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VIRTUAL VICTIM
TRANSMISSION, REMISSION … UND WAS KOMMT JETZT?
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Nach dem Battle Of Bands Gewinn und dem Debütalbum „Transmission“ gab es ein Lebenszeichen in Form eines monatlich kostenlosen Downloads das ganze Jahr 2008 über. Aber ansonsten war es doch sehr ruhig um Chris geworden, der das Projekt Virtual Victim ins Leben gerufen hatte. Nach Beendigung der Downloadaktion entschloss sich Chris, die einzelnen Downloads noch einmal auf CD zu bannen und „Remission“ über die eigene Homepage und ausgewählte Mailorder in Eigenregie zu vertreiben. Nun kündigt er auf seiner Homepage auch endlich neues Material an, ein Grund uns Virtual Victim mal wieder in Erinnerung zu rufen und mal nachzufragen, was denn alles so passierte in der Zwischenzeit und was die Zukunft bringen wird.
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Hallo Chris, schön, dass Du Dich wieder für ein Interview bereit erklärt hast. Wie geht es Dir gerade?
>> Hey Susanne, ich freue mich, dass du VV nicht vergessen hast und dich nach längerer Zeit der Abstinenz für die neuesten Entwicklungen interessierst. Mir geht es derzeit prächtig. <<
Seit unserem letzten Interview sind ja nun schon fast zwei Jahre vergangen. Damals warst Du kurz vor dem Abschluss Deines Studiums und ich hoffe, es ist alles positiv für Dich gelaufen?
>> Ich erinnere mich gut an die Zeit. Das war Anfang 2007. Fast zeitgleich zur Veröffentlichung von „Transmission“ begann ich mit dem Verfassen meiner Diplomarbeit. Das war eine anstrengende und zu Teilen nervenaufreibende Phase, in der mir die vielen positiven Rückmeldungen hinsichtlich VV eine Menge Kraft gegeben haben. Darüber bin ich verdammt glücklich. Das Studium konnte ich letztlich zu meiner vollen Zufriedenheit hinter mir lassen, um einen neuen Lebensabschnitt zu starten. <<
Hast Du wegen Deiner beruflichen Karriere die Musik etwas in den Hintergrund gestellt?
>> Die Musik hat eigentlich nie im Vordergrund gestanden. Auch zu Zeiten des Studiums war sie‚nur’ ein Hobby – wenn auch eines mit einer erheblichen Bedeutung für mich. Andererseits hat sich die zeitliche Flexibilität aufgrund des Berufes und privater Lebensumstände doch etwas eingeschränkt. Ich muss nun weitaus besser jonglieren, um mir ausreichend Zeit für VV zu nehmen. Trotz unterschiedlicher zeitlicher Prioritäten sind mir der Job, mein Privatleben und VV gleichermaßen wichtig. Sie gleichen einander perfekt aus, ergänzen sich und sind fest mit meiner Person verknüpft. Ein Verzicht auf einen der Bereiche ist für mich undenkbar. <<
Im letzten Jahr wurde es dann etwas ruhig um Dich, allerdings hast Du 2008 jeden Monat einen Remix Deiner Songs zum freien Download zur Verfügung gestellt. Wie kam es zu dieser Idee und wie wurde dieses Angebot angenommen?
>> Die Idee wurde im Prinzip aus der Not heraus geboren, dass ich mich aufgrund obiger Gründe nicht um ausreichend neue Songs kümmern konnte. Einerseits hatte ich Bedenken, dass VV mangels neuen Materials in Vergessenheit geraten könnte. Andererseits lagen mir ein paar klasse Remixe vor, die ich unbedingt an die Fans weiter geben wollte. Schließlich kam mir die Idee, einfach jeden Monat einen Song zum kostenlosen Download anzubieten. Dies wurde über meine Erwartungen gut angenommen. Alternativ hätte ich auch alle Songs sofort als Remixe auf einer CD heraus bringen können. Da ich jedoch selber nicht sonderlich auf reine Remix-CDs stehe, habe ich mich für die Downloads entschieden. Die Zusammenstellung in Form der CD „Remission“ Ende 2008 ist als Resultat der Remix-Aktion zu sehen und vor allem für Fans bestimmt, die ,genauso wie ich, anstelle von mp3s gerne eine ganze CD mit Cover in Händen halten wollen. <<
An einige Songs hast Du selber noch mal Hand angelegt, andere wurden von anderen bekannteren Musikern oder Bands wie z. B. Re:Legion oder Alex Krull bearbeitet. Wie kam es zu diesen Zusammenarbeiten?
