.


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