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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MAKREL

MAKREL

TRANSCEND (50:45 min.)

TUTL RECORDS / FÄRÖER-IMPORT
Rein optisch haben sich Makrel mit ihrem neuesten Output selbst übertroffen. Für „Transcend“, dem dritten Album des von den Färöer-Inseln stammenden Quintetts, hat sich die Band ein Digi-Pack mit weiterem Inlet, einem stimmungsvollen Booklet und einem erstklassigen Artwork von Seth-Design (u.a. fast sämtliche griechischen Bands wie Septic Flesh, Nightfall, Rotting Christ, aber auch Caliban oder Chris Caffrey) gegönnt. Auch wenn diese Verpackung einen musikalischen Inhalt aus der Ecke des Extreme Metal-Genres vermuten lässt, so liegt man damit jedoch grundverkehrt. Im Gegenteil, Makrel sind mit „Transcend“ noch viel weniger Metal als mit dem Vorgänger „Wonderland“. „Transcend“ ist nicht mehr, aber auch nicht weniger als ein wunderschönes, gitarrenlastiges und völlig eigenständiges Rock-Album. Die Band hat Abstand genommen von den noch auf „Wonderland“ eingebrachten eruptiven, emotionalen Ausbrüchen, die sich seinerzeit in einem leicht aggressiven Gitarrensound und den gelegentlichen Wutausbrüchen von Sänger Ari Rouch manifestierten. Davon – und das waren ja die hauptsächlichen harten Einflüsse - ist nichts mehr übrig. Alle anderen Trademarks wurden jedoch beibehalten und sogar noch weiter verfeinert. Rasmus Rasmussen – der auch mehr oder minder allein für das Songwriting zuständig ist - ist ein äußerst talentierter Gitarrenspieler und sein Spiel ist völlig eigenständig und unvergleichlich. Diesen leise verträumten, sehr warmen und irgendwie meditativen Sound hab ich noch bei keinem anderen Künstler zuvor gehört. Nicht umsonst wurde der Mann schon als bester Gitarrist in bislang zwei Competitions geehrt. Über diesen Gitarrensound liegen die melancholischen, leicht klagenden und bittersüßen Vocals von Ari Rouch. Beim ersten Durchlauf mag man vielleicht zu dem Schluss kommen, dass Aris Stimme etwas monoton klingt. Aber einerseits passt seine Stimme hervorragend zum Sound der Nordmänner, andererseits versucht er auch diese etwas zu variieren. So treibt er seine Stimme im Opener „Filthy Tongue“ in Höhen, dass das Ergebnis schon etwas schrill klingt und wahrscheinlich nicht jedermanns Geschmack trifft. Die Aufgabe der Variation trifft im vierten Track, „Cure“, Rasmus´ Gitarrensound, der hier höhere Töne spielt als in jedem anderen Track der Scheibe und „Cure“ somit fast zu einem ansatzweise fröhlichen Song macht, der aus der melancholischen und nachdenklich-meditativen Grundausrichtung des Albums herausragt. Andererseits ist fast jeder Track auf „Transcend“ irgendwie herausragend, wenngleich das Album mit den letzten drei, vier Songs ganz leicht abfällt. Egal ob der härtere Opener „Filthy Tongue“, das piano-gestützte „Euphoria“, das fröhlichere „Cure“, der stimmungsvolle Titelsong oder das extrem relaxte „Forever And Beyond“ oder auch einer der weiteren fünf Songs läuft, wer auf Gitarrenmusik mit warmem, melodischem Sound steht, für den dürfte „Transcend“ ein absolutes Highlight in seiner CD-Sammlung werden. Die erstklassige Produktion wurde der Scheibe übrigens nicht daheim auf den Färöer-Inseln verpasst, sondern im „benachbarten“ Trondheim in Norwegen. Interessierte bestellen die CD über http://www.tutl.com oder erfahren mehr über Makrel auf http://www.makrel.net .
9/10 - SBr


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