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Interview-Section :: SUSPERIA

SUSPERIA
Wie vom Stein geschnitten
Mit „ Devil May Care“ eroberten sie die norwegischen Charts bis auf Platz 19 und so verwundert es nicht, dass man sich zwischen den offiziellen Studioalben die Zeit genommen hat, die für ein qualitativ hochwertiges Produkt erforderlich waren. So ist „Cut From Stone“ nicht nur abwechslungsreich ausgefallen, sondern dokumentiert auch Entwicklung der Band sowohl in musikalischer Hinsicht als auch als Einheit. Gitarrist Cyrus, der die Band mit seinem langjährigen Freund Tjodalv (Ex-Dimmu-Borgir-Drummer) gründete, gab uns einige Einblicke zum Album und Ausblicke in die Zukunft.
Hallo Cyrus! Steigen wir zu Beginn mal mit der Frage ein, wie euer Album bei den Fans aufgenommen wurde?
Cyrus: >> Bis dato absolut fantastisch. Es ist ein großartiges Erlebnis zu sehen, das die Fans dasselbe über unser Album denken wie wir. Es gibt zwar immer einige negative Berichte hier und dort, aber es ist gut und auch normal, dass es über Musik unterschiedliche Meinungen gibt, soweit es sich hierbei um konstruktive Kritik handelt. Nicht jeder mag unsere Musik, aber da geht es uns nicht anders als anderen Bands. <<

Beschreibe mal bitte dein Gefühl, wie das Album bei den Fans ankommt sowie deine Erwartungen, die du mit dem Album verbindest.
Cyrus: >> Vor der Veröffentlichung bin ich immer sehr aufgeregt. Dieser Zustand hält solange an, bis die Fans das Album kaufen und wir erste Reaktionen von ihnen erhalten. Wir erwarten von den Fans, offen und ehrlich ihre Meinung über das Album mitzuteilen und sie sollen sich reichlich Zeit nehmen, sich mit der CD zu beschäftigen und darüber hinaus alle schlechten Gefühle und Gedanken beiseite legen. Innerhalb der Band wünscht man sich natürlich, dass das neue Album erfolgreicher sein wird als das vorherige. So lange wir uns weiterentwickeln, sind wir zufrieden. <<

Wie würdest du den Fans „Cut From Stone“ beschreiben und was kann er erwarten?
Cyrus:>> Ich würde „Cut From Stone“ als ein Album bezeichnen, dass dich direkt anspricht, wobei es durchgehend Veränderungen beinhaltet. Es hat einerseits aggressive, andererseits aber auch softere Momente. Für mich ist das wichtig. Wir wollten kein Album machen, dass nur Songs mit demselben Tempo aufweist. <<

Inwieweit unterscheidet sich „Cut From Stone“ von euren bisherigen Alben?
Cyrus: >> Es ist ein härteres Album, gleichzeitig aber auch softer. Wir glauben, dass die Band eine unbegrenzte Entwicklungsmöglichkeit hat. Wir haben einiges an Erfahrung hinzugewonnen und ich denke, dass das auch in den Lyrics und in den Songs zum Ausdruck kommt. <<
Es scheint, ihr habt eine gute Balance zwischen Heavy und Thrash gefunden, also ein gut ausbalanciertes Album erschaffen. Wie siehst Du „Cut From Stone“?.
Cyrus: >> Danke! Ja, ich bin mit Deiner Beurteilung vollkommen einverstanden. Das ist es nämlich, was dieses Album zu meinem Lieblingsalbum gemacht hat. Und wie ich bereits sagte, diese Balance zwischen Härte einerseits und den softeren Momenten andererseits. Wir haben musikalisch keine Grenzen, also machen wir auch unterschiedliche Sachen, wodurch es auch wesentlich interessanter ist, unseren eigenen Thrash Metal Stil zu kreieren. Ich schätze, dass das der Weg ist, wie Susperia zukünftig Musik macht. Erwartet also das unerwartete << (wobei er sich ein Lachen nicht verkneifen konnte…)

Was ist Dein Lieblingssong auf ‘Cut From Stone‘ und was macht ihn so speziell?
Cyrus: >> Definitiv der Titeltrack. Ich hatte eine Periode in meinem Leben, in der ich eine Menge persönlicher Probleme hatte und ziemlich Down war. In dieser Zeit habe ich durch die Musik die Möglichkeit gesehen, sie zu bewältigen. Es hat mir geholfen, meinen Weg weiterzugehen und war der Grund für die Entstehung von ‘Cut From Stone‘. <<

