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IMPORTE :: Index: 'S' :: SOULTAKERS

SOULTAKERS

TIDES (58:59 min.)

NORTHWIND RECORDS / ITALY
Auch wenn Soultakers aus Italien kommen und eine Variante des Power Metals spielen, so sind Soultakers doch etwas ganz anderes als all diese Helloween-, Rhapsody- und Labyrinth-Clones. Soultakers sind einzigartig…und auch noch einzigartig gut. Gegründet im Jahre 2000 von den beiden Schwestern Francesca and Federica Badalini, die ihre Liebe für klassischen Heavy Metal wie Savatage und Co. (und ja, auch Helloween) entdeckten und für die Heavy Metal letztendlich nichts anderes als eine natürliche Evolution der Klassik darstellt. Allerdings entrückt von dessen akademischen Grenzen, die dieses musikalische Hauptgenre schon fast zu einer elitären Musik hochstilisieren. Am Anfang spielten die beiden Schwestern viele Cover-Songs, die entscheidende Wende trat wahrscheinlich zu dem Zeitpunkt ein, als eine der hübschen Schwestern, nämlich Federica, beschloss sich von der Sechssaitigen zu trennen und das Piano als gleichberechtigtes Instrument in den Sound Soultakers einzufügen. Und somit sind das Piano und die wunderschönen Melodien, die Federica diesem entlockt, ein wichtiges und ganz sicher auch ein entscheidendes Moment im Sound des norditalienischen Sechsers. Aber abgesehen von ihrem wunderschönen und absolut berührenden Spiel - hört euch nur einmal „1936“ an – (Federica ist übrigens mittlerweile Konzertpianistin) kann die Gruppe auf das Talent weiterer Könner zählen. Was wäre z.B. der Sound des Sechsers ohne Francescas beeindruckend fixes als auch gefühlvolles Gitarrenspiel, mit welchem sie jedem anderen italienischen Flitzefinger das Wasser reichen kann. Wenngleich Francesca mir doch viel eher vom US-Power Metal als von den europäischen Pendants beeinflusst zu sein scheint. Auch Sänger Dino Brentali ist sicherlich eine Ausnahmeerscheinung. Seine Stimme ist wahnsinnig theatralisch und mit geschlossenen Augen meint man gar die Musik mitleben zu können. Und das ist – zumindest aus meiner Sicht – eines der schönsten Komplimente, das man einer Band machen kann. Aber auch Violinist Jari Pilati fügt mit seinem Instrument einige Akzente in die absolut synthetikfreie Musik der Italiener ein. Keine Samples, keine elektronischen Spielereien und natürlich keine Keyboards. Alles was ihr auf “Tides” an Tasteninstrumenten hört ist das Piano. Eigentlich wundert es nicht weiter, dass die Verschmelzung von Piano und klassischem Heavy Metal aus Italien kommt. Welches Land kann schon auf eine solche Historie in Bezug auf klassische Musik zurückblicken, außer Italien. Und so wie Rhapsody das Genre des klassischen Epic Metals „erfunden“ und perfektioniert haben, so haben ihre Landsleute von Soultakers die Integration des Pianos in den Heavy Metal in einer Art und Weise inszeniert, das alles andere als nicht mindestens neun Punkte ein Witz wären. Das absolute Highlight von „Tides“ ist für mich übrigens der Track „Sacrifice“, der mit Piano und Violine startet und von einer theatralisch-melancholischen Meisterleistung Dinos in andere Dimensionen gehoben wird. Dazu gibt es zwei schnelle Mittelteile, in denen Double Bass und Piano um die Vorherrschaft kämpfen, die für Federica wahrscheinlich nicht viel mehr als Fingerübungen sind, die ihre Wirkung auf den Hörer aber nicht verfehlen. Fans von klassisch inspiriertem Heavy Metal mit einer mal dezenten, mal stärkeren melancholischen Note und einem gewissen progressivem Flair – also alle, die Musik von Klassik bis Savatage, von Helloween über Rhapsody bis Queensryche, von Joe Satriani bis Dream Theater mögen –, müssen hier zuschlagen. PS: Als Bonus gibt es übrigens noch ein professionelles und absolut stimmiges Video zum Titelstück „Tides“. http://www.soultakers.net
10/10 - SBr


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