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Interview-Section :: GLORYFUL

GLORYFUL
STUMPF IST TRUMPF
Gloryful aus dem benachbarten Gelsenkirchen bestehen erst seit vier Jahren. In dieser Zeit haben sie es, bedingt durch eine starke Live-Präsenz und zwei gelungene Scheiben, die sich im traditionellen Metier ansiedeln, aber bereits geschafft zahlreiche Fans zu finden. Zeit also, um mal bei Gitarrist Jens Basten einige Fragen los zu werden.
Glückwunsch zum zweiten gelungenen Longplayer. Dafür dass es Euch erst seit vier Jahren gibt, ist das ´ne ganze Menge. Für die Leute, die Euch noch nicht kennen, stellt Euch doch einmal kurz vor. Name, Alter, Lieblingsbands…

>> Danke Dir. Also, Gloryful bestand im Mai 2010 zunächst aus Johnny und mir. Wir wollten zusammen was auf die Beine stellen. Er wusste von meinem Background und animierte mich des Öfteren, die Brocken jetzt nicht schon hin zu schmeißen, sondern es nochmals zu versuchen. Als ich seine Stimme beim Wii-Rockband spielen vernahm, war schnell klar, dass das Sinn machen würde. Als er dann noch erzählte, dass er mal alleine auf ein Manowar-Konzert gegangen war, war klar worin wir die Notwendigkeit der Band sahen. Wir schrieben in kürzester Zeit die ersten 3 Stücke und brachten Sie als „Sedna´s Revenge“ Demo-CD heraus. Die Reviews waren cool. Insbesondere die auf Stormbringer.at und im Legacy ermutigten uns weiter zu machen. So suchten wir also rasch Mitstreiter um die Sache als richtige Band an den Start und natürlich auf die Bühne zu hieven. Wir produzierten „The Warrior´s Code“ komplett selbst und traten dann mit dem Resultat an die Labels heran. Massacre machten das beste Angebot und nun stehen wir bereits beim zweiten Album. Das Line-Up besteht heute aus Johnny la Bomba (vocals), Daniel Perl (Bass), Adrian Weiss (Gitarre), Hartmut Stoof (Drums) und mir (Jens Basten, Gitarre). Mit Alter und Lieblingsbands möchte ich Dir hier nicht dienen, das haben wir aber echt sehr schön in unseren Musiker-Steckbriefen auf unserer Homepage http://www.gloryful.net aufbereitet. Da stehen auch die Lieblingsgetränke, Filme, Bücher. Schaut alle mal rein. <<

Eine EP und zwei Longplayer in vier Jahren des Bestehens, das ist trotz Eurer musikalischen Klasse echt viel in der Zeit. Wie kam es dazu? Zufall, Kontakte?

>> Wir haben einfach mit Johnny eine wahre Song-Maschine in unseren Reihen. Unsere Prinzipien beim Schreiben heißen „Stumpf ist Trumpf“ und „keep it easy“. Da wir das Rad nicht neu erfinden müssen, funktioniert das also sehr gut aus dem Bauch heraus. Und da wir nur maximal zu zweit am Rechner anstatt zu fünft im Proberaum komponieren und arrangieren, gibt es auch wenig dieser nervtötenden pseudodemokratischen Abstimmungszyklen und Reibereien. Riff, Hookline, Chorus, Entscheidung, Song feddich, Bäm. Soweit also zum Thema Speed beim Songwriting generell. Naja, es macht ganz einfach auch Spaß und Johnny wohnte bis vor kurzen bei mir um die Ecke, da kam er oft spontan zum Writen um’s Eck, auf zwei Bierchen. Da hat das halt gefluppt. Die „Warrior´s Code“ war also zügig fertig, weil wir ganz einfach auch voll Bock hatten, das Baby wachsen zu sehen. Als der Deal mit Massacre dann eingetütet war, musste die fertige Platte 5 Monate auf Ihre Veröffentlichung warten. In der Zeit hätten wir uns zwar auch mit Sonnenbrillen auf der Nase und Caipi in der Hand in die Liegestühle legen können, nach dem Motto „Geil, jetzt müssen wir nur noch abwarten, dann geht’s rund.“ Aber wir dachten halt, es wäre sicher eher von Vorteil, den gerade erreichten Schwung auszunutzen und schon das nächste Album anzugehen. Wenn der Studiotermin dann einmal fest steht, hat man eine klare Zielvorgabe, worauf man dann schön hinarbeitet. Das ist das ganze Geheimnis. Man muss einfach Bock auf die eigene Musik haben und sich in der Band gut verstehen, dann läuft das. Sicher mussten wir hier und da auch ordentlich vorfinanzieren, aber auch das hatten wir schnell geregelt, damit es weiter gehen konnte.<<
Man erkennt bei Euch doch schwere Einflüsse des deutschen, klassischen Metal a’la Running Wild. Was beeinflusst Euch noch?

