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IMPORTE :: Index: 'D' :: DESCENDANT

DESCENDANT

SAME (49:22 min.)

EIGENPRODUKTION / US-IMPORT
Lange, lange habe ich an dieser Kritik gesessen und das selbstproduzierte Debüt dieser Combo wieder und wieder und wieder gehört. Jetzt wird vielleicht der – berechtigte – Einwand kommen, dass wenn man etwas so oft hören kann, es ja eigentlich gut sein muss und auch die Bewertung dann zwangsläufig gut sein müsste. Ja, im Grunde genommen ist es das auch. Und nach gefühlten einhundert Rotationen kann ich – glaube ich – auch ausschließen, dass ich es mir einfach nur schön gehört habe. Descendant – die übrigens aus der in den Neunzigern glorreichen Dallas-Fort Worth-Area stammen (remember Arcane) – spielen melodischen, technisch überragenden DeathThrash und klingen grob umschrieben, wie eine Mischung aus technisch filigranen, tempomäßig gedrosselten USA-Deathern und extrem angepissten Megadeth. Wer jetzt mitgedacht hat, dem folgt die Zustimmung auf dem Fuße: Bandgründer, -kopf und auf dem Album noch einziger Gitarrist, Richard Dale, ist ein begnadeter Gitarrist, der sich die anspruchsvollen Leads und Soli nur so aus dem Handgelenk schüttelt. So werden etwa die Riffs in „Living Pandemonium“, die Leads in „Sonic Lust“ oder das überragende Solo in „Left In Pieces“ jeden Gitarrenmaniac begeistern. Richards Spiel in dem Instrumental „Images“ ist gar alte Yngwie-Schule vom Feinsten. Das sind die Punkte, welche eine Bewertung weit jenseits der Acht Punkte-Marke rechtfertigen würden.
Dummerweise singt Richard auch… und sein Death Metal-lastiger, rauer Gesang, der von Zeit zu Zeit sogar in Grunt-Regionen absinkt (vgl. etwa „Death Depraved“) ist mehr als gewöhnungsbedürftig. Als zweiter Minuspunkt erweist sich die schmalbrüstige, dumpfe, drucklose Produktion, die den Songs viel von ihrer Aggression, und den Gitarren, gerade bei den pfeilschnellen Parts viel von ihrer Durchschlagskraft nimmt. So viel zu den negativen Aspekten.
Ansonsten ist Descendant ein gute Mischung aus sehr rauen (und rohen), aber deutlich melodiebetonten Thrashern („The New Dawn“ / Highlight!!!), rohem Death/Thrash („Black Omen“), ruhigen Zwischentönen („Descendant Of Darkness“) sowie vollen Breitseiten („Sonic Lust“). Das auch die anderen Jungs in Descendant es handwerklich voll drauf haben, zeigt beispielsweise das hervorragende „Duell“ von Drums und Gitarren zu Beginn von „Behind The Lies“ oder die wunderbaren Breaks, die ihr in eigentlich jedem Song finden könnt.
Das macht summa sumarum 7,5 Punkte. Und die acht Punkte habe ich dann letztendlich doch nur gescheut, um der Band einen Anreiz für die nächste Veröffentlichung zu bieten. Denn mit einem verbesserten Gesang, einer starken Produktion im Rücken sowie dem bereits gefundenen zweiten Gitarristen an Bord, sollte da was ganz Großes auf uns zukommen! Bestellen könnt ihr das schön aufgemachte Teil beim deutschen Vertrieb der Band: Joachim Schlums, Beate-Paulus-Str. 2, 70806 Kornwestheim / metaljoe@gmx.de (checkt auch http://www.facebook.com/descendantmetal )
7,5/10 - SBr


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