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Interview-Section :: MONOLITH

MONOLITH
Vorzüglicher Psychedelic Rock aus Deutschland
Seit etwa drei Jahren machen MONOLITH nun schon groovige, stoische und psychedelische Musik. Mit einem 4-Track-Demo im Gepäck spielte die Band in Nord- und Ostdeutschland einige Gigs. Unter anderem im Vorprogramm von KADAVER, um sich im Spätsommer 2013 im heimischen Harbor Inn Studio zur Produktion des ersten Longplayers zurückzuziehen. Das Ergebnis wird das Trio am 11.April 2014 bei ihrer Record-Release-Party im Römer in Bremen zusammen mit Eta Lux und Black Jesus vorstellen. Ziel der Band war es, eine rohe, authentische 70er-Jahre Atmosphäre zu kreieren. Deshalb wurden sämtliche Stücke live eingespielt. Lediglich einige Gitarrensoli, sowie den Gesang nahm die Band als Overdub auf. Das Ergebnis ist feinster Doom-Rock der alten Schule: Stoische Beats, knurrender Bass, grollende bis schreiende Gitarrenriffs und charismatischer, druckvoller Gesang.

Da das Album auch den Obliveon-Rezensenten überzeugt hat und es bis zum 11. April noch ein paar Tage hin sind, hat sich das Interview und ein bisschen Promotion für eine Band, die es definitiv verdient hat, förmlich angeboten. Wollen doch mal sehen, ob wir den Bremer Römer nicht voll kriegen. Meinen fragen stand Bassist und Sänger Ralf Brummerloh Rede und Antwort.
Hallo und einen schönen Gruß in meine alte Heimatstadt Bremen. Wie geht es euch?

Ralf: >> Ganz gut soweit. Danke. Läuft alles so wie wir uns das vorstellen im Moment. <<

Ihr seid ja noch eine recht junge Band und bisher zumindest in Deutschland noch nicht so bekannt. Stellt euch doch bitte mal unseren Lesern vor, wie ihr euch gefunden habt und wie die Historie der Band bisher aussieht.

Ralf: >> Wir sind ein 2009 gegründetes Trio aus Bremen (Gitarre/Backings – Ron Osenbrück, Bass/vox – Ralf Brummerloh, Schlagzeug/Backings – Andre Dittmann). Unsere Musik würden wir als Psychedlic Doom Rock beschreiben.
Zunächst war das nur so ein Projekt von André und Ron. Später kam für ein paar Proben Carsten Brüning von Black Night Crash am Bass dazu und es war zuerst nicht wirklich klar, in welche spezielle Richtung von hartem Rock das Ganze gehen sollte. Wir alle haben damals im Alten Zollamt im Bremen geprobt, welches von dem Musikszene Bremen e.V. gemietet ist. Dann war ich mal zufällig da und die haben mich angehauen, ob ich nicht singen will. Erst wollte ich nicht, da ich mit anderen Projekten beschäftigt war. Aber da wir uns nur Sonntags so zwischen 18 und 22 Uhr völlig unverbindlich und ohne Ambitionen treffen wollten, habe ich doch ja gesagt. Carsten kam irgendwann nicht mehr zu den Jams und so habe ich angefangen, auch Bass zu spielen. Dann kam der Doom - Rock aus uns heraus.
<<

Sind einige von euch auch in anderen Bands involviert?

Ralf: >> Das waren wir. Mittlerweile sind wir aber alle nur noch bei MONOLITH. <<

Womit finanziert ihr euch zur Zeit, bzw. welchen Berufen geht ihr nach?

Ralf: >> Andre arbeitet als Sozialpädagoge, ich bin Referendar und will Lehrer für Englisch und Geschichte werden und Ron studiert BWL, damit er später mal mit einem goldenen Löffel seine Suppe schlürfen kann. <<

Ist es schwierig, das "Brötchen-Verdienen" mit dem Wunsch nach Touren zu vereinbaren?

Ralf: >> Auf jeden Fall. Da sind wir immer auf Urlaub, Semesterferien und Schulferien angewiesen. Da ist es gar nicht so leicht, Termine zu finden. Da sich die Anforderungen für das Booking in den letzten Jahren erheblich erschwert haben, ist es immer eine krasse Herausforderung, alles unter einen Hut zu bekommen. Da uns die Musik und die Band aber so wichtig sind, kriegen wir das trotz allem meistens irgendwie hin. Wenn die Band im jeweiligen Leben eine wirklich hohe Priorität genießt, schafft man das. Alles andere sind Ausreden, natürlich sofern keine gesundheitlichen Probleme dazwischen kommen. <<

Kommen wir mal zu eurer Musik, wobei ich darauf und auf das spezielle 70er-Jahre-Feeling, was ihr für das Album kreiert habt, schon in meiner Review eingegangen bin. Beschreibt doch mal mit euren eigenen Worten, wie ihr euch musikalisch seht und welche Gedanken ihr euch für die Aufnahmen zum aktuellen Album gemacht habt.

