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Interview-Section :: HACRIDE

HACRIDE
Stärker denn je sind die Franzosen endlich zurück und wollen uns mächtig einheizen!
Mit HACRIDE verhielt es sich bei mir wie bei allen Bands, die in der Vergangenheit bereits einen guten Eindruck hinterlassen haben, dann aber irgendwie abgetaucht sind. Gelegentlich fragte ich mich, was wohl aus den Franzosen geworden ist, habe das Thema aber aufgrund der Fülle von anderen Bands schnell wieder aus den Augen verloren. Umso erfreuter habe ich dann im Frühjahr zur Kenntnis genommen, dass man nach gut vier Jahren wieder ein neues Album an den Start bringt und mich gerne über die Rezension hergemacht. Doch nicht nur das, hat mich das Album selbst mehr als positiv überrascht und es scheint auch so, dass die Story, die HACRIDE schreiben, erfolgreich weitergehen wird. Der Austausch der halben Mannschaft beschert der Band einen neuen Drummer namens Florent Marcadat und mit Luiss Roux einen neuen Sänger, der auch gleich bereits war, mir für dieses Interview zur Verfügung zu stehen. Daneben scheint man auch in Sachen Live-Präsenz richtig Gas geben zu wollen, wobei ich mich auf den Auftritt der Jungs auf den diesjährigen ProgPower freue. Doch hier erst einmal das Interview mit Luiss..
Hi Luiss, was kannst du uns zu den Reaktionen zum Album berichten?

Luiss: >> Die Reaktionen waren so weit eher positiv. Wir haben einige wirklich gute Kritiken der Magazine erhalten und auch die Fans scheinen glücklich und begeistert zu sein. <<

Was kannst du uns zum Entstehungsprozess erzählen. Hattet ihr bereits fertig arrangierte Songs, als ihr ins Studio gegangen seid und wie läuft der Prozess normalerweise ab?

Luiss: >> Üblicherweise komponiert Adrien das meiste der Musik zu Hause und dann kommen wir zusammen, um seine Ideen und Riffs zu besprechen. Alle Riffs und die Drum-Parts werden bereits festgelegt, bevor wir ins Studio gehen, aber es kommt dennoch vor, dass wir bis zur letzten Minute noch Veränderungen vornehmen. Was den ganzen Prozess diesmal so besonders gemacht hat, war, dass Adirens Sohn während des Komponierens zu Hause war, was sich auch auf das Album ausgewirkt hat, was man dem Wiegenlied-Feeling einiger Tracks entnehmen kann. <<

Gibt es ein thematisches Konzept hinter den Songs von "Back To Where You’ve Never Been" und hast du einen Lieblingssong?

Luiss: >> „Back To Where You’ve Never Been" erzählt im Grunde die Geschichte eines Mannes, der eines Tages aufwacht und erkennt, dass seine ganze Existenz fehlgelaufen ist. Er fordert die Zuhörer auf zu erkennen, was im Leben des Einzelnen wirklich sinnvoll ist und das sie alles dafür geben sollen, ihre individuellen Ziele zu erreichen. Ich habe selbst zu viele frustrierte Personen im Laufe der Jahre getroffen und ich muss auch zugeben, dass ich schon vor mir selbst weggelaufen bin. Die Sache ist, dass ich ein geregeltes Leben lebe, was mich aber nicht so recht zufrieden stellt und ich das Gefühl habe, einige Dinge zu vermissen. Es geht darum, die richtigen Entscheidungen zu treffen und die Zeit, die wir hier verbringen dürfen, besser zu schätzen lernen.

Mein Lieblingslied ist der letzte Track ‘Requiem For A Lullaby‘, weil dieser Song das gesamte Konzept hinter diesem Album am besten zusammenfasst. Außerdem verfügt er über Komponenten des Southern Rock und ist auch etwas bluesig, beides Elemente, die HACRIDE bisher nicht verwendet hat.
<<

Im Vergleich zu „Lazarus" ist das neue Album wesentlich melodischer und nicht so experimentell bzw. rhythmisch vertrackt. Was meinst du, ist der Hintergrund für diese Entwicklung und inwieweit hast du und Mike bereits Einfluss darauf gehabt?

Luiss: >> Ich bin seit letztem September in der Band und zu diesem Zeitpunkt war das Album bereits fertig geschrieben. Flo, unser neuer Drummer, hatte sicherlich einen wichtigen Einfluss auf die Musik, ich dagegen jedoch nicht. Adrien hatte die Art, wie Flo spielt, sicherlich schon im Hinterkopf, als er zu Hause komponiert hatte, denn einige Riffs grooven geradezu. Überhaupt hat das Album eine gehörige Portion Groove erhalten. <<

Wie würdest du den Fans „Back To Where You’ve Never Been“ beschreiben, was darf der Hörer also von dem Album erwarten?

