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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: REFLEXION

REFLEXION

OUT OF THE DARK (42:43 min.)

MACHXX / SPV
Auch wenn das Jahr 2006 nicht gerade ein hervorstechendes Jahr ist, wenn es um potenzielle Nachwuchskünstler geht, ich kann über die nach wie vor große Anzahl von Debütveröffentlichungen nicht klagen und auch keinen großen Qualitätsunterschied zum letzten Jahr feststellen. Natürlich sind auch Graupen dabei und manchmal fragt man sich wirklich, warum einige wirklich gute Bands ohne Label dastehen, während man manch gequirlten Mist als Label-Release vorliegen hat. Im Bereich Gothic, und da gebe ich dem vorliegenden Waschzettel recht, scheint zur Zeit ein Trend abzulaufen, den einige Plattenfirmen erkannt haben und für sich in bare Münze umwandeln wollen. Man kann sich über Tokio Hotel oder die gecasteten Eintagsfliegen aufregen, aber viel nützen wird es nicht. Denn die Konsumenten sind Teenager, die nicht das ausgebildete Urteilsvermögen haben, um gute von weniger guten Musik zu unterscheiden. Wobei ich den Kids wünsche, dass sie mit der Zeit die Erleuchtung erhalten und sich von diesem Trend lösen – womit wir bei Reflexion angekommen sind.
Die Gruppe um Charming-Boy (hat diese Formulierung nicht auch etwas mit Beeinflussung und Zielrichtung weibliche Hörerschaft zu tun, lieber Presseinfotext?) Juha Kylmänen gibt es bereits seit 1995, wobei der aktuelle Name erst 1999 zugelegt wurde. Von daher wundert es auch nicht, dass das Quintett ihre melancholisch-düsteren Rocksongs ziemlich professionell ausgearbeitet und vertont haben. Die Themen waren ziemlich leicht gefunden, denn es geht genretypisch um Liebe, Tod, Träume und zerstörte Hoffnungen. Ihre Musik, die an eine Mischung aus HIM und eingängiger Popmusik erinnert, setzt auf flotte Melodien und eingängige Refrains, so dass man sich der Scheibe sehr leicht nähern kann. Kylmänens Gesang variiert sehr schön zwischen leidenden und kraftvollen Passagen, ohne den schmerzvollen Unterton zu vernachlässigen. So weit, so glatt, denn „Out Of The Dark“ ist ein Album, dass ohne Ecken und Kanten auskommt und dadurch sehr kommerziell ausgerichtet ist. Hierüber kann man geteilter Meinung sein, aber ich bevorzuge Alben, die nicht so sehr mit dem Standardschema verwurzelt sind, nicht derart hymnisch und rafrainlastig ausgelegt sind und mehr Spannungsbögen bieten.
Für die Finnen aus der Heimatstadt Oulu sicherlich ein erster Schritt in die richtige Richtung, der nun noch ein eigenständiges Profil folgen muss, wobei man nicht ständig die Charttauglichkeit im Blick haben sollte.
Anspieltipps: ’Journey To Tragedy’, ’Storm’, ’Child In Dark’.
6,5/10 - RB


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