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IMPORTE :: Index: 'V' :: VIOLENT SILEN ....

VIOLENT SILENCE

KINETIC (50:21 min.)

PROGRESS / SCHWEDEN-IMPORT
Ich muss gestehen, dass man als Rezensent sehr schnell in die Angewohnheit verfällt, Bands und Musik mit anderen Bands und anderer Musik zu vergleichen, die Unterschiede zu formulieren und zu guter letzt auch bewerten zu wollen. Man mag das selbst irgendwann für selbstverständlich erachten, hilft es doch bei der Beschreibung und macht es die Kritik für den geneigten Leser transparenter. Letztlich begibt man sich aber in die Gefahr, dass man alles und jedes an irgendwas langlaufen lassen will, und sei es nur, um selbst Orientierungspunkte zu haben. Gefahr erkannt, auch wenn man aus der eigenen Haut nicht mehr so leicht heraus kommt. Aber dieses Problem taucht bei „Kinetic“ oder vielmehr Violent Silence gar nicht auf, denn der erste vergleichende Gedanke stellte sich gar nicht ein und stutzig gemacht legt sich die Stirn in Falten. Also ran an die Recherche, denn auch dafür muss es eine Erklärung geben. Wieder so ein Punkt. Alles muss erklärbar sein, erst dann ist man beruhigt und kann sich wieder anderen Dingen zuwenden. Aber in der Tat, auch hier gibt es eine Erklärung für das oben beschriebene „Phänomen“ und ich überschreibe es mal mit den Stichworten Gitarre und Keyboard. Gitarrentechnisch funktioniert die Musik von Violent Silence ausschließlich mit einem Bass, denn die sonst typischen Gitarrenklänge werden statt dessen von einem zweiten Keyboard kompensiert. Sicherlich eine Variante, die man nicht häufig vorfindet, aber im Progbereich stellenweise gut funktioniert. Und so verwundert es auch nicht, dass „Kinetic“ in erster Linie aus Klangteppichen, mal symphonischer Art, mal mit melodischem Fokus, locker aufwabernden Klängen, einem druckvollen und aufgrund fehlender Gitarre wesentlich präsenterem Bass und aufgrund seiner gelegentlichen Schrägheit als Kontrastprogramm dienenden Gesang besteht. Es wird reichliche Vielfalt geboten, auch wenn die Dominanz der Keyboards sich ungebrochen durchzieht. Dabei schwängern die Keyboards die Luft mit einer melancholischen Stimmung, die, mit Bruno Edlings Stimme angereichert, perfekt ergänzt wird, um sich durch harmonisch durchziehende Klänge wie selbstverständlich aufzulösen und einem fröhlichen Groove Platz zu machen. Klingt kompliziert, ist es auch, denn gerade der Longtrack ’Quiet Stalker’ erschließt sich nicht auf Anhieb und entfaltet sich in seiner Komplexität etwas zäh. „Kinetic“ ist keine leichte Kost, ohne jedoch schwer verdaulich zu sein, ist teilweise komplex, ohne kompliziert verfrickelt zu sein und ist im Vergleich anders, ohne vergleichbar zu sein. http://www.justforkicks.de.
8/10 - RB


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