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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BELOVED ENEMY

BELOVED ENEMY

ENEMY MINE (49:39 min.)

TWILIGHT / TWILIGHT
Manch einer mag sich bereits gefragt haben, wie Elvis mit einer zeitgemäßen Produktion in einer Goth-Rock-Band geklungen hätte. Fans von Prime Sinister, Ski-King bzw. jetzt Beloved Enemy sind bereits in den Genuss gekommen, denn die genannten Bands haben gemeinsam, dass Sänger Ski mit dem passenden Künstlernamenszusatz Dead L-vis dort mal gesungen hat bzw. derzeit singt. Beloved Enemy legen mit „Enemy Mine” ein vor Gothic-Atmosphäre sprühendes Debüt vor, dass mit ’Drowning’ einen flotten Opener beherbergt, der die grundsätzliche Marschrichtung bereits vorgibt. Der Gothic Rock erhält seinen düsteren Anstrich durch tiefergestimmte Gitarren und dem tiefen Gesang, wobei die Industrial-Einflüsse als synthetische Komponente Einzug erhalten. Mit ’Virus Undead’ folgt ein Song, der namensgleich zu einem kommenden Horrorfilm ist und in dem Sänger Dead L-vis seine schauspielerischen Künste darbietet. Der Maskenbildner hat dabei ganze Arbeit geleistet und aus dem Gesicht ein fieses, entzündetes Geschwulst gezaubert, dass die Charaktere gut in Szene setzt. Zum nächsten Track ’The Other Side’ hat die Band ebenfalls ein Video gedreht, dass in der gleichen düsteren Atmosphäre rüberkommt und durch opernhaften Gesang auffällt. Der Titeltrack ist eine etwas härtere Nummer geworden und bleibt insbesondere durch die Gitarrenarbeit leicht im Ohr haften. Zur Albummitte wurde mit ’Interlude: Ocean’ ein atmosphärisch untermalter Kurzsong eingebaut, der den zweiten Teil des Albums einleitet und mit ’The Others’ einen harten, von Schreddergitarren getragenen Einstieg hat. ’Cyanight’ ist eine rockige Gitarrenballade, dass zum Schluss mit einer deutschen Strophe endet. Noch ruhiger wird es mit dem sich anschließenden ’Rain’, hier werden auch die Gitarren zurückgefahren und die Akustische sowie Tastenklänge kommen zum Einsatz, während man Dead L-vis mal mit cleanen Vocals vernimmt. Ein gut gelungener Song, der sogar Radiotauglichkeit besitzt. Der Song ’Finden’ hat zwar einen deutschen Titel, beinhaltet aber einen englischen Text und bekommt nur gegen Ende durch den Refrain „wie kann ich dich finden“ den entsprechenden Bezug. Der Abschluss des Albums ist die Ballade ’The Ground Beneath Your Feet’, die zum Ende anschwillt und das Album mit einem nicht wörtlich gemeinten Paukenschlag beschließt.
Mit „Enemy Mine“ haben Beloved Enemy ein starkes Debüt hingelegt, dass über das Album hinweg mit guten Songs und Ideen glänzen kann und bemerkenswerterweise auch in der zweiten Albumhälfte, wo die meisten ihr Pulver bereits verschossen haben, nicht abfällt. Die dreizehn Songs dokumentieren, dass die Band ein Händchen für Arrangements hat und mit dem dargebotenen Abwechslungsreichtum für die eine oder andere Überraschung gesorgt hat. Bei der auf Anhieb guten Qualität ist für mich hinsichtlich des weiteren Werdegangs der Band der Weg bereits vorgezeichnet. Ihr könnt euch über die Band auf dem diesjährigen Wave-Gotik-Treffen in Leipzig selber ein Bild machen, denn sie werden dort ihre Live-Premiere geben.
8,5/10 - RB


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