>> Der Remix von Alex Krull war das Ergebnis des Studiobesuches, den ich im Rahmen des Sonic Seducer‚ Battle of the Bands’, gewonnen hatte. Alle anderen Remixe sind auf Anfrage der jeweiligen Künstler entstanden, die größtenteils über MySpace Kontakt zu mir aufgenommen hatten. Mit Re:Legion und Exilanation verbindet mich zudem auch eine private Freundschaft. <<
Nun hast Du mit „Remission“ alle diese Remixe noch einmal auf einer CD zusammengefasst und vertreibst dieses über Deine Homepage. Warum gibt es jetzt doch noch eine CD nachdem die Fans die Musik auch kostenlos downloaden konnten?
>> Wie bereits eben gesagt wollte ich den Fans nach den kostenlosen monatlichen Downloads die Möglichkeit eröffnen, sämtliche Mixe auf einer CD mit passendem Cover für die heimische Sammlung anzubieten. Den bisherigen Rückmeldungen zufolge bestand dazu ein nicht unerheblicher Bedarf. Grundsätzlich verschicke ich aber gerne noch fehlende Tracks per Mail, falls irgendjemand noch einen Mix vermissen sollte. Falls Interesse besteht, setzt euch einfach über meine Homepage oder MySpace mit mir in Verbindung. <<
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Der Preis ist ja echt unschlagbar, 8,90 Euro inklusive Porto. Ich hoffe, dass doch sehr viele Fans da zugegriffen haben. Aber wie schaffst Du das? Wenn man sich mal die Preise im Laden anschaut, da geht ja kaum was unter 14,99 Euro über die Theke.
>> Ja, die Nachfrage war äußerst positiv! Den Preis finde ich fair, mehr wäre übertrieben und nicht gerechtfertigt, da ich niemandem mehr Geld als nötig aus der Tasche ziehen möchte. Da ich keine Vertriebskosten an Dritte weitergeben muss und da ich die Zusammenarbeit mit Codeline Records (jetzt Traxxit) als vorbildlich bezeichnen möchte, konnte ich den Preis von 8,90 EUR inklusive Porto realisieren. <<
Angesichts der momentanen Weltwirtschaftskrise, wie siehst Du die Zukunft der Musikbranche?
>> Ich denke, dass es der Musikbranche zukünftig ähnlich wie anderen Branchen ergehen wird. Allerdings beschäftige ich mich mit dieser Thematik zu wenig, um dazu ein angemessenes Statement abgeben zu können. Das sollen andere tun. <<
Erschien „Transmission“ noch bei Rupal Records, hast Du „Remission“ über Codeline Records veröffentlicht. Wie kam es zu dem Wechsel?
>> Zu Rupal Records möchte ich gar keine Worte verlieren. Ursprünglich hatte ich geplant, weitere Veröffentlichungen selber vorzunehmen. Doch dann fragte mich André von Codeline Records, ob ich Interesse an einer Zusammenarbeit hätte. Ich hatte André vor Jahren einmal in einem Club in der näheren Umgebung kennen gelernt und dann wieder aus den Augen verloren. Mittlerweile sind wir befreundet und ich schätze die faire Veröffentlichungspolitik sowie den menschlichen Umgang von Codeline Records (jetzt Traxxit) sehr. <<
Vor zwei Jahren sagtest Du noch, dass Du Anfragen anderer Künstler für Remixarbeiten an deren Songs freundlich abgelehnt hast. Was hat sich da in der Zwischenzeit alles getan? Lehnst Du dieses immer noch ab oder lässt Du Dich nun doch auf fremdes Material ein?