>> In erster Linie NWOBHM, aber auch Dio, Rainbow, Omen, Manowar, W.A.S.P., Lizzy und Priest. Wir wollen den unserer Meinung nach wichtigsten Stil spielen. Eigentlich ist es auch falsch, puren Heavy Metal mit einem Stil-Zusatz zu versehen, denn es ist die verdammte Essenz dessen, woraus alle anderen Spielarten später resultierten. Gloryful ist nur Heavy Metal, und es wird auch niemals etwas anderes sein. Wenn wir merken, dass sich der Stil in eine andere Richtung bewegen würde, würden wir die Band sofort auflösen. <<

Beim überaus gelungenen „Black Legacy“ fällt mir automatisch Blind Guardians „Bard Song“ ein. Gewollt oder geht es nur mir so?

>> Es war uns natürlich bewusst, dass „Black Legacy“ unser „Bard Song“ bzw. unser „Lord Of The Rings“ werden würde, klar. Und da wir den Song trotzdem auf’s Album gepackt haben, ist es folglich auch gewollt. Der Song kam uns ganz gelegen um den Alarm der Platte in zwei Hälften zu teilen, quasi als Verschnaufpause. Der eigentliche Grund ist aber ganz einfach der, dass wir alle diesen verdammten Ohrwurm nicht mehr aus dem Kopf kriegten, was ja niemals ein schlechtes Zeichen für die Relevanz eines Songs ist. <<

Kommentiert doch bitte einmal kurz die Tracks des Albums aus Eurer Sicht.

>> „Hiring The Dead“: Der stampfende, mächtige Opener der Scheibe. Ein eher untypischer Song für uns. Im Text geht es um die Rekrutierung der Crew der „Ocean Blade“, denn da dieses Schiff verflucht war, waren die alle bereits wrack, bevor Sie den Hafen überhaupt verlassen hatten.
„El Mare, E Libertad“: Musikalisch ein absoluter Speed-Hammer. Sehr straight und brutal, ballert nach vorne. Johnny singt etwas gemeiner im style alter Manowar- oder Dio-Glanztaten. Der Song hat eine sehr rockige 76-Priest Solo-Bridge.
„Ocean Blade“: Im Text des Titeltracks wird die „Ocean Blade“ und ihr manisch vorgehender Capt. McGuerkin näher vorgestellt. Musikalisch ist das der würdige Nachfolger zum Titeltrack des ersten Albums “The Warrior´s Code”, also mit ordentlicher Portion NWOBHM/DiAnno-Ära und Streetrock-Beat. Ein cooles Twin-Guitar-Intermezzo beschliesst im letzten Drittel das Solo-Duell der Gitarren.
„The Master´s Hands“: Was der Captain befiehlt, ist der Mannschaft Gesetz und Schicksal. Das bedeutet Reichtum und Leben oder Verhängnis und Tod. Seine Hände, die das Schiff navigieren und die Harpune führen stehen somit natürlich auch stellvertretend für die Hände Gottes, jedenfalls aus Matrosensicht.
„Cradle Of Heroes“: Die „Cradle Of Heroes“ ist nur eine andere weitere Umschreibung für die „Ocean Blade“, denn das Schiff ist die Krippe, aus der Helden geboren werden. Sie sind zu Helden geworden, da alle ihr Leben lassen mussten und ihre Seelen nun auf dem Meeresgrund treiben.
„Black Legacy“: Abend für Abend verkriecht sich die Mannschaft im Rumpf der “Ocean Blade” und singt in der Kombüse diese Durchhalteparole, um sich gegenseitig Mut zu machen. Neben den Kämpfen mit der Kreatur sind es die Eiseskälte und Orkane, die die Moral der Mannschaft zermürben. Um dies möglichst authentisch umzusetzen, haben wir hier nur akustische Instrumente eingesetzt.
“All Men To The Arms”: Klar, unsere härteste Nummer bisher. Speed Metal/Blind Guardian- Riffing und Manowar-style Bollo-Chorus. Das Ende ist meiner Meinung einer der Höhepunkte des Albums. Der zweistimmige Gesang kann hier alles. Sowas habe ich zuvor auch auf noch keiner Metalplatte gehört. Im Text geht es um die Schlacht mit dem Monster.
„Mc Guerkin´ On The Bridge“: Ein weiterer Song über das Verhältnis zwischen Captain und Crew, quasi The Master´s Hands Pt.2. Musikalisch eine Speedgranate wie sie sein muss, kein Geschnörkel. Das Thema zieht sich durch Main-Riff und Strophe bis es in einem fast schon Doro/Warlock-like Mitgröhlteil explodiert.
„Siren Song“: Hier geht es um die Tücken der maritimen Navigation, vor allem wenn man nach Wochen auf hoher See ohnehin schon halb durchgeknallt ist und dann noch den sirenenhaften Schreien Sednas´ ausgesetzt ist. Musikalisch ist dies klar unser Rock n´Rolf-/ Running-ild-Gedächtnissong. Eine weitere Besonderheit ist der tolle Sirenengesang auf der Bridge. <<
Eure Produktion ist erstklassig. Wie kommt man in Eurem Stadium der Musikkarriere an Leute wie Swanö und Greywolf und wie könnt ihr sowas bezahlen, denn die Jungs sind ja nicht ganz billig?