Luiss: >> Die Songs sind einfacher gehalten als bei „Lazarus“, sie sind mehr straight nach vorne gerichtet. Die Idee war, unsere Botschaft klar herauszustellen und ein einfaches und effektives Album zu machen. Wie das Sprichwort schon ist es schwierig, Sachen einfacher zu machen. Interessant ist, dass „Back To Where You’ve Never Been“ sowohl mit technischen Riffs aufwartet, wir aber auch traditionelle Strukturen in Sachen Songwriting genutzt haben. Es ist eine Steigerung in Form von kompromisslosen Willen, alles nicht Notwendige loszuwerden, um unseren musikalischen Kern konsequent und geradlinig umzusetzen. Zudem beinhaltet dieses Album viel Wut, weil ich ein angepisster Sänger bin, der sich über einige Dinge beschweren will und dieses auch laut herausschreit! <<

Welche Ziele verbindet ihr mit dem neuen Album?

Luiss: >> Wie ich schon sagte, hatten wir die Absicht, ein übersichtliches und unkompliziertes Album zu machen, es also einfach zu halten, aber dennoch unsere Botschaft klar rüber zu bringen. Der Sound war auch ein Thema, an dem wir intensiv gearbeitet haben und Franck Hueso, unser Tontechniker, hatte einen wirklich wichtigen Beitrag zu diesem Thema geleistet. Wir wollten einen kristallklaren, präzisen Klang, der aber so massiv und heavy wie möglich sein sollte. <<
Well done, kann ich da nur sagen. Was können die Fans von HACRIDE in den kommenden Jahren erwarten?

Luiss: >> HACRIDE-Fans dürfen sich auf mehr internationale Touren freuen. Aufgrund unserer bei der Indien-Tour gesammelten Erfahrungen sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass wir ein solides Team haben und wir die Band so gut wie möglich nach vorne pushen wollen. Ich glaube, das ist der Beginn einer sehr fruchtbaren Beziehung in Bezug auf unsere Band-Zusammensetzung und ich kann es kaum erwarten, mit den Arbeiten zum nächsten Album zu beginnen. HACRIDE-Fans können sich auch auf einige extreme Shows freuen, denn wir arbeiten hart daran, dass unsere Auftritte unvergesslich bleiben. Wir wollen für unsere Fans bei jedem Auftritt 110 % geben! <<

Gibt es bereits Tourpläne und ist vielleicht ein Abstecher nach Deutschland geplant?

Luiss: >> Wir spielen im Oktober auf dem Euroblast Festival (Das Festival findet immerhin schon in der neunten Auflage statt und residiert vom 11. – 13.10. in der Essigfabrik in Köln. Neben HACRIDE sind unter anderem auch schon MNEMIC, TEXTURES, THE OCEAN und THREAT SIGNAL bestätigt. - RB) und arbeiten auch an einer Europa-Tour für dieses Jahr. Ich kann derzeit noch keine Details nennen, aber wir werden alles dafür tun, auch in Deutschland zu spielen! <<

Wenn du mit deiner Wunschband auf Tour gehen könntest, wer wäre das und warum?

Luiss: >> Das ist eine gute Frage! Es gibt eine Unmenge an guten Bands, die ich liebe und mit denen ich auf Tour gehen würde. Ich denke, unsere Freunde von TREPALIUM (Eine französische Death Metal-Band, die im gleichen Jahr wie HACRIDE gegründet wurden und bei Season Of Mist unter Vertrag stehen. - RB) wären eine ideale Wahl. Wir stehen auf der gleichen Seite wie die Jungs, das heißt wir kommen aus der gleichen Gegend Frankreichs und es macht einfach Spaß, mit den Jungs abzuhängen. KK (gemeint ist Sänger Kéké. - RB) ist seit über zehn Jahren einer meiner besten Freunde und ich habe großen Respekt den Jungs gegenüber. <<

Meine letzte Frage betrifft die Musik, die du gerade hörst. Welche Bands oder CDs sind das und gibt es das was Besonderes, was du für dich entdeckt hast?

Luiss: >> Das letzte Shining-Album „Redefining Darkness“ Neufestlegung Dunkelheit" hing für eine ganze Weile in meinem CD-Player und ich muss zugeben, dass es eine wirklich tolle Platte ist… Es ist eigentlich keine Überraschung, denn alle Scheiben sind wirklich gut und Niklas Kvarforth ist ein super talentierter Künstler! Ein anderes Album ist von der deutschen Band ASCENSION, ich erinnere mich jedoch nicht an den Namen der Scheibe, aber sie haben erst eine Scheibe rausgebracht. (nach Recherche ist wahrscheinlich das in 2003 erschienene selbst betitelte Album gemeint. Bereits 2001 hat die Black Metal-Band ein Demo herausgebracht und vom geplanten Album „Sorrow“ den im Proberaum aufgenommenen Track ‘The Spineless‘ auf der Homepage veröffentlicht; das Album selbst wurde jedoch nie veröffentlicht, was wahrscheinlich an der Suche eines neuen Drummers und des fehlenden Drives scheiterte - RB). Ich habe auch das neue GHOST-Album gehört und finde es klasse, sehr eingängig und so unwiderstehlich wie das erste! <<

Bis hierhin schon mal einen recht herzlichen Dank. Ich bin mit meinen Fragen soweit durch und möchte dir nun die Chance geben, noch ein paar Worte an unsere Leser und eure Fans zu richten. Nur zu!

Luiss: >> Vielen Dank für euer Interesse an HACRIDE und ich freue mich darauf, euch alle kennen zu lernen! Cheers! <<

Vielen Dank für deine Zeit und viel Glück mit dem neuen und großartigen Album!
http://www.hacride.com
Robert Buder


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