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Interview-Section :: DECEMBRE NOIR

DECEMBRE NOIR
Kein Power Metal in Thüringen...
Dass FDA Rekotz einen guten Geschmack haben, was Bands angeht, haben sie im reinen Death-Metal-Bereich schon oft genug bewiesen. Decembre Noir spielen zwar Doom Death, stehen dem hohen Qulitätsanspruch des Labels aber in Nichts nach. Besprach mein Bruder CL schon das Debüt ausgesprochen gut, konnte ich nicht umhin das aktuelle Album „Forsaken Earth“ zu goutieren. Und wenn wir beide die gleiche Band gut finden, ist das schon mal ein Grund bei der Truppe nachzufragen.
Eure beiden Alben haben bei uns - verdient - gute Kritiken bekommen. Bitte stellt Euch und Euren Werdegang einmal kurz vor.

>> Da fangen wir wohl mal 2008 an, als die ersten Grundsteine für Décembre Noir gelegt worden sind. Damals noch als Zweimann-Nebenprojekt begonnen, entwickelte es sich schnell zu einer bühnentauglichen Band. 2012 kann man eigentlich als den Startschuss für uns sehen, denn da war das Projekt zur Band herangewachsen. Nach ein paar Besetzungswechseln begann Ende 2013 die Studioarbeit zu „A Discouraged Believer“. Gerade ist nun „Forsaken Earth“, unser zweites Studioalbum, erschienen. <<

Mein Bruder nannte bei Eurem Debüt Saturnus, Opeth, My Dying Bride und Novembers Doom als Einflüsse. Ich würde noch alte Paradise Lost oder alte Amorphis hinzufügen. Könnt Ihr Euch auch darin erkennen?

>> Grundsätzlich will ja jeder immer einen Vergleich ziehen, um Sachen für sich greifbarer zu machen oder um Mitmenschen schneller Erklärungen mit „hört sich an wie…“ geben zu können. Wir selber sehen Décembre Noir als recht eigen an. Ich glaube, wenn man alle genannten Bands in einen Topf wirft, kräftig rührt und mit der nötigen Raffinesse versieht, kommt „hört sich an wie…“ dabei heraus. Wir verbeugen uns und sind sehr stolz darauf, mit solchen Acts und Künstlern in einen Topf geworfen zu werden. <<

Bitte kommentiert die Songs von „Forsaken Earth“ einmal kurz aus Eurer Sicht.

>> „In This Greenhouse Of Loneliness And Clouds“ - empfanden wir als perfekten Song, um das Album zu beginnen. Er führt den Zuhörer schon sehr bestimmend in "Forsaken Earth" hinein und ist dabei sehr ehrlich, da der Track viele Facetten der Scheibe und von Décembre Noir wieder spiegelt.

„Small.Town.Depression“ - ein Song der auf Anhieb die Aufmerksamkeit an sich zieht. Er war auch für uns während der Produktion gleich der Liebling, auch wenn jetzt jeder nach Fertigstellung des Albums hier und da andere Stellen oder Songs der Scheibe bevorzugt. Er ist sehr eingängig, vielleicht sogar poppig, und mit seinen Blast- Passagen auch nicht sehr tief im Doom verankert. Aber keineswegs entfernt von Décembre Noir.

„Ghost Dirge“ - dieser Track ist sofort nach „A Discouraged Believer" entstanden. Sozusagen der erste Song für die Scheibe. Wir spielen ihn auch schon eine ganze Weile live und er schafft es immer wieder uns beim Spielen Gänsehaut zu verursachen. Er ist für einige Leute der stärkste Song auf der Scheibe. Aber da gehen die Geschmäcker eh auseinander. Auf jeden Fall eine Nummer mit vielen großen Momenten. <<

>> „The Vast Darkness“ - der dunkelste Song der Scheibe. Der eigene vertonte Tod. Eine Komposition mit sehr bedrückenden Elementen, aber auch Momenten, bei denen man sich selbst majestätisch zu Grabe trägt. Auch die Gitarren klingen an manchen Stellen umarmend und an anderen dreckig und hässlich. Der Song hat im Studio auch mal den Namen Hassbatzen bekommen.

„Waves Of Insomnia“ - nun wird es wirklich ernst. In einer guten Viertelstunde wird der Hörer in eine sehr facettenreiche Welt von Décembre Noir entführt. Für viele Leute stellt „Waves Of Insomnia“ auch den Höhepunkt dar. Alles scheint in dem Song vertreten, was Décembre Noir auf „Forsaken Earth“ ausmacht. Ein gewissermaßen monumentales, herausragendes Bauwerk in einer Stadt.

„Distant And Unreachable“ - auch wieder etwas wie am Schluss vom „A Discouraged Believer“-Album. Trägt eine Art Aufbruch in sich und führt die Geschichte weiter. Vielleicht in ein neues Album... Wir wollten nicht unbedingt dem Hörer ein „ hui, ist gerade noch mal gut gegangen“ entlocken. Wir fanden, der Song schließt einfach schön den Kreis und er hat mit seinen druckvollen und epischen Momenten das Zeug zum Finale.<<


Euer aktuelles Cover finde ich im Gegensatz zu dem des Debüts sehr stimmungsvoll. Woher habt ihr es? Und wer traf die Entscheidung für das Cover des Debüts?

>>Das Cover zu „Forsaken Earth“ ist dem Album wie auf den Leib geschneidert. Wir haben es allerdings bei unserer Suche nach Motiven bei einem russischen Grafikkünstler entdeckt. Sein Name ist Eugene Soloviev und er kreiert so einige Meisterwerke. Wir fragten ihn und er bot es uns zum Kauf an. Beim Cover zu „A Discouraged Believer“ hatten wir viel zu spät begonnen uns damit auseinander zu setzen. Die Ideen waren da, aber keine Möglichkeit und Zeit sie so umzusetzen, wie sie als Bild im Kopf existierten.<<

In Eurem Bundesland gibt es dem Anschein nach eher härtere Kapellen. Habt Ihr ’ne Ahnung, warum dies so sein könnte?

>>In Sachen Metal wird in Thüringen ein großer Bogen um die True-Metal- oder Power-Metal-Schiene gemacht. Keine Ahnung warum. Ende der 80er, Anfang der 90er malte sich jeder noch die Logos auf die Kutte. Viele heranstrebende Bands wurzeln allerdings von Anbeginn im Death-, Black- oder Pagan-Metal-Bereich. Wem das zu öde ist, der wechselt Richtung progressiv. Vor allem der südliche Thüringer Wald ist ja für seine Bands, welche den alten Göttern huldigen, weltweit bekannt. Aber auch der Hardcore und Metalcore hat in Thüringen so manche Perle hervor gebracht. Aber selbst wenn man Metal außen vor lässt, hat die vergleichsweise kleine Stadt Erfurt schon einige Künstler, die weltweit für Aufsehen sorgen. <<

Wie sehen Eure weiteren Pläne aus? Welche Aktivitäten stehen an der Live-Front an?

>> Die Live-Front kocht gerade ein wenig über. Wir werden bei Zeiten genaue Pläne machen müssen, was wir wann realisieren können. Wir wollen auf jeden Fall unsere Musik auf Konzerten nach außen tragen, sind aber auch schon in der Vorbereitung zum dritten Album. Wenn ich auf den Kalender schaue, wird 2017 sehr intensiv. Wir sind definitiv eine Live-Band. Wir haben das in der letzten Zeit etwas ruhen lassen, aber es wird uns demnächst häufiger auf der Bühne zu sehen geben. <<
http://www.facebook.com/Decembre-Noir
Ludwig Lücker.


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