Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

IMPORTE :: CHAOS DIVINE

CHAOS DIVINE

COLLIDING SKIES (57:13 min.)

FIRESTARTER / AUSTRALIEN-IMPORT
Unter dem Banner "Bush poetry" versammeln sich weder die gesammelten verbalen Flatulenzen der US-amerikanischen Politik-Dynastie noch die lyrischen Ergüsse eines gewissen Gavin Rossdale, sondern vielmehr Spezimen folkloristischer australischer Dichtkunst, die sich der besonderen Lebensweise im Outback widmen. Und irgendwie scheint sich dieser eigentümliche Samen auch in die Musik jenes enigmatischen Landes gelegt zu haben. Chaos Divine stehen exemplarisch für ein Gebräu aus Down Under, das den dortigen Alternative-Underground zum Bersten spannend macht, weil die Vielfalt der zu erlebenden Sounds schier erschlagend ist. Und ihr drittes Album "Colliding Skies" aus 2015 ist nichts anderes (Widerspruch absolutistisch ausgeschlossen!) als ein Weltklassewerk. Die Beweislast liegt nach dieser Behauptung natürlich zuvörderst beim Rezensenten, wiegt jedoch nicht allzu schwer, da der Verweis auf die hier erlebbare schiere Songwritingkunst schlicht ausreicht, ist dies doch eine, die sich niemals an die Vorgaben gängiger Architekturen anbiedert. Chaos Divine explodieren auf diesem Album in einer kreativen Wolke sieben, mäandrieren zwischen allgegenwärtigen atmosphärischen SciFi-Parts, krachenden Metal-Eruptionen ("Painted With Grey"), eingängig-hintergründigen Grunge-Riffs ("Soldiers"), Prog-light der Karnivool-Sorte – nur um diese Bestandteile schließlich inflationär in Hooks von "Terria"-Format orgasmieren zu lassen (Need proof? "Symbiotic"!). Dabei hat die Scheibe an allen Ecken und Enden einen derartigen Groove, dass man dem indigenen giftigen Spinnengetier mal eben den aufgrund der Hitze stinkenden Tanzfuß zeigen will. Überhaupt: eigentlich ist "Colliding Skies" purer Pop, dem es nur um eines geht – uns zu umschmeicheln, zu betören, zu bezirzen, in Bewegung zu versetzen. Und es gelingt der Sau auch noch, und zwar über den Umweg eines italienischen Alpenpasses! Die emotionale Dichte betört dabei zu allem Überfluss bis zum Erbrechen ("Before The Dawn", zudem auch mal dem Gitarrensolo im "The Shepherd" lauschen – Alter, können die auch noch zocken!). Was soll man also über solches Gedöns sagen, was nicht gerade schon gesagt wurde? Vielleicht: erwerben, umarmen, ins Herz schließen, niemals wieder vergessen? Genau! Und lebten wir in einem gerechten Universum, wäre dieses Monument Weltkulturerbe! http://www.chaosdivine.bandcamp.com
9,5/10 - PM.


[ Zurück zum Index ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler