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Eure Eigenpressungen :: EDGECRUSHER

EDGECRUSHER

FOREVER FAILURE (40:33 min.)

EIGENPRODUKTION / SELBSTVERTRIEB
Der Fünfer aus Lindau am Bodensee hat ein ausgeprägtes Faible für den guten alten Thrash Metal und aufgrund der Herkunft der Musiker bezeichnen die Jungs die Variation dieses Sounds als „Lake Area Thrash Metal“. Nun, warum nicht? Denn die zehn Tracks auf dem Debüt-Longplayer (drei der Tracks stammen übrigens von der 2004er Mini-CD „Deeper Than Hate“, wurden allerdings neu eingespielt) wurzeln tief in den Tagen der glorreichen Bay Area und sind klar beeinflusst von Bands wie Metallica, Exodus, Testament und Forbidden. Dazu legt man viel Wert auf schwere, groovige Parts, die auch eine Vorliebe der Musiker für moderne Sounds a la Machine Head erkennen lassen. Das Songwriting ist zwar hauptsächlich im Midtempo angelegt – Hyperspeedfanatiker kommen somit nicht auf ihre Kosten – aber durchaus variabel gehalten und – ganz wichtig – jederzeit mit einer gewissen Prise Melodie versehen. Bei der Produktion hat sich die Truppe nicht lumpen lassen und die Stage One Studios von Andy Classen aufgesucht. Eine Entscheidung, die sicherlich weder Band noch Hörer bereuen, denn der Sound ist sowohl dicht als auch präzise und transparent. Das Schlagzeug ist ungemein wuchtig und die Gitarrenfraktion Markus und Jan legen einen modernen, sehr fetten Saitensound darüber. Obendrauf gibt es eine gewisse Dosis Death Metal, welche in erster Linie aus dem rauen Organ von Igor resultiert, dessen Gesang mehr an Growls erinnert denn an Shouts. Hier sind wir allerdings auch bei einem kleinen Haken angelangt, welchen „Forever Failure“ aufbietet. Igors Gesang ist zwar insgesamt nicht schlecht, auf Dauer jedoch zu eindimensional. Ein breiteres (Gesangs)Spektrum würde die Musik der Bodensee-Thrasher zweifellos auf die nächste Ebene katapultieren. Wenn wir bei Vergleichen bleiben wollen, so klingt der Gesang des Kollegen „Betty“ von den Kollegen Delirious beispielsweise erheblich abwechslungsreicher und melodiöser. Kriegt Igor dieses Manko in den Griff, dann haben Edgecrusher eine lange Zukunft vor sich. Vorerst können alle Interessierten die vorbildlich aufgemachte CD (farbiges, mehrseitiges Booklet mit allen Texten und einem coolen Artwork, das wohl an das Mädel aus „The Ring“ erinnern soll) für schlappe 10€ über die Homepage http://www.edgecrusher.info der Band ordern.
7,5/10 - SBr


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