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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MEZA VIRS

MEZA VIRS

VIDA SACRIFICIUM MEUM EST (48 :26 min.)

MOURNING SOUND RECORDS / SINGAPUR-IMPORT
Es ist schon erstaunlich, was in anderen, für uns exotischen Flecken der Welt musikalisch abgeht. Meza Virs aus Singapur sind ein Beweis dafür, dass Metal in unseren europäischen Breiten kein Vorrecht mehr geniesst. Nachdem Japan, mit ersten Bands wie Loudness, in Fernost jahrelang eine Alleinstellung hatte und mit der extremen Death Metal-Welle mal zwei oder drei mehr oder minder dilettanische Bands aus Singapur und Malaysia kamen, findet man mittlerweile immer wieder gute bis sehr gute Bands aus Ländern wie Taiwan, (Süd)Korea oder eben auch Singapur. Die Fünf plus Aushilfsviolinist Roman von Meza Virs gehören definitiv zu den sehr guten. Man spielt symphonischen Black/Death Metal und in einem Review habe ich auch die Umschreibung „symphonischer Metal in einer wesentlich härteren Variante als Evanescene“ gelesen. Hier wird zwar bewusst und gewollt mit dem Namen einer weltweit angesagten Combo gespielt, aber der Vergleich zeigt doch auf, dass Meza Virs das Potenzial haben in der obersten Liga mitzuspielen. Handwerklich sind die Südost-Asiaten – man schaue nur auf Seraphim, Oathean oder Chthonic – eh alle über jeden Zweifel erhaben, zusätzlich schaffen Meza Virs es auf ihrem Debütwerk elf absolut überdurchschnittliche und abwechslungsreiche Stücke vorzulegen. Egal, ob der Laser das monumentale Hackstück „The Apocrypha“, die sehr Gothic-lastige Nummer „Crestfallen“, getragen Beginnendes wie „Release In Demise“ oder eine mit Violinen aufgepeppte Nummer wie beispielsweise „Interlude“ bzw. „Hauntas Eternal » abtastet, Meza Virs wissen rundum zu begeistern. Meza Virs sind bei aller Progressivität brutal und auch bei aller Brutalität progressiv, ganz wie ihr wollt. Trotz symphonischer Arrangements, trotz verstärkten Keyboard-Einsatzes sowie den klaren, femininen Gesangslinien von Jasmine, die gelegentlich die harschen Black Metal-Vocals von Cedric ablösen, sterben Meza Virs nie in Schönheit. Dafür schreddern sich die Gitarren viel zu aggressiv durch die Tracks und auch das punktgenaue, furiose Drumming von Tjinn mit viel Double Bassdrum weiß zu überzeugen. Am ehesten sind Meza Virs meines Erachtens mit dem ambitionierten Schweizer Projekt Mirrorthrone zu vergleichen, wenngleich der dort zuständige Einzelkünstler viel mehr Wert auf barocke und andere klassische Elemente legt. Deshalb gibt es aber auch eine ähnliche Note. http://www.meza-virs.com
9,5/10 - SBr


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