Obliveon - Metal und Gothic Webzine
 :: Suchen 

 :: Obliveon.de
· Home
· MySpace
· Links

  Info...
· FAQ
· Kontakt
· Impressum
 

 :: Magazin
· GESAMT
· News
· Interviews
· Konzert/Festivals
· Specials
· Foto Galerie

 :: Reviews
· GESAMT
· CD Reviews
· CD Import
· Eigenpressungen
· White Metal
· DVD/Video
· Bücher/Magazine

ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MIRROR OF DEC ....

MIRROR OF DECEPTION

SHARDS (55:55 min.)

CYCLONE EMPIRE / SOULFOOD
In einer Zeit, die von der Vorfreude der Doom-Gemeinde auf das im November erscheinende Comeback-Album der alles überstrahlenden Solitude Aeturnus geprägt ist, melden sich Deutschlands Vorzeigedoomster mit einem diesmal nicht ganz so unorthodoxen Stück langsamen Metalls zurück. Ähnlich wie seine beiden Vorgänger, die EP „Conversion“ und der Longplayer „Foregone“, fordert „Shards“ zwar die volle Aufmerksamkeit des Hörers ein, so dass sich die Stärken des Albums erst nach mehreren Durchläufen erschließen. Jedoch: da ungewohnte Kontinuität eingekehrt ist im Hause Mirror Of Deception (so blieb erstmals in der Bandgeschichte das Line-up zwischen zwei Veröffentlichungen stabil), ist der Quantensprung seit „Foregone“ bei weitem nicht so gravierend wie jener vom Debüt „Mirrorsoil“ zur „Conversion“-EP und anschließend eben zum sperrigen „Foregone“. Mirror Of Deception haben im Vergleich zum Vorgänger die Experimentierschraube ein wenig gelockert und gehen, insbesondere in punkto Gitarrenarbeit, einen kleinen Schritt zurück in eine traditioneller harmonierende und eingängigere Richtung („Haunted“ oder „Ghost“). Der ureigene Stil scheint also inzwischen soweit definiert, dass man den Hörer nonchalant bei der Hand nimmt und ihn selbstbewusst durch eine abwechslungsreiche knappe Stunde feiner Doom-Unterhaltung führt, ohne ihn dabei mit ausladenden Spielereien zu überfordern. Da gibt es beinahe schon im Reverend Bizarre-Tempo daher kriechende Trabbi-Parts wie in „Pyre“ oder „Frozen Fortune“, Doom-Lamborghinis wie „Insomnia“ und reichlich SloMo-Midtempo-Opels („Swamped“). Bei soviel begrüßenswerter Kompaktheit fehlen trotz leckerer Häppchen wie „Haunted“, „The Capital New“ (mit feistem „Supernaut“-Gedächtnisriff) oder „Ghost“ jedoch schlicht hymnische Ohrmuschelschmeichler von „Bleak“, „Asylum“ oder „Conversion“ Gourmet-Format, um unterm Strich von einem absolut großartigen Album sprechen zu können. Der von mir prophezeite ganz große Wurf ist Mirror Of Deception daher nicht gelungen, und so bleibt die Doom-Krone des Jahres für mein Dafürhalten bis auf weiteres noch im Hause Isole. Dennoch, denn eine Enttäuschung ist „Shards“ beileibe nicht, ein Pflichtkauf für Genre-Afficionados. http://www.mirrorofdeception.de
8/10 - PM


[ Zurück zum Index: 'M' ]
 

[ Unsere Webseite weiterempfehlen ] [ Impressum ] [ Seitenanfang ]

© Oblivion 1998-2002 Alle Rechte vorbehalten

Haftungsausschluss/Disclaimer

technisches Konzept, Programmierung & Webdesign by M. Koschinski / C. Fessler