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White Metal :: LIBERTY N´ JU ....

LIBERTY N´ JUSTICE

SOUNDTRACK OF A SOUL (65:51 min.)

MTM / SPV
Das Zwei-Mann-Projekt, das 1991 als christliches Rock-Unternehmen gegründet wurde, konnte 2004 zum dritten Album “Welcome To The Revolution” mit achtzehn bekannten Sängern angereichert werden. Dabei gab sich Kopf Justin Murr ordentlich Mühe, denn die Liste der Mitwirkenden ist das Who`s who der Metal-Welt. Ja, ja, Geduld. Ich fang ja schon mit dem Namedropping an. Als Gastmusiker fungieren Mikkey Dee (Motörhead), Tim Gaines (Stryper), Keri Kelli und Tommy Denander (Radioactive), Harry Hess (Harem Scarem), Tim Bushong (Love War), John „JD“ DeServio (Black Label Society), Charlie Calv (Shotgun Symphony) und 70er-Jahre-Teenie-Idol Leif Garrett. Als Sänger verdingte man für „Kings Of Hollywood“ Ez Gomer (Jet Circus) und für „Another Nail“ Sebastian Bach (ex-Skid Row). Beide haben ähnliche Stimmen und knallen mit den Songs mächtig ins Mett. „State Of Grace“, gesungen von Russell Arcara (Prophet, Arcara), klingt stark nach Jean Beauvoir und ist ein fetter Melodic-Mid-Tempo-Track, der sich schnell ins Gehör einpflanzt. Die Ballade „Malice In Wonderland“, interpretiert von Jamie Rowe (Guardian), ist das erste große Highlight. Absolutes Gänsehaut-Feeling, non-stop. Erst dachte ich, dass hier Jani Lane (ex-Warrant) singt. Eine unglaubliche Ähnlichkeit, die beide Fronter haben. „Grenade“, von Dale und Troy Thompson (Bride), ist kantig, eckig, rau, aber nicht das Gelbe vom Ei. Übrigens reden wir hier die ganze Zeit vom posigen Hard-Rock, mit tendenziell härteren Eingaben. „Show Me The Way“ von Oni Logan (Lynch Mob) hat zwar einen eingängigen Refrain, bleibt aber trotzdem hinter dem restlichen Material zurück. „Sight Unseen“ von Leif Garrett ist eher grungig und spartanisch und kann keinen Blumentopf gewinnen. Ein gesichtsloser Song. „Up That Hill“ mit Josh Kramer (Saint) orientiert sich mit seiner Tristesse an dem Vorgänger-Stück und bleibt ebenfalls unter „ferner liefen“. „Surreal“ ist nur Spoken Words, also ein Mini-Hörspiel, bei dem Scott Wenzel von White Cross teilnimmt. Muss nicht sein. „Flinch“ bekommt seine Vocals von einem ungewohnten Tony Harnell (TNT), der seine Sache mehr als gut macht, auch wenn hier die alten Fans wieder Anstoß nehmen. Der Mann ist halt nicht stehen geblieben. „Thy Will Be Done“, mit Mark Slaughter (Slaughter) und Pete Loran (Trixter), gehört zu den besten Beiträgen und ist ein höchst moderner AOR-Track. Stephen Pearcy von Ratt ist noch ganz vom alten Schlag und schert sich einen Dreck um Innovationen. Seine Vocals auf „Killer Grin“ würden samt Song auf jedem neueren Ratt-Werk eine gute Figur machen. Etwas Pathos bringt Joe Cerisano vom Trans-Siberian Orchestra ins Spiel. „If The World Could Be Mine“, die zweite Ballade, die ein herrlich melancholisches Cello einsetzt, ist zwar nicht ganz so stark wie der erste Schmuse-Track, hat aber durchaus seinen Charme. Einer meiner Liblings-Fronter, Ted Poley, seit geraumer Zeit wieder bei Danger Danger, veredelt „Always Tomorrow“ und lässt die Zeit um zwanzig Jahre zurückwandern. Ein gutes Gefühl. Phil Naro (Talas) powert den britisch klingenden Rock durch die Boxen. „Hope & Pray/Ballad Of King David“ erinnert streckenweise an Thunder. Der letzte Song, „Make Believe“, gesungen von Mike Lee, der ansonsten bei Barren Cross seine Brötchen verdient, bannt den letzten Überflieger auf Konserve. Ein Lied das von seiner Stimme lebt. Die Halbballade rettet das Album aus der Mittelmäßigkeit. Als „Outro“ gibt es noch eine Message von Chef Justin Murr über seinen christlichen Glauben. So, das wurde mal eben mein längstes Review. Egal, das Werk ist verdienterweise die Mehrarbeit wert gewesen. Viel Spaß!
7/10 - SBk


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