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Interview-Section :: LALU

LALU
Ein französischer Keyboarder, der schon bei allerlei Projekten oder mit Auftragsarbeiten aufgefallen ist, stellt sich eine durchaus bekannte, international besetzte Truppe zusammen, die seine Kompositionen in verschiedenen Studios vor der jeweiligen Haustür aufnimmt. Diese Bilderbuch-Projektplatte übte vorab in der Tat überhaupt gar keinen Reiz auf mich aus und entsprechend ging ich mit eher geringen Erwartungen und gesunder Skepsis an „Atomic Ark“ heran. Umso größer gebärdete sich die Überraschung, dass mich Vivien Lalu mit einer schlichtweg guten Prog-Platte mitreißen konnte. Aus diesem Grunde nahm ich die Interview-Einladung gern’ an, um noch mehr über die Rahmenbedingungen von „Atomic Ark“ in Erfahrung bringen zu können
Hey Vivien, wie kamst Du zu den gestandenen Musikern für Dein aktuelles Projekt und
- um es mal leicht zynisch zu formluieren - wie bedeutsam war den Beteiligten der Scheck für ihren kreativen Job?

>> Nun, ich bezeichne LALU gern als Band-Projekt. Seit der Internet-Explosion Anfang des Millenniums hat sich die Musikwelt enorm verändert. Auch eine Band wie Dream Theater lebt weit verstreut und kommt eher nur für Studioarbeit, Tourvorbereitungen etc. zusammen. Die technische Entwicklung macht es einfach mit Leuten weltweit zu arbeiten und sich eine Band zusammen zu stellen, deren Mitglieder sich täglich über email, Facebook, Twitter, Dropbox usw. vernetzen und austauschen. Um es abzukürzen: LALU ist schon in erster Linie ein Projekt, da ich die Musik schreibe und damit experimentiere, mein Name steht auf dem Cover und das Line-up kann sich von einem Album zum anderen verändern. Andererseits handelt es sich schon um eine Band, da ich versuche die jeweiligen Mitglieder mit einem guten Gefühl bzw. in einer tollen, kreativen Atmosphäre zu vereinen. Dieser menschliche Faktor ist enorm wichtig für mich. Einige Musiker, darunter sehr bekannte, haben dabei auch vollkommen umsonst gearbeitet, anderen haben nach einer Gage gefragt um Studiozeiten zu bezahlen, es gibt da also also keine goldene Regel, haha! <<

8 von 10 Punkten @ obliveon.de und das Fazit “erfüllt Sensory-Qualitätsstandards und kann Prog-Metal-Lunatics bedenkenlos weiterempfohlen werden“: wie aber würdest Du Proggies „Atomic Ark“ schmackhaft machen wollen?

>> Erstmal Danke! Als Schöpfer dieser Musik bin ich natürlich zu meiner ureigenen Perspektive verbannt. Ich habe das Album während der Produktion so oft gehört, dass ich nicht mehr in der Lage bin meine Kreation zu beurteilen. Ich wünschte, dass ich die CD nochmals neu erfahren, mit frischen Ohren hören könnte. <<

Die Einflüsse für “Atomic Ark” und den Arbeitsprozess an sich lässt Mister Lalu für uns gerne Revue passieren.

>> Devin Townsend & Strapping Young Lad waren mir immer eine große Inspiration, ebenso wie Symphony X & Dream Theater. Wenn ich eigene Songs schreibe versuche ich diese generelle Beeinflussung aber auszublenden. Eigentlich geht mir das Komponieren auch immer leicht von der Hand. Produzieren, aufnehmen, editieren, Dateien hin- und herschicken, mischen, mastern; das alles kostet Zeit und ist der eigentlich aufwändige Part eines Albums. Meinen Gastmusiker gebe ich dabei immer etwas kreative Freiheit, damit sie sich einbringen und eigene Gefühle in die Band einbringen können. <<
Zu den lyrischen Inhalten bezieht Vivien ebenfalls Stellung.

>> Das Hauptthema sind Tiere und das seltsame, oftmals schlechte Verhältnis zwischen Mensch & Tier. Ich beschäftige mich hierbei mit dem Missbrauch von Lebewesen und der brutalen Gewalt an Tieren, 50% meiner persönlichen Einnahmen an der CD kommen dann auch einer Tierschutzorganisation in Paris namens ALERTE SOS zugute. Eigentlich befasse ich mich ansonsten kaum mit der lyrischen Seite und überlasse diesen Job inklusive der vokalen Melodien meinen Sängern. Ich weiß gar nicht warum, aber ich habe mich nie - auch bei anderen Acts - großartig mit Texten befasst oder Booklets studiert. Wie auch immer, bei “Atomic Ark” war ich für ´War On Animals´ und ´Follow The Line´ zuständig, die ich während einer Zugfahrt nach Deutschland schrieb. Martin LeMar konnte hierzu keine Ideen entwickeln und die Aufnahmen standen kurz bevor. Es hat mir aber großen Spaß gemacht mal auf diesem Gebiet tätig zu werden. <<

Besteht die Chance Deine Zusammenstellung an namhaften Musikern auch mal auf Bühnenbrettern sehen zu können?

>> Ja, auf jeden Fall. Es ist zwar zu früh um Konkretes zu verkünden, aber wir haben eine Einladung für ein Festival im nächsten Jahr erhalten und vielleicht gibt es sogar eine “ATOMIC ARK”-Mini-Tour durch Europa, mitsamt Daten in Deutschland. Wir arbeiten daran und hoffen dies realisieren zu können. Ich liebe es die Musik auf die Bühne zu bringen, was bei Studioprojekten ja oftmals nicht möglich ist. <<

Ich bin gespannt, wie sich die Zeitpläne der Musiker übereinander bringen lassen oder ob bei einem tatsächlichen Gig ein gänzlich anderes Mucker-Team heranrückt... Wie üblich interessiert mich aber auch was der befragte Musiker in seiner ’ewigen Favoritenliste’ führt und was ihn aktuell beeindruckt hat...Vorhang auf für Viviens Prog-Highlights:

>> Oh, das wäre eine lange Liste, also muss ich mich irgendwie kurz fassen: Devin Townsend – Ocean Machine, Dream Theater – Images & Words und Metropolis Part. II, Pain of Salvation – One Hour by the Concrete Lake, Symphony X – V, Ayreon – Intro the Electric Castle, Vanden Plas – The God Thing, Shadow Gallery – Carved in Stone und Threshold – Extinct Instinct gehören zu meinen Dauerbrennern. Aktuell hat mich definitiv James LaBrie beeindruckt. Im Ernst, ich liebe sein neues Album und ´Slight of Hand´ ist für mich einer der besten Top-5-Songs, die jemals geschrieben worden sind. <<

Deine finalen Worte bitte!

>> Danke dass Du Dich mit unserem Album beschäftigt hast! Ohne Ohren die zuhören hat Musik keinerlei Bedeutung. Die Tatsache, das man meinen Kreationen Gehör schenkt, gibt mir genügend Inspiration und Energie um weiterzumachen. Also, ein großes “Danke schön!”, dass Ihr meiner Musik einen Grund gibt zu existieren. Wir sehen uns bald “live”. <<
http://www.vivienlalu.com
Christoph Lücker


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