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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MALNATT

MALNATT

HAPPY DAYS (42:39 min.)

CCP RECORDS / SPV
Malnatt sind erwachsen geworden. Vielleicht liegt es auch daran, dass Mainman Porz sich nicht mehr zu sehr mit all seinen Sideprojects verzettelt, weshalb Malnatt anno 2007 reifer und auch gereift klingen. Bestätigten Malnatt mit ihrem 2005 erschienenen Debüt „Carmina Pagana“ in meinem Augen noch ihren Status als Underground-Hoffnung in Sachen Pagan und Folk Black Metal, so ist man 2007 zweifellos mit gewachsenem Songwriting in die Garde etablierter und ernstzunehmender Acts der düsteren musikalischen Seite aufgestiegen. Auf „Carmina Pagana“ brillierte die Band noch mit zahlreichen keltischen Versatzstücken in ihren Songs. Blieben diese Melodien jedoch aus, so kamen die Songs manchmal nicht über gutes Mittelmaß hinaus. Dieses Manko hat die um zwei Personen geschrumpfte Combo (Sängerin Dsgrazia hat ebenso wie der zweite Gitarrist Leder das Handtuch geschmissen) erkannt und legt mit den neun auf „Happy Days“ (der Titel ist übrigens eine Anspielung auf das nihilistische Werk Samuel Becketts) verewigten Stücken ein exzellentes zweites Album vor. Ausnahme ist lediglich das unerträgliche „Un Minuto Di Assenzio”, bei welchem Gastmusiker Elric Blackcrow (Mors Tua – übrigens eine Band, die jeder tolerante Extreme Metal Fan unbedingt anchecken sollte. Rezi und Interview findet ihr in unserem Archiv.) mich mit seiner Trompete schier in den Wahnsinn treibt. Ansonsten gehören aber gerade die Eröffnungsnummer „Pornokrator” sowie „Montezuma“ mit jeweils hervorragend integrierten Trompetentönen zu den herausragenden Tracks auf „Happy Days“. Aber auch „Al Terz Inper“ mit seiner unterschwelligen Melodie, das getragene Epic Black Metal-Stück „Manfredi 2.2“ (Klavier-Intro) oder „Il Mio Cranio“ (ebenfalls getragen) katapultieren Malnatt in die erste Garde des Genres. Zum absoluten Höhepunkt entwickelt sich allerdings nach mehreren Durchläufen das epische, überlange Meisterstück „Finale Dipartia“. Songwriter Lerz hat sich hier ebenso übertroffen wie Vocalist Porz mit seinem absolut passenden krächzend-rauen Organ.

8,5/10 - SBr


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