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NOSDRAMA
COLD TRAILS, LONG ROOTS (48:31 min.)
EIGENPRESSUNG / SELBSTVERTRIEB
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„Cold Trails, Long Roots“ benötigte viel zu lange zwei Jahre, um aus dem schönen Finnland auf meinen Schreibtisch zu gelangen. Nosdrama schaffen es von den ersten Tönen ihres Debutwerks an, ein unbestimmtes Gefühl der Faszination im Musikliebhaber auszulösen. Hypnotisch, rätselhaft, beschwörend, einen ähnlichen Ansatz verfolgend wie Green Carnation in ihrer epischen Frühphase oder Katatonia um die Jahrtausendwende (Titeltrack), streckenweise gar das von Disillusion auf „Gloria“ kultivierte avantgardistische Soundgebräu vorwegnehmend („Nostromo“ und „Wagons“) verbinden Nosdrama scheinbar unvereinbare Gegensätze. Tonnenschwere und dennoch leichtfüßige Breitwand-Riffs vereinen sich mit atmosphärischen Gesangslinien, geschmeidige sechssaitige Läufe stehen neben morbiden Keyboardsounds, betörende Melodien („From North“ etwa ist ein regelrechter Hit) dringen unvermittelt in einen vorwiegend düsteren musikalischen Kosmos ein. Durch derlei Abwechslungsreichtum gelingt es Nosdrama, den Hörer über die gesamte Spielzeit zu fesseln und rasche Abnutzungserscheinungen zu vermeiden – Langzeit- und Suchtwirkung garantiert. Diese wird sich bei Freunden sphärischer Klänge und genannter Bands umgehend einstellen, aber auch Progheads und aufgeschlossene Doomfreaks sind nicht vor Entzugserscheinungen sicher. „Cold Trails, Long Roots“ ist ein mitunter, trotz minimalistischem Budgets, recht lecker produziertes Kleinod, das ohne Getöse ins Ohr kriecht und sich gerade deshalb dort häuslich einrichtet. Unter http://www.nosdrama.com gibt`s unter anderem zwei neue Songs als Download, unter nosdrama@gmail.com könnt ihr erfragen, was die Band für die CD verlangt. Unbedingt anchecken, und das gilt auch für Labels, denn diese Band braucht dringend einen Deal, dann ist die Musikwelt eine bessere! In jeder Hinsicht superb!!
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8,5/10 - PM
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