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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MARTIN, JEFF

MARTIN, JEFF

EXILE AND THE KINGDOM (42:53 min.)

NEVADA - KOCH / KANADA-IMPORT
In dem Moment, als mir zum ersten Mal die kraftvollen Riffs des anbetungswürdigen Album-Openers „World Is Calling“ in bester „Kashmir“-Tradition entgegenschallen, frage ich mich unwillkürlich, warum Jeff Martin The Tea Party hinter sich gelassen hat. Diese Frage beantwortet „Exile And The Kingdom“ in der folgenden Spielzeit nur teilweise. Dass Martin sein Soloprojekt in ruhigere Fahrwasser steuern würde, war zu erwarten und erfreut sicher insbesondere die weiblichen Fans der Morrison-Reinkarnation (wie etwa meine Freundin...). Dabei orientiert sich eine der großartigsten Rockstimmen der Gegenwart jedoch hörbar an den Anfangstagen seiner ehemaligen Band. Gänsehautstoff wie „Angeldust“ oder „Stay Inside Of Me“ würde ohne weiteres neben „Edges Of Twilight“-Balladen wie „Shadows On The Mountainside“ eine gute Figur abgeben, und überhaupt fließen viele jener morgenländischen Einflüsse, auch in textlicher Hinsicht, in Martins Kompositionen, die jenen 95er Geniestreich im Verbund mit behutsam modernisiertem 70ies-Bluesrock zu einem so einzigartigen Erlebnis machten und immer noch machen. Allerdings verzichtet Martin dabei eben weitgehend auf verzerrte Gitarren und verlässt sich auf seine Akustische sowie vor allem die tragende, hypnotische Kraft seines Baritons. Eine Spur zu weit treibt der musikalische Globetrotter derlei Pathos in „The Kingdom“, das die Schwelle zum Kitsch “dank“ schwebender Background-Chöre deutlich überschreitet. Greulich! Mit der einfach nur fantastischen, Sitar-untermalten Ballade „Daystar“ und „World Is Calling“ fügt Martin seinem bisherigen Schaffen aber auch zwei absolute Höhepunkte hinzu. Kleinere Überraschungen finden sich auf „Exile And The Kingdom“ in Form des „Black Snake Blues“, der Dich in eine rauchgeschwängerte Blues-Spelunke in New Orleans versetzt, oder der (leicht missratenen) Bluegrass-Nummer „Good Time Song“. Dieses zeitlos gute, balladeske Rockalbum, das jedoch die Magie, die Martin zusammen mit seinen Tea Party-Mitsreitern Jeff Burrows und Stuart Chatwood heraufzubeschwören vermag bzw. vermochte, nur sporadisch verströmt, ist zu vernünftigen Preisen bei den einschlägigen Import-Firmen via amazon erhältlich. http://www.jeff-martin.net
8/10 - PM


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