Ralf: >> Wir sind davon überzeugt, dass ein gutes Album vor allem 4 Kriterien ausmachen: Gute Songs, pfiffige Arrangements, solides musikalisches Handwerk und nicht zuletzt, dass man raushören kann, wie viel Bock die Mucker aufs gemeinsame Mucken haben. So etwas hört man unserer Meinung nach nicht unbedingt bei den überproduzierten, hochgezüchteten aktuellen Produktionen. Das hört man auf den Platten von Led Zeppelin, Black Sabbath und Konsorten, wo unter Zeitdruck einfach meistens live eingespielt wurde und man sich eher weniger Gedanken um den dritten Gitarren-Overdub gemacht hat. Deshalb haben wir uns entschieden das genauso zu machen. Einige Soli und natürlich der Gesang wurden dann im Nachhinein aufgenommen. <<
Meiner eigenen Wahrnehmung zufolge scheinen die 70er und insbesondere der Psychedelic Rock eine Art Revival zu erfahren. Wie seht ihr euer musikalisches Umfeld in eurem Genre und die Entwicklung in den letzten Jahren?

Ralf: >> Ja, das ist wohl so. Wir haben allerdings schon vor vier oder fünf Jahren diese Art von Musik gemacht, als noch keiner was davon wissen wollte. Und wir werden auch in Zukunft die Musik machen, auf die wir Bock haben, ob das jetzt im Trend liegt oder nicht. Ganz unglücklich sind wir über diese Entwicklung allerdings nicht. Wir hoffen natürlich schon, dass "Dystopia" genau das bietet, was die Leute, die solche Musik lieben, hören wollen. Aber wie gesagt: Eine Voraussetzung für das, was wir machen, ist das nicht. Wem es nicht gefällt: Auch ok. <<

Welche Themen verarbeitet ihr in den Lyrics und wie wichtig sind euch die Texte bzw. wollt ihr den Fans bestimmte Botschaften vermitteln?

Ralf: >> Alles Mögliche. Bei ´Acid Rain´ geht es z. B. um Teenager-Probleme, die man aber auch wenn man älter ist einfach nicht los wird. Zurückweisungen, Fehler machen, versuchen, wieder aufzustehen usw. ´Cosmic Fairy´ hingegen handelt von einer Frau, die entweder übernatürliche Fähigkeiten hat oder aber dringend mal zum Psychiater gehen sollte. Obwohl mir die Texte wichtig sind würden wir aber sagen, dass im Endeffekt nur zählt, dass sie sich gut in den Song einfügen und man sie gut singen kann. Die Musik steht im Mittelpunkt. Eine explizite Botschaft oder gar eine Appellfunktion haben die Stücke eher nicht. <<

Wie teilt ihr euch die Arbeit auf, schreibt einer die Musik, ein anderer die Texte oder bringt sich jeder mit ein?

Ralf: >> Ich schreibe die Texte, aber Ron beschäftigt sich mittlerweile auch damit. Bei der Musik ist es so, dass Ron oder ich eine Idee mitbringen und dann wird solange darauf rumgejamt, bis wir alle drei damit zufrieden sind, jemand noch mal eine Idee hinzufügt, oder wir das Ganze verwerfen. Ab und zu passiert es aber auch, dass wir beim gemeinsamen jammen einen Song entwickeln, ohne dass vorher jemand wusste, wohin die Reise hingehen soll, und da bringt sich in der Tat jeder mit ein. <<

Welche Resonanzen habt ihr bisher in den Reviews zu "Dystopia" erhalten?

Ralf: >> Sehr positive! Tatsächlich stehen wohl die meisten Freaks, die sowas interessiert, auf dieses Album. Wenn eine Kritik kommt, dann in die Richtung, dass es zu sehr nach BLACK SABBATH klingt. Wir wundern uns aber eher über diese eindeutige Assoziation, denn wir haben weit umfänglichere Einflüsse. Irgendwie scheint es so zu sein, dass alles, was runtergestimmte Gitarren hat, dazu relativ hohen Clean-Gesang und einen bluesigen Groove bietet, mit SABBATH gleichgesetzt wird. Wir sehen das nicht so, aber es gibt sicherlich schlechtere Referenzen. <<

Am 11.04. steht eine Release-Party im Bremer "Römer" an. Wie läuft der Vorverkauf und seid ihr schon sehr aufgeregt?

Ralf: >> Vorverkauf gibt es nicht, da der Eintritt frei ist. Aber wir sind davon überzeugt, dass es ein geiler Abend mit sehr vielen Gästen und noch zwei anderen sehr geilen Bands wird. Die CDs werden übrigens schon zum Verkauf bereit liegen. Die Vinyl-Scheiben können an dem Abend bestellt werden und werden etwa 3 Wochen später vom Label nachgeliefert. <<

Freier Eintritt ist ja noch besser! Dann bin ich zuversichtlich, dass der "Römer" an dem Abend ordentlich gefüllt sein wird. Wie sind nach der Release-Party eure weiteren Pläne für die Zukunft? Wie wird es nach der Veröffentlichung von "Dystopia" weitergehen?

Ralf: >> Wir sind für das nächste Album schon fleißig am Ideen sammeln. Es sollte klappen, dass wir mindestens alle 2 Jahre eine Platte rausbringen. "Dystopia" war erst der Anfang. <<

Vielen Dank für deine Zeit für dieses Interview. Möchtest du zum Abschluss noch eine Botschaft an unsere Leser und eure Fans richten?

Ralf: >> Lesen ist nicht halb so gut wie hören. Also besucht uns auf Facebook (www.facebook.com/monolith.doomrock) und zieht euch den Kram rein. Wenn es euch gefällt, könnt ihr uns das dann auch gerne mitteilen, oder sogar unser Album beim Label http://www.finalgaterecords.com kaufen, wenn es euch richtig flasht. <<

Vielen Dank und euich viel Erfolg mit "Dystopia" und eine gelungene Release-Party!
http://www.facebook.com/Monolith.doomrock
Robert Buder


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