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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: RIVERSIDE

RIVERSIDE

SECOND LIFE SYNDROME (63:39 min.)

INSIDE OUT / SPV
Mit gepfefferten Vorschußlorbeeren war der zweite Longplayer der Polen bedacht worden, nachdem der Vorgänger "Out Of Myself" und die EP "Voices In My Head" im gemäßigten Prog-Lager hohe Erwartungen geschürt hatten. Dementsprechend gespannt lausche ich den Tönen, die meinem Kopfhörer entfleuchen, und: Riverside enttäuschen die ihn sie gesetzten Hoffnungen mitnichten. Nach dem ruhigen Intro "After" steigen Riverside, ähnlich wie Porcupine Tree auf "Deadwing", knackig rockend, angetrieben von bratenden Gitarren und knarzigen, latente 70ies-Vibes erzeugenden Hammondsounds, in "Volte-Face" ein. Überraschung geglückt! Damit beginnt eine musikalische Reise durch die letzten drei Jahrzehnte, die Hörenswürdigkeiten am laufenden Band bietet. Geschickt pendelt man dabei zwischen ausladenden, meist sphärischen, sporadisch zur Attacke blasenden Instrumentalparts, herzergreifenden Melodien und straff arrangierten Ohrwürmern. Die Ballade "Conceiving You", von einem Geoff Smith-artigen Pianolauf getragen, lädt zum Schmusen ein, der Rocker "Artifical Smile" gleicht einem Bastard aus Mother Tongue, Opeth (die Gesangslinie erinnert stark an "The Grand Conjuration"!) und Civil Defiance, während man sich im Verlauf von "Dance With The Shadows" abwechselnd auf einem Folk-Album, einem Ayreon-Opus oder in einer Tool-Hypnose wähnt. Der dreiteilige Titeltrack zeigt das ganze Spektrum dieser großartig begabten Band: beginnend mit träumerischen David Gilmour-"Shine On You Crazy Diamond"-Licks steigert man sich in manische Deadsoul Tribe-Rhythmen hinein, windet sich aus diesen vermittels eines Gatheringschen LowFi-Keyboards heraus, bevor im furiosen Finale instrumental dem Frickelgott gehuldigt wird. Bei aller Nähe zu musikalischen Zeitgenossen und Vorbildern setzen Riverside jedoch durchgängig eigene Duftmarken, verkommen nie zum Plagiat. Ausdrücklich gewürdigt werden soll hier noch die gesangliche Leistung von Bassist Mariusz Duda, der, obwohl sicher nicht zu den großen Technikern seines Fachs gehörend, dem Album mit seinem angenehmen Timbre einen ganz eigenen Charme verleiht. Zwar ist "Second Life Syndrome" noch nicht der ganz große Wurf, jedoch steht dieser angesichts des Potenzials der Polen wohl unmittelbar bevor. Ganz dicke acht Punkte.
8/10 - PM


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