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Eure Eigenpressungen :: Index: 'P' :: PAINFUL EXIST ....

PAINFUL EXISTENCE

DEAD LIES (48:49 min.)

EIGENPRODUKTION / SELBSTVERTRIEB
Als mir mein ehemaliger Kollege den Link zum Download des Albums geschickt hatte, bin ich erst einmal davon ausgegangen, dass er sich jetzt auch als Bandmanager einen Namen machen möchte. Doch nach einer kurzen Recherche war die Verbindung zur Band erklärbar, denn immerhin ist er ein Freiberger Urgestein und kennt dort wahrscheinlich Mann und Maus. Das Freiberger Quintett Painful Existence gibt es jetzt seit ca. fünf Jahren und basiert auf Erics Wunsch, dass sein Songmaterial endlich mit Gesang versehen wird, was ihn wiederum zu Susi führte. Nach und nach komplettierten sich die Reihen und man hatte eine richtige Band am Start, die Live einiges absolviert hat und auch auf YouTube einige Songs als Futter anbietet. Nunmehr liegt seit Jahresbeginn das Debüt der Sachsen vor, die etwas auf Understatement machen und gleich darauf hinweisen, dass das Album eine Heimproduktion ist und somit nicht mit einem Studioalbum zu vergleichen ist. Doch Sorge braucht nicht aufkommen, denn die Heimproduktion ist sehr gut gelungen und die Instrumente nebst Gesang kommen schön differenziert aus den Boxen. Den Anfang macht mit ’Open Doors’ ein schneller Song mit elektronischer Untermalung, zu dem Marc seinen Growlgesang beisteuert, der schon fast in Richtung schwarzmetallischen Keifgesangs driftet. Hinzu kommt dann noch Susis Cleangesang, der im ersten Moment wie ein krasser Kontrast zu Marcs Gesang wirkt und gewöhnungsbedürftig erscheint. Doch meine Ohren haben diesen Anpassungsprozess schnell vollzogen und kommen nicht nur damit klar, sondern können diesen unterschiedlichen Gesangsstilen und -stimmen auch einiges abgewinnen. Während man sich an Susis Gesang sehr schnell gewöhnt, ist der vokale Stil Marcs allein schon aufgrund seiner Power und der allgemeinen Ausrichtung etwas mehr im Fokus und stärker in der Prüfung. Doch der Song ’Take What’s Left’ zeigt dann offenkundig, dass er ein grandioser Shouter ist, der einen Track auch als alleinige Stimme mit so viel Drive und Dynamik ausstattet, was den kleinsten Zweifel, sofern er denn vorhanden war, quasi hinwegfegt. Doch auch im Duett oder abwechselnd funktionieren die beiden vorzüglich. Bleib´t die Gitarrenfraktion, die hier einen tadellosen Job abliefert, und der Drummer, der sich ebenfalls nahtlos in das stimmige Gesamtbild einfügt. Beim Songmaterial sind einige echte Perlen dabei, wie z. B. der schon angeführte Opener, aber auch das selbstbetitelte ’Painful Existence’, das mich allein wegen des hypnotisch-geilen Main-Riffs völlig in seinen Bann zieht. Was im Death Metal mittlerweile gute Tradition geworden ist, können auch Painful Existence im Melodic Metal (so zumindest beschreibt Eric selbst den Stil der Band) zelebrieren und liefern mit ’N3xt Gen. Defender’ ein tadelloses Instrumental ab. Was mir an „Dead Lies“ insbesondere gefällt, ist das gute Tempo und das knackige Riffing, wobei man auch gerne mal einen Gang zurückschaltet, um dann wieder Gas zu geben (’Behind You’) oder mit ’Beautiful Pain’ einen rockig angehauchten, gefühlvollen Song einschiebt, wobei hier nicht die Stärke der Band liegt. Der abschließende Longtrack ’Nothing Special’ rundet ein überraschend gutes Album ab, wenn auch bei den ausgewiesenen fast dreizehn Minuten nur die ersten sieben Minuten entscheidend sind, danach folgen ca. dreieinhalb Minuten Pause, ehe der Song mit elektronischen Klängen abschließt. Der unbetitelte Schlusstrack beinhaltet noch eine Message an die Fans, wobei der Spendenaufruf bei der Bankleitzahl leider abbricht. Doch an alle Veranstalter der Tipp, dass die Jungs und das Mädel für Auftritte zu haben sind, denn das ist die Butter und das Brot für die Sachsen. Bereuen wird es keiner, wie jeder hören kann, denn das Album ist unter http://www.megaupload.com/?d=Z7H5Z0CC für lau runterzuladen. Wer mehr über die Band und die Musik erfahren möchte, checkt http://www.painfulexistence.de oder http://www.myspace.com/painfulexistence1. Meine Bitte an die Band: Sagt mir unbedingt Bescheid, wenn es neues Material gibt, ich freu mich jetzt schon. Ne kölsche Jrooß un bess demnähx…
8,5/10 - RB


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