>> In den meisten Fällen lehne ich Anfragen anderer Bands weiterhin ab, da ich einfach nicht ausreichend Zeit habe. Eine Ausnahme bestand in einem Remix für eine meiner Lieblingsbands, nämlich Edge Of Dawn, für die ich einen Remix für den Song „The Nightmare I Am“ machen durfte. Andere Mixe, die ich zwischenzeitlich angenommen hatte, konnte ich leider nicht zufrieden stellend zu Ende bringen. Vielleicht werde ich mich nach der Fertigstellung des neuen Albums an den einen oder anderen fremden Remix setzen. Mal schauen. :-) <<
Wie sieht die weitere Planung aus? Wann dürfen Fans sich auf ein neues Virtual Victim Album freuen? Frühjahr 2009 ist ja nun ein etwas dehnbarer Begriff, geht es etwas genauer?
>> Nachdem ich die Fertigstellung des Albums bereits mehrfach verschieben musste, sieht es nun sehr sicher nach Herbst 2009 aus. Im Sommer wird es sich nicht lohnen, so dass ich es im Oktober veröffentlichen möchte. Genauer kann ich es leider nicht angeben. Bitte habt noch etwas Geduld! Ich möchte selber 100%ig überzeugt sein vom Gesamtresultat und habe derzeit das Gefühl, schon sehr nahe daran zu sein. <<
Damals wolltest Du ja noch nichts Konkretes zur Zukunft vom musikalischen Stil von Virtual Victim sagen bzw. Deine Ideen zu musikalischen Änderungen preisgeben. Wie sieht es heute aus? Kannst Du Deinen Fans schon mal einen kleinen Tipp geben in wie weit sich der Stil von Virtual Victim verändert hat? Auf was dürfen wir gespannt sein?
>> Insgesamt denke ich, dass das neue Album gut an „Transmission“ anschließen wird. Sehr viel Wert gelegt habe ich auf die Melodien, Eingängigkeit, Abwechslung und Texte. Die Stimme, die wie bisher leicht verzerrt wird, steht etwas stärker im Vordergrund und klingt kraftvoller. Weiterhin habe ich versucht, die Drums etwas vertrackter zu gestalten. Summa summarum hoffe ich, ein in sich geschlossenes Album geschaffen zu haben, das ähnlich eingängig und gleichwohl abwechslungsreicher als Transmission ist. <<
Wird Virtual Victim auch in Zukunft ein reines Studioprojekt bleiben oder dürfen wir doch mal auf eine Live-Präsentation hoffen?
>> Virtual Victim wird wohl auch weiterhin ein reines Studioprojekt bleiben. <<
Ich bedanke mich, dass Du Dir wieder die Zeit genommen hast die Fragen zu beantworten. Hast Du noch ein paar Worte an Deine Fans?
>> Der Dank ist ganz meinerseits. Ich hoffe und wünsche mir, dass die Fans Verständnis für die Verzögerung des zweiten Albums aufbringen können und sich bis Herbst gedulden werden. Da ich die meisten Songs komplett im Kasten habe, kann ich mit großer Wahrscheinlichkeit behaupten, dass euch das Album gefallen wird. Im Übrigen wird es noch eine ganz besondere Aktion bezüglich der Covergestaltung geben, in der sich JEDER von euch direkt verewigen kann. Voraussetzung ist, dass ich eure Email-Adressen habe, um euch in den nächsten Wochen mit weiteren Infos zu versorgen. Schickt dazu eine Email an info@virtual-victim.de. <<
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http://www.virtual-victim.de / http://www.myspace.com/virtualvictim
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Susanne Soer
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