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IMPORTE :: Index: 'W' :: WAYLANDER

WAYLANDER

REAWAKENING PRIDE ONCE LOST (59:31 min.)

MIDHIR RECORDS / IRLAND-IMPORT
Im Jahre des Herrn 1998 veröffentlichten die Nordiren ihr erstes Album auf Century Media. Obwohl man stilistisch auf einer ungefähren Linie mit den Dubliner Kollegen von Primordial und Cruachan lag, ist dem Trupp um die beiden Brüder Ciaran O’Hagan (Vocals) und Dermot O’Hagan (Lead, Rhythm, Acoustic & 12-String) nie der rechte Durchbruch gelungen. Das mag daran liegen, dass Waylander mit so gravierenden Line up-Problemen zu kämpfen hatten, das bis heute nur eine weitere Scheibe erschienen ist (The Light, The Dark And THe Endless Kot…/ 2001), ein weiterer Grund könnte aber unter anderem auch darin zu suchen sein, das Waylanders Musik zwar gut, aber nie so ergreifend war wie eben die jener vorgenannten beiden irischen Combos. Auch Waylander vermischen Black Metal mit folkloristischen Einsprengseln, wobei gerade die Tin Whistle oftmals eine beherrschende Rolle einnimmt. Die Vocals liegen dagegen im gemäßigteren Black Metal-Bereich, klingen aber manchmal zu monoton. Monotonie ist überhaupt der Schwachpunkt dieser Veröffentlichung, denn da hätte der Fünfer in 1998 ruhig etwas mehr Abwechslung – gerne in Form von weiteren traditionellen Melodien – zeigen dürfen. Auch werden gut aufgebaute Spannungsmomente durch eigenes Ungeschick mittels überflüssiger Breaks oftmals wieder ins Nirvana geschickt. Als Tiefpunkt des Songwritings sei „Emain Macha“ angeführt, dass an Langeweile (für dieses Subgenre) kaum zu überbieten ist. „A Hero´s Lament“ bietet dagegen mit einleitendem Sprechgesang und gallopierenden Gitarren sowie aggressivem BM-Geshoute so viel mehr. Absolutes Highlight allerdings das über 6-minütige „King Of The Fairies“. Beginnend als flötenintoniertes Folk Metal-Stück, geht es säter in mehrstimmigen Gesang über. Fragt man sich, wieso der geneigte Hörer nicht mehr davon geboten bekommt. „Reawakenig Pride Once Lost“ gibt es anno 2007 als Wiederveröffentlichung des nordirischen Labels Midhir Records. Wäre interessant zu erfahren, was Midhir Records dafür an Lizenzgebühren an Century Media zahlen mussten. Aufgepeppt wurde die Original-Version mit zwei Original-Demoversionen der Tracks „A Hero´s Lament“ sowie „Sunrise“. Sicherlich kein Muss, aber nett! Ein Plus hat Waylanders Album aber doch im direkten Vergleich zu den Debütwerken von Primordial und Cruachan. Einen fetten Sound, verpasst von niemand anderem als Andy Classen. Und das Beste zum Schluss: Waylander werden in nicht allzu ferner Zukunft ihr drittes Album veröffentlichen.
http://www.midhirrecords.com
7/10 - SBr


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