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ALLE REVIEWS :: Index: 'R' :: RSJ

RSJ

REFLECTIONS IN B MINOR (49:26 min.)

CASKET / PLASTIC HEAD
Nix für schwache Gemüter, was dieser Tage aus England auf meinem Schreibtisch landet. RSJ klingen wie ein Zahnbohrer: roh, brutal, aggressiv, intensiv, kantig, monoton, Zerwürfnis fördernd prügeln sie sich durch die knapp 50 Minuten ihres Longplay-Debüts. Recht machen wollen die Buben es offensichtlich niemandem. Frontmann Dan C. schreit sich die Stimmbänder blutig, Vaughn Thomas rifft sich noisig durchs Gehölz und die Rhythmusfraktion groovt, exklusive einiger Adrenalin-Highspeed-Schübe meist im Midtempo verweilend, derbe vor sich hin. Das Riffing auf dem Opener "It´s Gone Too Far To Turn Back Now" erinnert an Machine Heads "Ten Ton Hammer," geht aber ebenso unspektakulär über die Ziellinie wie das folgende "Blood And Sand". Einigermaßen interessant wird´s erst ab dem Mittelpart von "Dredger". Endlich beginnen RSJ das Tempo zu variieren und abgefahrene Breaks in ihren Gesamtsound einzuflechten. Teilweise schimmern die ganz frühen Helmet durch, hie und da ein noisiges Deftones-Riff, eine Prise Metalcore obendrauf (wobei sich RSJ insgesamt deutlich heftiger präsentieren als die Fraktion mit den breiten Hosen), an den meisten Ecken thrasht es gewaltig modern dahin - eindeutige Kategorisierungen fallen hier jedoch schwer. Eigentlich kein Problem, allerdings verzetteln sich RSJ in Breakgewittern und dem Aneinanderreihen von Riffs, ohne ihren Songs Wiedererkennungswert einhauchen zu können. Ein wenig Ruhe und Gelassenheit täte hier gut. Es gibt viele coole Parts, die jedoch im songschreiberischen Einerlei verpuffen. Wirklich lecker rocken so lediglich "Delusions of Popularity", "23612" und "Gein" über die volle Songlänge. Das sehr gut produzierte Album ist definitiv was für Leute unkonventioneller harter Musik, die zudem über Nerven wie Drahtseile verfügen. Otto Normalbenziner geht hier allerdings nach spätestens 20 Minuten der Sprit aus.
5/10 - PM


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