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ALLE REVIEWS :: Index: 'B' :: BULLET FOR MY ....

BULLET FOR MY VALENTINE

THE POISON (45:47 min.)

G.U.N. / BMG
Die vier blutjungen Waliser wurden mit ihrer letztjährigen Debüt-EP zumindest in Großbritannien zu Shootingstars, und so wandeln sie auf ihrem ersten Longplayer auch auf den dort vorgegebenen Pfaden. Konsequenterweise finden sich die beiden besten Tracks jener EP ("Hand Of Blood" und das fantastische "Cries In Vain") auch auf "The Poison" wieder, was angesichts von insgesamt 12 (Digipak: 13) vollwertigen Songs nicht als Abzocke ins Gewicht fällt. Zunächst jedoch zu den Kritikpunkten: für das musikalisch nicht eben anspruchsvolle Intro eigens Apocalyptica ins Studio zu bemühen riecht schwer nach Namedropping. Das hätte jeder Cello-Student, von denen sich in London sicher einige gerne ein paar Pfund extra verdient hätten, genauso gut hingekriegt. Albern, außerdem wär´s andersrum billiger gewesen. Zudem ist es überflüssig, im Digipak die selben Informationen, die bereits das Booklet enthält, nochmals abzudrucken. Aber genug gemeckert, bietet "The Poison" doch durchgängig gehobene musikalische Unterhaltung. Über die Qualität der Produktion muss man angesichts der Namen Colin Richardson (Produktion und Mix) sowie Andy Sneap (Mastering) keine großen Worte verlieren: Wahnsinn! Musikalisch kann man Bullet For My Valentine am ehesten mit den ähnlich jungen Amis Trivium vergleichen, sprich: hier gibt`s erstklassigen Metalcore, der erfreulicherweise zu gleichen Teilen modern wie old-schoolig nach vorn hämmert. Die Gitarristen Michael Padget und Matt Tuck (gleichzeitig für den cleanen Gesang zuständig, geschrieen wird von Basser Jason James) reiten häufig federleicht auf dem Maidenschen Twin-Schlachtross über walisische Wiesen, um an Anstiegen sporenbehangen auf Testament-Riffattacken zurückzugreifen ("Hand of Blood" oder "Room 409"). Zugeständnisse an die Schmusefraktion gibt´s hier nicht. Lediglich der balladeske Anfang von "All These Things I Hate" tönt bis hin zur Phrasierung von Tuck nach den Schmonzetten von Green Day, schlägt dann aber glücklicherweise in einen Brecher erster Güte um. "4 Words" als Single auszukoppeln macht durchaus Sinn, allerdings wird auch hier eher machetenschwingend denn fein skalpelierend durch die Botanik gebrettert. Will heißen: hier ist Mattenfilz anstatt Feuerzeuggeschwenke angesagt (grandios nachzuvollziehen im abschließenden "The End": frohes Bangen!), auch wenn die musikalisch bösen Buben textlich eher die handzahme Emo-Schiene fahren. Die liederschreiberischen und auch technischen Fähigkeiten sind für Herrschaften dieses Alters geradezu beängstigend, und sollten sie in Zukunft noch lernen, den einen oder anderen schlüssig komponierten Longtrack einzuflechten, dann Gnade uns der Metal-Gott. Super Debüt! P.S.: Die Anschaffung des limitierten Digipacks ist angesichts eines Bonustracks, zweier Videos sowie diverser enhanced-Gimmicks durchaus lohnenswert.
8/10 - PM


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