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Interview-Section :: MESSENGER

MESSENGER
KONZEPT ODER MACKE
Die saarländische Band Messenger hatte sich mit ihren letzten Veröffentlichungen respektable Bewertungen bei mir erkämpft. Zeit also für ein erstes Interview mit den Jungs, zumal sie ihre aktuelle Scheibe ‘Starwolf-Pt.I: The Messengers‘ (siehe auch Reviews) als Konzeptstory zu einer Weltraumgeschichte erdacht hatten. Das dann allerdings bei einer Band, die seit dreiundzwanzig Jahren existiert, ein Interview so abläuft, dass Fragen zur Vergangenheit abgeblockt werden und der Interviewpartner derartig in seiner Konzeptstory aufgeht, als wäre er seit Jahrzehnten bei Gwar, finde ich eher verwunderlich als originell. Aber urteilt ruhig selbst.
Hallo, ihr habt jetzt mit euren drei letzten Veröffentlichungen jeweils 7,5 von 10 Punkten ergattert. Zeit für das erste Interview bei uns. Stellt euch doch für unsere Leser, die euch noch nicht kennen, einmal kurz selber vor.

>>Ich bin Francis Blake, meines Zeichens Dichter und Kommunikationsoffizier. Wir sind die Führungsoffiziere der Mannschaft des Sternenwolfes, als da noch wären: unser Bordingenieur Pyro Jack, der Waffenmeister und Archäologe Chainmaster, Dr. H.R. Strauss und der Navigator Merlin.<<

Aha. Ich bin bei euren Scheiben zugegebenermaßen immer auch ein klein wenig zwiespältig. Ihr habt richtig geile Songs wie „Pharaoh“, „Pray To Odin“, „Lindisfarne“, „Reign Of The Righteous“, „Thousand Suns Of Eternity“ und den mir persönlich am besten gefallenden Messenger-Song „The Dragonships“. Andererseits habt ihr viele Nummern wie etwa „Starwolf“, um jetzt nur einmal einen exemplarisch zu nennen, die mir persönlich zu sehr im skandinavischen, eher einfach und teils etwas cheesy gestrickten Power-Metal-Bereich angesiedelt sind und etwas zahm und brav wirken. Wie steht ihr zu dieser Kritik?

>>Wenn wir das so sehen würden wie Du, dann hätten wir diese Titel nicht veröffentlicht. Das ist alles Geschmacksfrage. So wie das Töten. Jeder von uns hat eine bevorzugte Art, einem anderen die Lichter auszublasen. Pyro Jack hat seinen Flammenwerfer, Chainmaster seine Energiekette, der Doktor seine Experimente und Merlin bringt Dich mit bloßen Händen um. Was mich betrifft... vielleicht möchtest Du es herausfinden?<<

(Eigentlich sollten wir einen derartigen Müll, von der Band erbracht nach wochenlanger Wartezeit und mehrmaligem Nachhaken unsererseits, direkt in die Tonne hauen...Das nächste Interview gibt´s dann erst wenn die Saarländer ihre Kindergartenzeit beendet und die Grundschule erfolgreich bestanden haben. CL)

Jetzt bekomme ich ja Angst wie vor dem BiBaButzemann…Kommentiert bitte einmal kurz die einzelnen Songs des aktuellen Longplayers und erläutert dabei das damit einhergehende Konzept des Silberlings.

>>„Raiders Of Galaxy“- Der Arbeitsalltag von uns Weltraumpiraten - der Text spielt auch auf die erste Szene in dem Buch von Victor Pax an. In diesem Opener kommen auch die Chöre sehr schön zur Geltung, die einen starken Sci-Fi-Touch haben und deren Präsenz sich wie ein roter Faden durch die komplette Scheibe zieht. <<
>>„The Spectre“ - Darin wird geschildert, auf welche Art und Weise der Name des Sternenwolfes mit Furcht verbunden ist und dass die Piraten eine Art Kodex haben, der sie nicht nur dem Beutemachen, sondern auch gegenüber Wissenschaft und Aufklärung verpflichtet.
“Salvation“ - Die Nutzung von Klonsklaven war in der föderierten Galaxis die Grundlage von Wohlstand und Reichtum. Da der mächtige Ethik-Orden durch den Einsatz der Inquisition dem Ganzen ein Ende bereitet hat, kam es später zu einer studentischen Protestbewegung. Sie haben für die Wiederherstellung der alten Ordnung gekämpft, bevor ihre Bewegung durch die Ethik-Inquisition zerschlagen wurde.
„Pirates Of Space“ - Inhaltlich die Ergänzung zu “The Spectre”.
„Chosen One“ - Hier geht es um interstellare Archäologie, die bei den Piraten einen hohen Stellenwert hat, da die gesamte Galaxis von untergegangenen Kulturen wimmelt, von denen sich die Freibeuter Rückschlüsse auf die verbotenen Technologien erhoffen. Chainmaster spielt hier eine tragende Rolle.
„Earth, Water And Power“ - Die Geschichte des Navigators Merlin. Er wurde von Oktopoden aufgezogen und ist ein Meister der Kampfkunst.
“Reign Of The Righteous“ - Die Gefühle von Jack Decker, der als hochdekorierter General wegen Gehorsamsverweigerung vor der Inquisition fliehen musste und als “Pyro Jack” eine Laufbahn als Freibeuter eingeschlagen hatte.
„Thousand Suns Of Eternity“ - Eine Hymne, die balladesk anfängt, mit einem eher ungewohnt sanften Gesang. Es handelt von Francis Blake und seinem Hass.
“Starwolf“ - Der Titelsong ist eine Hymne über unseren Kapitän Wolf “Sternenwof” Morgan, ein halb bionischer Mensch, der mit vielen anderen das Schicksal teilt, vor der Inquisition geflohen zu sein, um als Pirat ein Leben in Freiheit zu führen. Er ist unser Anführer und Sprecher der alten Ordnung.
„The Path Of Science“ - Dieser Titel handelt von unserem Arzt und Wissenschaftler Dr. Hans Reinhardt Strauss.
“Born To Face The Wind“ - Auch wieder eine Piratenhymne, diesmal mit ausgefeiltem Chorgesang.<<


Ihr liegt mit eurer Herkunft aus dem Saarland etwas fernab der üblichen Metal-Hochburgen. Seht ihr das für euch eher als Nach- oder Vorteil?

>>Das ist eine Frage der Perspektive. Weder ein Land noch ein ganzer Planet sind hierbei relevant, sondern nur der Wille, unsere Botschaft der Freiheit zu verbreiten.<<

Eine größere Tour wäre sicher hilfreich für euch. Gibt es da eine Möglichkeit oder seid ihr auch beruflich einfach zu sehr eingebunden, so dass „lediglich“ die Möglichkeit zu Wochenend-Gigs besteht?

>>Anfang 2014 werden wir mit Primal Fear und Bullet auf Tour gehen, da freuen wir uns sehr drauf. Und einige Fans sind auch sehr glücklich darüber, uns endlich mal live sehen zu können. <<

Wenn ihr noch etwas zu sagen habt, dann ist dies die Gelegenheit…

>>Ein Gespenst geht um in der Galaxis… Das Gespenst von Morgans Rache…Lasst uns gemeinsam auf unseren Beutezügen Furcht und Schrecken verbreiten, wir sehen uns auf der Bühne!<<

Danke für´s informative Interview.
http://www.messengerband.de
Ludwig Lücker.


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