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ALLE REVIEWS :: Index: 'M' :: MINOR MAJORIT ....

MINOR MAJORITY

IF I TOLD YOU, YOU WERE BEAUTIFUL / WALKING HOME FROM NICOLE’S (62:15 min.)

STRANGEWAYS / INDIGO
Da hat man sich aus einem guten norwegischen Baum eine Gitarre geschnitzt, schönen Elchdarm aufgespannt – und zum Glück fehlt nur noch der Strom. Egal, dachten sich Pal Angelskar und Andreas Berczelly – spielen wir halt akustisch, schön beseelte Songs. Das war im Jahr 2000. Zu Beginn dieses Jahr erschien das dritte Album der Norweger, die inzwischen um einige Mitglieder gewachsen sind (besonders hervorzuheben Karen Jo Fields traumhafter Gesang) – und es war das erste, das auch in Deutschland auf den Markt kam. Weil „Up for you & I“ so einschlug (offensichtlich aber weit neben mir) gibt es nun, zum Ende des Jahres die beiden Vorgängeralben „Walking Home From NNcole´s“ (2001) und „If I Told You, You Were Beautiful“ (2002) als Doppel-CD zum satthören. Und das geht leider ziemlich schnell, trotz schöner Melodien, angenehmer Stimmen, tiefgründigen Texten. Das Gerüst basiert weniger auf den – uns Europäern näheren – Folk-Strukturen der Insel, sondern lehnt sich an die amerikanische Variante des Songwritings an, mal mehr, mal weniger deutlich. Die Songs sind alle kurz, so kurz, dass selbst die Ramones wohl staunen würden – alle zehn Songs des 2001er Werkes sind in 28 Minuten abgefrühstückt. Da bleibt sehr wenig Raum, sich hineinzuhören in einen Titel, zumal der schleifende Klang der Akustikgitarre, die zaghaften Einsprengsel des Keyboards, keine wirkliche Abwechslung bieten. Allein „Electrolove“ bezaubert nachhaltig durch Klavier und den Wechsel von Männer- und Frauengesang.
Das zweite Werk der kleinen Mehrheit braucht für zwölf Stücke nur 34 Minuten und auch inhaltlich, musikalisch ändert sich wenig. Die Gitarre klingt schöner, perlender, melancholischer … aber es bleibt das alte Problem: Man kann sich die Songs nicht zu Eigen machen. Mit „Dancing in the Backyard“ jedoch ist wiederum ein Titel ausgezeichnet gelungen, voller Charme und Gefühl und ein wenig neben dem relativen Einerlei und der Stimmungsarmut.
Zu Hause würde ich kribbelig, bei so wenig Abwechslung, so wenig Spannung ist in der Musik. Aber: Entspannt in einem Café sitzen, sich berieseln lassen, zurückgelehnt in den Herbst gucken – dafür ist die Musik ausgezeichnet geeignet.
7/10 - DB


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