>> Zunächst einmal wäre eine billige Produktion natürlich nicht unser Anspruch und wäre auch keine gute Idee, wenn man als Newcomer an den Start geht. Und sooo teuer sind die Jungs dann auch wieder nicht. Dan kannte ich noch von der Zusammenarbeit beim letzten Album „Five Scars“ meiner anderen Band Night In Gales. Da hatte alles super geklappt. Es macht Spaß mit ihm zu arbeiten, er haut Dich nicht über’s Ohr und ist ein sehr talentierter Musiker, der schon etliche Alben gemischt hat. Dem brauchst Du nicht mehr viel erklären, der hat bei unseren Alben immer direkt ¾ des Materials auf Anhieb „erkannt“ und dementsprechend behandelt. Charles Greywolf hatte sich parallel zu unserer Entscheidung mit „Ocean Blade“ wieder zu Dan zu gehen, auch angeboten das Album zu mischen. Da haben wir uns gedacht, dass die ganze Sache nochmals mehr knallen würde, wenn er ganz einfach den Mastering-Job übernehmen könnte. Und so kam es dann bekanntlich auch, haha. Die Wolfsjungs kenne ich einerseits noch aus alten Summer-Breeze-Zeiten, da hatte ich seinerzeit mal den Merchstand ihrer alten Band Flowing Tears gemacht, weil die keinen Mercher dabei hatten. Außerdem hatten wir in 2012 schon mal in Essen für Powerwolf eröffnet, da traf man sich dann wieder. <<

Wie sieht es denn tourtechnisch bei euch aus?

>> Wir haben zwar stetig Angebote erhalten, jedoch scheiterten die meisten Touren bislang entweder an den riskant hohen Buy Ons oder aber an der Tatsache, dass man sich sehr kurzfristig entscheiden musste oder wir nur in Teilen noch genügend Urlaub übrig hatten. Wir hoffen 2015 tourtechnisch endlich auch in Europa herum zu kommen. <<

Wenn ihr noch etwas zu sagen habt, dann ist dies der Platz dafür.

>> Vielen Dank an alle, die uns bisher unterstützt haben, indem sie auf Konzerten waren, eine CD, LP oder Shirts gekauft haben. Wer uns unterstützen möchte oder schon nach schicken Weihnachtsgeschenken sucht, sollte mal auf http://www.gloryful.net in unserem Merchstore vorbeischauen. Auf der Page stehen auch immer die aktuellen Showdates. Wir sind auch bei facebook und twitter sehr aktiv, da kann man gut in Kontakt treten, z.B. wenn man uns für eine Show buchen möchte. Cheers! <<

Besten Dank.
http://www.gloryful.net
Ludwig Lücker.


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