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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MINAS MORGUL

MINAS MORGUL

TODESSCHWADRON OST (65:44 min.)

BLACK ATTAKK /
Schon optisch grenzen sich Minas Morgul mit ihrer neuen Scheibe stark von der Konkurrenz ab. Noch bunter geht es kaum und konsequenterweise wird das Konzept des Covers auch im Booklet fortgeführt. Texte sind dort allerdings bewusst nicht aufgeführt, vielmehr hat man auf der CD ein rund 30-seitiges Word-Dokument hinterlegt, welches neben den Texten auch einige Überlegungen und Statements der Band enthält. Wer sich die Mühe macht und sich dieses einmal zu Gemüte führt, der muss auch nicht weiter philosophieren, warum, wieso und weshalb die Band auf ein berühmtes Sprachsample von Goebbels zurückgegriffen hat. Wer allerdings jeden, der einen der ehemaligen Nazigrößen zitiert, sofort für einen ebensolchen halten will (!!!), dem ist dann auch nicht mehr zu helfen.
Musikalisch ist die ostdeutsche Truppe nicht ohne weiteres einzuordnen. Das Minas Morgul sicherlich keinen reinrassigen Black Metal bieten ist schon am Cover zu erkennen. Nichtsdestotrotz ist Black Metal neben Death und gar etwas Thrash ein Bestandteil von Minas Morguls Musik. Berücksichtigt man die starken Melodien, den erhabenen Klargesang, der zumeist gleichberechtigt neben den Kreischern verwendet wird, lässt sich erkennen, dass viele der Stilelemente aus dem Bereich des Pagan Metals stammen. Zusammen mit den deutschen Texten hat die Combo es auf jeden Fall geschafft eine recht eigenständige und auch sehr interessante Identität zu kreieren. Das Killerstück des Albums steht gleich am Anfang. „Ein Meyster des Blutes“ ist eine geile Mischung aus Black und Pagan und der mal kreischende, mal majestätische Klargesang passen wie die berühmte Faust auf´s Auge. Weitere auffällige Songs sind das melodische Instrumental „Die Stunde des Wolfes“, welches „Wulf“ einleitet, das wiederum krasse Blast Beats mit melodischen, klaren Gesängen verbindet. „Stahlpakt 54“, der achte Track, ist eine kalte Nummer mit hektischem Gesang, während das „Sauflied“ „Wie es uns gefällt“ rein lyrisch mit zotigen Sprüchen rund ums Thema Frauen etwas aus dem Rahmen fällt (wie übrigens auch das neue Ende von "Noir"). „Tag/Monolithen des Todes“ gehört zwar nicht unbedingt zu den Highlights von „Todesschwadron Ost“ (Untertitel übrigens: „Die wunderbare Vielfalt des Mordens“), fällt aber auch etwas aus dem sonstigen Rahmen, da der Sound hier anscheinend bewusst roh belassen wurde.
„Todesschwadron Ost“ ist insgesamt ein Album, mit dem Minas Morgul mich rundum überzeugen konnten. Wer melodischen Extreme Metal im Allgemeinen und Pagan Metal im Besonderen mag, der dürfte meine persönliche Einschätzung teilen.
8/10 - SBr


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