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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: ROCKET SCIENT ....

ROCKET SCIENTISTS

REVOLUTION ROAD (101:21 min.)

THINK TANK MEDIA / POINT
Erst kürzlich hatte ich Norlanders „Live In St. Petersburg“ zur Rezension vorliegen und jetzt kommt er mir nach seinem Auftritt „mit Freunden“ (und Ehefrau) wieder unter die bewertenden Finger, diesmal als Rocket Scientists und ganz der Tastenvirtuose, den wir kennen. Im Vergleich zu seiner DVD-Geschichte ist bei Rocket Scientists mehr Prog enthalten, die durch Mark McCrites Stimme gefühlvoll ergänzt wird, auch wenn er mit David McBee einen weiteren Sänger und typischen AOR-Shouter am Start hat. Wäre da nicht Norlanders musikalische Ausrichtung, die nun mal recht proggiehaft ist, könnte man auch geneigt sein, eine andere Schublade zu öffnen. Die lange Veröffentlichungspause zwischen dem 99er Album „Oblivion Days“ und „Revolution Road“ ist hauptsächlich dem umtriebigen Erik Norlander zuzuschreiben, der neben eigenen Aktivitäten auch noch Lanas Karriere begleitet hat. So hat der Norlander-Fan mehr oder weniger ziemlich lange ausharren müssen, es sei denn, er hat sich mit anderen Veröffentlichungen seines Idols über Wasser gehalten.Doch nun liegt es vor, lang ersehnt und wieder mal ein typisches Norlander-Album. Typisch, weil mich Norlander in ein Wechselbad der Gefühle wirft, weil ich nicht verstehe, warum er sein Gespür für guten Rock und gut arrangierten Prog nicht gekonnt zu einer funktionierenden Einheit verschmilzt. Stattdessen bleibt bei mir hängen, dass sein Faible für melodischen Rock und Prog nur jeweils selbstständig gut funktionieren. Seine Instrumentalstücke sind gut ausgearbeitet, fokussieren aber zu sehr sein Keyboard, was wiederum zu einem eindimensionalen Hörvergnügen führt. Während ’Ptolemy’ mein Gusto trifft, fällt das völlig unmotivierte Ausblenden bei ’Outside The Painted Walls’ auf Unverständnis, zumal ich diese Form der Beendigung eines Stücks als einfallslos betrachte. Seine kompositorischen Fähigkeiten führen Norlander immer wieder zu sanften und balladesken Stücken, die wir mit ’Better View’ oder ’Forever Nights’ auf der ersten CD und verstärkt auf der zweiten CD geboten bekommen. Schade, dass McBees Stimme nur einmal richtig rocken kann, ansonsten darf er sich leider nur unter Wert verkaufen. Während seiner langen Schaffensphase, in der Rocket Scientists brach lagen, haben sich wohl einige Ideen angesammelt, die zu diesem Doppelalbum geführt haben. Leider hat sich das bei der zweiten CD qualitativ ausgewirkt, denn abgesehen vom Cover ’UFO S.H.A.D.O. Theme’ und das überlange, floydhuldig anmutende, 13-minütige Instrumentalfinale ’After The Revolution’ fällt sie im Vergleich zu CD 1 deutlich ab. Als Totalausfall würde ich ’Hold That Thought’ bezeichnen. Beide CDs zu einer verdichtet wären sicherlich der bessere Kompromiss gewesen, denn manche Ideen sollten einfach in der Schreibtischschublade verbleiben.
6/10 - RB


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