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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MAUDLIN OF TH ....

MAUDLIN OF THE WELL

BATH / LEAVING YOUR BODY MAP (122:04 min.)

DARK SYMPHONIES / US-IMPORT
Glaubt mir, ich bin nach intensiver Beschäftigung immer noch verwirrt ob des Gehörten und weiß beim besten Willen nicht wie ich Euch diese außergewöhnliche Zusammenrottung von neun Musikern (verstärkt durch weitere Gastmusiker) und ihre beiden zeitgleich veröffentlichten Werke "Bath" und "Leaving Your Body Map" adäquat näher bringen kann. Dark Symphonnies, das Label der Band, bringt den Begriff "Progressive Astral Metal" ins Spiel und lädt den Hörer zu einer zweistündigen Reise in unbekannte Welten ein, denn die Musik sei eine "Ausbildung für Träumer" mit dem Ziel höhere Bewusstseinsebenen zu erreichen. Progressiv sind Maudlin Of The Well in der Tat, allerdings im wahrsten Sinne des Wortes, denn ihre soundspezifischen Konstellationen sind einzigartig und - salopp formuliert - "abgedreht". Zum konstanten Line-up gehören neben der typischen Rockbesetzung Instrumente wie Klarinette, Cello, Flöte und Trompete, welche mit Leichtigkeit von den Multi-Instrumentalisten im Rahmen ihrer Achterbahnfahrt durch Genres, Gefühle und Stimmungen integriert werden. Die freakige US-Truppe arbeitet mit Doom Metal-Passagen im Sinne alter My Dying Bride, klassischen Elementen, New Age-Einflüssen, schwebend-ruhiger Epik, schwarzmetallischen Ergüssen, atmosphärischen Gothic-Parts, dissonanten King Crimson-Arrangements, psychedelischen Improvisationen, experimentellen The 3rd And The Mortal-Collagen, futuristischem Voivod-Thrash aus der "Dimension Hatröss" und vielem mehr. Zu dem werden die divergierenden musikalischen Extreme von verschiedenen Stimmen abgerundet, so daß praktisch jede musikalische Ausdrucksform jene Stimmen erhält, die Maudlin Of The Well für angebracht halten, so daß man - neben vielen instrumentalen Abschnitten - Death-Grunts und Growls, Gekreische, cleane epische Vocals und sanft betörende Frauengesänge vernimmt. Dies alles führt zu einem Gesamtkunstwerk, das in der Tat zu einem Trip in die eigene Persönlichkeit einlädt. Aber Vorsicht ist angebracht, denn Ihr werdet von einem Extrem ins nächste gerissen, von der melancholischen Geborgenheit des wunderschönen "Sleep Is A Curse" zur zerrissenen Traurigkeit in "Riseth He, The Numberless", vom tristen Raum eines "The Blue Ghost / Shedding Qliphoth" in die kämpferisch-aggressive Welt von "They Aren´t All Beautiful", welches im Mittelteil kurz umschlägt und wie eine verdammt harte Version von Robert Fripp bzw. King Crimson ertönt. Allerdings müssen die beiden Werke im Prinzip am Stück gehört werden, denn so entfalten sie ihren vollen Reiz und offenbaren die Extremität der Schaffenswelt von Maudlin Of The Well. Die Eindrücke sind vielfach und erdrückend, die Entdeckungen bei weiteren Durchläufen immer wieder neu, die Assoziationen befremdlich, so daß ich "Bath" und "Leaving Your Body Map" nun ein weiteres Mail ergründen muß, da ich weiteres Verständnis erlangen will und mich die außergewöhnliche, kreative Melange ungemein reizt. Für viele wahrscheinlich unverständlich wird dieser ´Doppelschlag´ bei offenherzigen Musikfreaks mit Sinn für Extreme und neue Horizonte für freudiges Erstaunen sorgen. Der absolute Geheimtipp! http://www.darksymphonies.com
9/10 - CL


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