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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: RICOCHET

RICOCHET

ZARAH – A TEARTOWN STORY (72:26 min.)

EIGENPRESSUNG / SELBSTVERTRIEB
Ich hatte keine Ahnung. Weder 1995 noch bis heute ist mir was von einem Album einer Band namens Ricochet untergekommen. Wie mir dürfte es wohl einigen unter euch Freunden des Prog ergangen sein, aber bekanntlich kann man die eine oder andere Sünde der Vergangenheit ausmerzen. Ich habe zwar noch nicht genau nachgeforscht, aber irgendwo lässt sich sicherlich der Erstling „Among The Elements“ auftreiben. Doch nun zurück zu dem – ja, ihr habt das jetzt richtig verstanden –Zweitwerk der Hamburger, die sich, wenn auch aufgrund der langen Vakanz hinterm Mikro nicht ganz freiwillig, nicht nur reichlich Zeit gelassen, sondern diese Zeit in der Songveredelungsschmiede sehr gut genutzt haben. Mit „Zarah – A Teartown Story“ wird nicht gerade ein stimmungsvolles Thema abgehandelt, denn das Konzeptalbum befasst sich mit einem jungen Mädchen, welches vergewaltigt wird und daraufhin den Schänder ermordet. Schlussendlich setzt sie im Gefängnis ihrem Leben ein Ende. Wer bei diesem Konzept erwartet, dass die musikalische Umsetzung die Dramatik und Stimmung entsprechend wiederspiegelt, wird nicht enttäuscht, denn Ricochet setzen sich mal eindringlich, mal intensiv oder bedrohlich, dann wieder düster oder traurig und jeweils ohne zu überzeichnen im Ohr fest, und finden dabei jederzeit die richtigen musikalischen Mittel, uns mit ihren Stimmungen einzufangen. Einen entsprechenden Anteil hat dabei ohne Zweifel auch der ausdrucksstarke Gesang von Christian Heise, der diesen Posten brilliant auskleidet und die lange Wartezeit vergessen lässt. Ricochet ist ein ausgewogenes Album auf sehr hohem Niveau gelungen, was zu keiner Zeit den roten Faden verliert und, wenn es einen erst einmal gepackt hat, bis zum Ende nicht wieder los lässt. Dabei spielen sie wie selbstverständlich mit allen musikalischen Möglichkeiten und verlieren sich wohltuend nicht in orgastisch anmutender Frickelarbeit. Es sei abschließend noch darauf hingewiesen, dass der fast neunzehn Minuten lange Schlusstrack ’A New Days Rising’ nach etwas über dreizehn Minuten ausklingt und erst nach ca. zwei Minuten orchestral und gefühlvoll wieder einsetzt und die Szene einer Wiedergeburt gleich rein und ohne der schlimmen Geschehnisse ausklingen lässt. Ein versöhnlicher Abschluss für ein großartiges Album.
http://www.teartown.de
9/10 - RB


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