Was bringt in diesem Zusammenhang der Albumtitel zum Ausdruck?
Cyrus:>> Er steht in zweierlei Hinsicht für das, was immer dagewesen ist. Zum einen für unsere Fans, die uns von Beginn an begleitet und unterstützt haben und unsere Shows besucht haben. Gleiches gilt für die Band, die seit dem ersten Album in der gleichen Besetzung besteht. Und diese doppelte Bedeutung steckt hinter dem Albumtitel „Cut From Stone“. <<

Wie lange hat der komplette Entstehungsprozess der neuen Songs gedauert, denn immerhin sind seit dem letzten Album 3 Jahre vergangen?
Cyrus:>> Einige Songs sind bereits zu der Zeit entstanden, als wir an „Unlimited“ arbeiteten, der Rest entstand so nach und nach. Ich habe meine Sachen mit zu Memnock genommen und die Jungs kamen dazu und haben mich durch ein paar Stücke geführt. Im April und Mai letzten Jahres habe ich dann den Rest in meinem eigenen Studio geschrieben und habe die Vocals bereits vorproduziert. Nachdem wir ein paar Stücke mit Athera gespielt haben, waren wir wirklich aufgeregt, weil wir erkannten, was wir da für ein Album geschaffen haben. Ein weitere Grund für die lange Zeit zwischen den beiden Alben war, dass wir auf Tour gingen und daher nicht weitergeschrieben haben, zudem haben wir noch an der Veröffentlichung der „Devil May Care“ EP gearbeitet. <<

Ihr habt nun vier Alben veröffentlicht, wie würdest Du die Entwicklung der Band und eurer Musik beschreiben? Was können die Fans in den nächsten Jahren von euch erwarten?
Cyrus: >> Es werden die gleichen Individualisten sein wie jetzt, wir sind wie eine geschlossenen Einheit, kämpfen untereinander aber dennoch wie als wären wir Brüder. Musikalisch erforschen wir Töne und Musik, so lange wir existieren. In drei Jahren wird Susperia noch eine Band sein, immer noch präsent sein, wie vom Stein geschnitten… hahaha. Das ist unser Leben mit unseren Fans. Ohne die Fans wären wir nichts und wir müssten zurück in die Fischfabrik…hahaha. <<
Eine Frage habe ich zur eurer EP „Devil May Care“. Ihr habt für W.A.S.P. im Vorprogramm gespielt und auf der EP mit ‘Wild Child‘ ein Stück von ihnen gecovert. Was macht W.A.S.P. bzw. das gecoverte Stück für euch so besonders?
Cyrus: >> Für mich ist ein wichtiger Teil zu wissen, wer ich bin. Als Teenager habe ich sehr viel von W.A.S.P. gehört und ‘Wild Child‘ war eins meiner Lieblingsstücke. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie viele Partys ich mit und wi viel Bier ich zu diesem Song getrunken habe… hahaha. <<

Wenn Du Dir die Band aussuchen könntest, die ihr mit auf Tour nehmt, wer käme da in Frage?
Cyrus:>> Es macht immer Spaß, mit Freunden auf Tour zu gehen, so z. B. mit Dimmu, die wir 2001 begleiteten. Wir haben so auch viele neue Freunde auf Tour gewonnen. Die Tour mit Testament war auch eine fantastische Sache. Ich habe eigentlich keine speziellen Bands, aber eine Tour mit einer Band wie W.A.S.P. ist schon etwas ganz besonderes für mich. <<

Habt ihr bereits Tourpläne? Und wenn ja, kommt ihr auch zu uns?
Cyrus:>> Yea, zunächst geht es nach Großbritannien und nach Skandinavien mit W.A.S.P. und dann für eine Woche wieder zurück nach Großbritannien. Danach werden wir da und dort einige Single-Shows bestreiten. Es sieht danach aus, dass wir im Juni eine kurze Tour in Spanien absolvieren - vermutlich sechs Shows. Die abschließende Bestätigung müssen wir noch abwarten. Eine mögliche Tour in den USA im September ist auch noch im Gespräch. Sie ist noch nicht bestätigt, aber wir haben die Hoffnung, dass sich diese Möglichkeit realisiert.
Eine Major Tour durch Europa steht zudem in unserer Planung, so dass ich davon ausgehe, dass wir gegen Ende diesen Jahres oder Anfang nächsten Jahres in diesem Rahmen auch nach Deutschland kommen werden.
<<

O. K., die finalen Worte sollen Dir gehören. Hast Du noch eine Botschaft für eure Fans?
Cyrus: >> Wir hoffen, euch alle auf unserer Tour wiederzusehen. Lasst uns zusammen Spaß haben und ein paar Bier trinken. Metaaaal! <<

Dann bedanke ich mich und wünsche euch viel Erfolg mit dem neuen Album!
Cyrus: >> Danke für das Interview. <<
http://www.susperia.net
Robert Buder


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