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Georg Hösler-Weiß Brauner Filz im schwarzen Schafspelz Die brauenen Schafe der schwarzen Szene :: DIE GOLDPUTZE ....

DIE GOLDPUTZERIN

JANA BARTH

KLECKS VERLAG

280 Seiten / EUR
Kurzweilige Unterhaltung garantiert Jana Barths „Die Goldputzerin“, der, obwohl er in der heutigen Zeit spielt, eher den Eindruck eines Fantasy-Romans vermittelt. Die Geschichte ist schnell erzählt. Mathilda, Goldputzerin im Hause Ivars, wird vom tyrannischen Despoten gegen ihren Willen zu seiner Frau erwählt, und so erzählt das Buch auf 280 Seiten die innere Zerrissenheit Mathildas als einer Frau aus dem unterdrückten Volke, die sich in ihrer Liebe stets auf’s Neue zwischen ihrer Jugendliebe Richwin und ihrem Herrscher und zwangsverheiratetem Ehemann Ivar entscheiden muss. Die Geschichte spielt dabei auf einer einsamen Insel, die Ivar sich durch den Betrug an den Menschen, die von nun an sein Volk darstellen, hat finanzieren lassen, indem er ihnen den Ausstieg aus der modernen Gesellschaft und das Leben im Paradies versprochen hat. Auf der Insel angekommen, zeigt sich das wahre, despotische Wesen Ivars und er unterdrückt sein Volk, das nun in Armut leben muss, durch ein eisernes Regime, geprägt von drakonischen Strafen und herrschaftlicher Willkür.
Folgt man alleine der Geschichte und der Darstellung der Charaktere in ihrer inneren Zerrissenheit, so liegt die Stärke des Romans vor allem in diesen Charakterbeschreibungen.
Schwieriger wird es, beginnt man die Rahmenbedingungen des Geschichte zu hinterfragen, sei es nun die vollständige Isolation vom Rest der Welt – in unserer heutigen Zeit undenkbar – als auch die Lemminge-Mentalität eines Volkes, das sich, durch seine Herkunft geprägt von einer westlichen Zivilisation, beinahe widerstandslos in sein Schicksal ergibt und die Tyrannei über Jahre bis zu dem Zeitpunkt erträgt, als Richwin all seinen Mut zusammen nimmt und den Despoten Ivar ersticht, nur um dann durch die Hand seiner Jugendliebe Mathildas getötet zu werden, die sich schlussendlich anschliessend selbst richtet.
Die Tragik dieser Dreiecksbeziehung macht den Reiz der Geschichte aus und blendet man die zuvor erwähnten Ungereimtheiten aus, so kann man mit der „Goldputzerin“ einige durchaus kurzweilige Stunden verbringen, die in ihren ausführlichen Charakterstudien meines Erachtens aber eher eine weibliche, denn eine männliche Leserschaft ansprechen dürfte.


MK


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