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Georg Hösler-Weiß Brauner Filz im schwarzen Schafspelz Die brauenen Schafe der schwarzen Szene :: ZWISCHENGEIST

ZWISCHENGEIST

OSWALD HENKE

CULEX-VERLAG

132 Seiten / 18,90 EUR
>> Hör zu, wirkliche Poesie sagt gar nichts, sie hilft nur den Möglichkeiten auf die Sprünge. Öffnet alle Türen. Du kannst durch irgendeine, die Dir entspricht, gehen <<
schrieb James Douglas Morrison, und sagt damit bereits einiges über das Dilemma Gedichte zu besprechen oder wahlweise auch zu kritisieren.

Was ist wenn die Tür verschlossen bleibt?

Nun Freunde, wir befinden uns hier zum Glück nicht in einer Germanistikprüfung, sondern es besteht die vergnügliche Notwendigkeit den aktuellen Gedichtband von Oswald Henke, in der Goth-Szene vor allem als Frontgesicht der polarisierenden Goethes Erben bekannt, vorzustellen:

>> Diese lyrischen Betrachtungen eines erklärten Teilzeitromantikers beleuchten die kleinen Alltäglichkeiten, das Warten auf Züge, den sonntäglichen Kaffee in all seiner Tragik, das langsame Dahinschweifen der Gedanken und ebenso auch die großen Belange der Welt: fast schon theologische Erwägungen, das Spiel der Jahreszeiten, das Sterben und Siechen, das Vergessen und Lieben ... << berichtet der Culex-Verlag, und trifft den Nagel damit in gewisser Weise auf den rostigen Kopf. Henke reflektiert in mehr als siebzig Gedichten seine eigene Gedanken- und Gefühlswelt sowie seine Beobachtungen von Mitmenschen, Dialogen und Handlungsweisen. »Zwischengeist« thematisiert dabei in der Tat banale Alltagsmomente ebenso wie die mächtigen Gefühle des Lebens: Liebe, Leid, Trauer, Lust, Geborgen- und Verlorenheit sowie viele weitere elementare Facetten unseres Daseins. Faszinierend ist hierbei die Tatsache, wie sich Henke über scheinbar belanglose Situationen den großen Themen des Daseins nähert. Dies alles geschieht mit eindringlicher Sprachgestaltung (deren bemerkenswerteste linguistische Charakteristika übrigens individuelle Wortkreationen wie etwa ’Demenzdämmerung’ oder ’Fehlmenschen’ darstellen) und - trotz poetischer Visualität - eindeutig auf den Punkt gebracht.

Wie ihr seht, haben sich für mich also einige Türen geöffnet…

Die visuelle Gestaltung des Buches durch Ulrike Rank ist größtenteils gelungen, lediglich die doch arg klischeehaften Bilder mit blutiger Stirn (S.42 & 78) oder mit Stacheldraht umwickelter Hand (S. 118 & 119) hätte man sich meines Erachtens sparen sollen. Der Beweis, dass es fernab der Schublade stilvoller geht, wird dann aber glücklicher Weise direkt mitgeliefert (S. 105 oder S. 108).

http://www.culex-verlag.de
CL.


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