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Georg Hösler-Weiß Brauner Filz im schwarzen Schafspelz Die brauenen Schafe der schwarzen Szene :: METAL ANTHOLÖ ....

METAL ANTHOLÖGY

FRANK SCHÄFER

SCHWARZKOPF & SCHWARZKOPF

260 Seiten / EUR
„Talking Metal“ und „111 Gründe, Heavy Metal zu lieben“ haben sehr wohlwollende Besprechungen bei obliveon.de eingefahren, „Metal Antholögy“ kann mich allerdings - leider, muss ich konstatieren - weniger überzeugen als seine direkten Vorgänger und nimmt in Schäfers eigener Trilogie somit nur Platz 3 ein. Prinzipiell macht der umtriebige Autor wenig anders und setzt weiterhin auf einen leicht kruden, aber durchaus abwechslungsreichen Mix aus provinziellen, dem eigenen Erfahrungshorizont entnommenen Jugendstories, subjektiven Bandbetrachtungen, augenzwinkernden Beschreibungen diverser szenischer Ausprägungen und Musikkritiker-Anflügen (Live-Classics, Ein Stapel Klassiker). Gerade die Geschichten aus Schäfers Teenager-Jahren auf dem platten Land nutzen sich aber auf Dauer ab, zumal der mitunter minimale musikalische Bezug oft arg konstruiert wirkt. Zudem kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass Schäfer im Herzen doch eher fürs Feuilleton schreibt, denn der oftmals ironisierende Unterton scheint mir eher den Rock-Fans unter den Spiegel-Lesern gewidmet, die ihre Augenbrauen somit in gebotener Distanz erheben können. Wenn Schäfer sich schon als schwermetallsüchtig sieht, was ich gar nicht absprechen möchte, würde zumindest ich noch etwas mehr passionierte Nähe zum Genre erwarten (obschon auch ich mich gerne über zahlreiche Genre-Auswüchse amüsiere…). Faktische Fehler wie die Kategorisierung Sacred Reichs als Bay-Area-Thrash (seit wann liegt denn Phoenix, unbestrittene Herkunft des Quartetts, in der SF-Bay-Area?;-)) sollten darüber hinaus eigentlich vermieden werden. Wenig gelungenen Zeilen (wie etwa dem plumpen „Im Bus“) stehen dann aber sehr Feines wie z.B. „Eine Kreuzfahrt, die ist lustig“ oder die erlesene, ausgewogene Abrechnung des unsäglichen „Lulu“-Experiments gegenüber („Metal & Lyrik“). Auch wenn „Metal Antholögy“ somit nicht unbedingt in seiner Gesamtheit überzeugen kann, wird man bei einzelnen Episoden doch immer mal wieder Geistesblitze entdecken. Viel Spaß dabei. Read ’em all!

CL.


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